11. Mai 2009 1

Zeigt eure Mappen: Experten beraten Nachwuchsfotografen

Aufgemerkt! Am 06.06. läuft (11:00 bis 17:00 Uhr) das erste von zwei Portfolio-Viewings in diesem Jahr, die der Freundeskreis der Photographie in Hamburg veranstaltet. Zum ersten Mal nicht im Gruner+Jahr Pressehaus, sondern in den Deichtorhallen, im Haus der Photographie.

Wieder sind eine ganze Reihe professioneller Bildbeurteiler dabei, die dem fotografischen Nachwuchs in die Mappen schauen. Aus eigenem Erleben kann ich sagen, dass man soetwas einmal mitgemacht haben sollte, da es den Blick für die eigene Arbeit schärft und die Selbsteinschätzung schult.

Da man es mit Profis der Szene zu tun bekommt, wird das Urteil in jedem Fall auch professionell ausfallen und man kann sich sicher sein, in dieser Hinsicht auch korrekt bewertet zu werden. Scheitern und ein bißchen blamieren vorprogrammiert!

Aus diesem Grunde ist es gut, wenn man die Erwartungen an konkrete Ergebnisse, sprich an Aufträge oder an Verträge möglichst niedrig hält und die Viewing-Gespräche auf sich und seine Arbeit, sein Profil als Fotograf wirken läßt.

Viewer wählen

Jeder Nachwuchsfotograf darf drei Wunschgesprächspartner wählen und bekommt eine Gesprächszeit von 30 Minuten – das ist für ein erstes Kennenlernen und ein erstes Statement zur gezeigten Arbeit eine gut bemessene Zeitspanne, in der ganz sicher auch persönliche Ambitionen, Berufsvorstellungen usw. zur Sprache kommen können.

Freundeskreis der Photographie e.V.
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3. Februar 2009 0

Portfolioviewing – Mappen online

Das Fotomuseum Winterthur ist ein zentraler Ort für zeitgenössische Fotografie in Europa. Bereit zum dritten Mal hat das Museum mit der ‘Plat(t)form 09′ einen Blick auf herausragende europäische Nachwuchskünstler ermöglicht. Die Portfolios von Bianca Brunner (CH), Thomas Julier (CH), Anouk Kruithof (NL), Taiyo Onorato & Nico Krebs (CH), Helena PÃ¥ls (S), Giuliana Racco (I) und Wytske van Keulen (NL) fanden bei den Experten besondere Beachtung.

Und das ist neu: Alle aktuellen Portfolios können begutachtet werden – ebenso die aus den Jahren 2007 und 2008 (hier). Die neue Plat(t)form-Datenbank des Fotomuseum Winterthur wächst jedes Jahr um 42 junge europäische FotografInnen, die jeweils sieben ausgezeichneten KünstlerInnen werden in einem grösseren Rahmen vorgestellt. Zurzeit sind 126 Werkgruppen zu sehen. Plat(t)form 10 wird vom 29. bis 31. Januar 2010 stattfinden.

Einstieg zu den Portfolioseiten der Plat(t)form

Einstieg zu den Portfolioseiten der Plat(t)form

Ich habe im vergangenen Jahr mit Thomas Seelig, dem Kurator des Fotomuseums in Winterthur ein Interview eben genau zum Thema Portfolio-Viewing geführt und wir haben darüber gesprochen, was die Reihe  Plat(t)form von anderen Sichtungen unterscheidet. (bitte an dieser Stelle nachlesen)

9. Mai 2008 0

FOTOBILD 2008 – VIEWING – Das Interview

Heute starten auf der FOTOBILD in Berlin die Portfoliosichtungen. An dieser Stelle war eigentlich das Interview mit Jonas Braus von der Edition Braus geplant, das aber leider aus Termingründen nicht mehr hingehauen hat und das wir verschieben bzw. nachreichen … Stattdessen gibt es noch einmal den Hinweis auf unsere Interviews mit Dr. Enno Kaufhold und Thomas Kellner, die zur FOTOBILD 07 unsere Interviewpartner waren und denen wir unsere ‘Fragen an Viewer’ gestellt haben. Allen Sichtern und allen Fotografen megamäßige Einblicke bzw. Einsichten!

28. April 2008 21

Portfoliosichtungen auf der FOTOBILD BERLIN 2008. bildwerk3 verlost 3×4 Viewings

(gleich zur Verlosung) Die eigene Fotografie-Mappe Fachleuten zu präsentieren, gehört wahrscheinlich zu den aufregendsten Momenten jeder Fotografenkarriere. Sogenannte Portfoliosichtungen oder auch Viewings sind beliebte Veranstaltungen um mit Kuratoren, Publizisten, Kritikern, Galeristen oder auch Agenturleuten über die eigenen Arbeiten ins Gespräch zu kommen.

Auf der FOTOBILD in Berlin, auf dem Gelände des Flughafens Tempelhof werden vom 09. – 11. Mai 2008 wieder eine ganze Reihe Viewings mit zum Teil recht namhaften Reviewern stattfinden. bildwerk3 hat als Medienpartner der FOTOBILD die Möglichkeit drei Kandidaten direkt einzuladen. Und so gehts:

bildwerk3 - Viewing - Verlosung

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17. April 2008 6

Fragen an Viewer: Thomas Seelig. Fotomuseum Winterthur

4. Triennale der PhotographieAm Samstag und am Sonntag (19.04. und 20.04.) finden auf der 4. Triennale die Portfoliosichtungen statt. Das Viewing mit Thomas Seelig war sehr früh bereits ausgebucht und Thomas Seelig wird an den zwei Tagen in Hamburg mehr als zwanzig Portfolios zu sichten und zu bewerten haben. Ich habe im Vorfeld Thomas Seelig nach seinen Schwerpunkten und Beweggründen, aber auch nach Empfehlungen und Chancen für Fotografen befragt – mein erstes Telefoninterview, technisch eine kleine Herausforderung. Thomas Seelig ist Kurator des Fotomuseum Winterthur, eines der renommiertesten Häuser für Fotografie in Europa.

Mit welchen Erwartungen fahren Sie zur Portfoliosichtung nach Hamburg?
Die Portfoliosichtungen sind aus der Sicht des Kurators eine Möglichkeit dort hinzuschauen, wo man normalerweise nicht hinsieht. Man bekommt im Museum sehr viele Dossiers zu sehen, die in irgendeiner Weise recht abstrakt bleiben, da man die Person dahinter nicht kennenlernt. Das ist manchmal von Nachteil, wenn man davon ausgeht, das Werk und Fotograf eine Einheit bilden.

Im alltäglichen Geschäft ist man mit so vielen Dingen befasst, dass kaum Zeit und Gelegenheit bleibt, sich ausführlich mit Dossiers auseinanderzusetzen. Da sind die zwanzig formalisierten Minuten ein guter Rahmen. Vorausgesetzt, dass mich das Material und die Person die dahinter steht interessieren, ergibt sich dann zu einem späteren Zeitpunkt vielleicht die Gelegenheit, das Gespräch fortzusetzen.

Kommunizieren Sie dann auch, wenn Sie etwas nicht interessiert?
Ich sage dann, dass ich persönlich nicht so viel damit anfangen kann, mir aber vorstellen kann, dass die Bilder beispielsweise für einen Bildredakteur oder für eine Stockagentur interessant sein könnten. Mir ist es einmal beim FotoFest in Houston passiert, wo ich gemerkt habe, dass sich die Person gar nicht vorbereitet haben, wer ihm da eigentlich gegenübersitzt.

Thomas Seelig fotografiert von Johanna Bossart
Thomas Seelig fotografiert von Johanna Bossart

Wie oft im Jahr fahren Sie zu einer Portfoliosichtung?
Extern mache ich das relativ selten. Vielleicht alle zwei Jahre. Aber es gibt hier im Fotomuseum Winterthur eine eigene Veranstaltungsreihe, die heißt PLATTFORM und findet einmal im Jahr jeweils Ende Januar statt. Mit einer etwas anderen Herangehensweise. Auf die wir vielleicht später noch einmal eingehen können.

Sind Ihre Erwartungen auch die Erwartungen des Fotomuseums?
Das deckt sich, ja. Wir veranstalten unsere PLATTFORM ja mit ähnlichen Intentionen.

Wie unterscheidet sich die PLATTFORM von Portfoliosichtungen in Houston oder der Sichtung auf der 4.Triennale in Hamburg?
Wir arbeiten in erster Linie mit internationalen Experten zusammen, die uns Empfehlungen geben und wir laden dann aus diesen Nominierungen eine begrenzte Zahl von KünstlerInnen ein. Also keine freie Portfoliosichtung, bei der sich Fotografen einschreiben, sondern es findet eine Vorauswahl statt. Ich glaube wir haben dadurch eine hohe inhaltliche Dichte, weil wir von Seiten des Museums schon Interesse formuliert haben. Es ergibt sich eine andere Art des Dialogs.

Zu anderen Viewings zu gehen ist für mich aber auch die Möglichkeit, andere Struktur kennen zu lernen und zu schauen, was bei denen gut oder schlecht läuft. So ein bisschen positive Betriebsspionage, wenn man so will.

Bei der Portfoliosichtung in Hamburg hat es im Vorfeld keine Empfehlungen gegeben, sondern Fotografen haben sich frei eintragen?
Ja! Die Fotografen bezahlen dafür, dass sie zwanzig Minuten einen Viewer für sich haben. Ähnlich wie in Houston. Wir haben bei uns in Winterthur die Sache umgekehrt, weil wir gesagt haben, wir möchten nicht ungefiltert auf alles schauen. Das ist für uns nicht so sehr eine ästhetische oder gar wertende, sondern vor allem eine zeitökonomische Überlegung.

Sie sind voll ausgebucht auf der Triennale. Wie viele Portfolios werden Sie sehen?
Zwölft am Samstag und zehn am Sonntag, wenn alles so bleibt. Für jeweils zwanzig bis fünfundzwanzig Minuten.

Wie lange sollte ein Portfoliogespräch dauern?
Der Zeitraum ist ein guter Rahmen, in der die Fotografen und ich einiges sagen können. Manchmal möchte man ausführlicher werden, aber dann ist im Rahmen der Veranstaltungen oft noch Raum für Gespräche und Austausch. Auf der anderen Seite kann es aber auch den Moment geben, wo einem in wenigen Sekunden klar wird, dass die Positionen für einen selbst nicht interessant ist. Aber auch dann kann ich hoffentlich ein Feedback geben und klar machen, wie ich zu der Arbeit stehe und warum das nichts für mich ist.

Ist also schnell erkennbar, ob sich ein Fotograf in der Wahl seines Viewers geirrt hat?
Ich denke ja! Wenn man als Fotograf die Chance hat zwischen verschiedenen Viewern zu wählen, hat man auch die Pflicht – und die Möglichkeiten via Internet etc. sind ja da – sich umfassend zu informieren und man sollte dann unbedingt den Viewer wählen, der zu eigenen Position passt.

Fotografie als Inszenierung oder Fotografie als Reportage: Was wird Ihr Schwerpunkt sein?
Sagen wir mal: die zeitgenössische Fotografie im künstlerischen Bereich! Es gibt da gar nicht mehr so klare Unterschiede und das Spektrum ist weit. Es gibt Reportagen, die sehr fiktional sind oder es gibt Werbung die sich dokumentarische Prinzipien zunutze macht. Der Übergang ist oft fließend und ich hoffe, dass sich die Fotografen bei mir eingetragen haben, weil sie eine Nähe zum inhaltlichen Profil des Fotomuseum Winterthur sehen. Für das Museum habe ich eher einen weiten, facettenreichen Blick entwickelt, privat bin ich sicher eher in der Kunst zuhause.

Stichwort Mappe: Wie sollte eine Portfoliomappe gemacht sein?
In erster Linie handlich! Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Fotografen zur Sichtung nicht das Format der Veranstaltung berücksichtigen. Im Grunde genommen ist es ja ein Gespräch, das an einem Tisch stattfindet. Niemand muss mit Großabzügen kommen, um mir Details in seinen Bildern zu zeigen. Ich kann mit meiner Erfahrung schon abstrahieren, wenn mir ein Künstler sagt, sein Foto sei eigentlich für einen Meter mal einen Meter achtzig gedacht. Wer erst einmal Rollen umständlich arrangieren muss verliert aus meiner Sicht einfach wertvolle Zeit. Wenn mir jemand sein Dossier auf dem Notebook zeigen möchte, finde ich das aber auch in Ordnung. Ich bin da eigentlich offen, nur der Situation des Gesprächs angemessen sollte es sein.

Was sollte eine Mappe enthalten?
Auf keinen Fall zu viele Bilder oder zu wenige Bilder. Wer lediglich zehn Aufnahmen in seiner Mappe hat, kann ein ordentliches Votum schwer erwarten.

Zehn Fotografien sind zu wenig?
Sagen wir mal so: ich möchte gern eine wichtige Gruppe oder Serie sehen und zwei oder drei Ausschnitte von Arbeiten, die dorthin geführt haben. Die Hauptarbeit wird verständlicher, wenn ich den Weg dorthin wiederfinden kann. Außerdem möchte ich mir vorstellen können, was prospektiv die nächste Arbeit sein könnte.

Was ist mit ‚Arbeit’ gemeint?
Eine gute Frage. Künstlerische Fotografie bedeutet für mich eine Haltung zur Fotografie zu entwickeln und damit etwas in Bildern zu erzählen. Das kann dokumentarischer Natur sein oder als Inszenierung daherkommen. Die Haltung, oder auch die Bildsprache eines Fotografen, macht für mich den Kern der künstlerischen Fotografie aus, nicht unbedingt das einzelne Bild.

Fotomuseum Winterthur
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30. November 2007 1

Zehn Fragen an Viewer: Trine Skraastad

Trine Skraastad arbeitet als freie Artbuyerin in Hamburg und für sie gehören Portfoliosichtungen zum täglichen Geschäft. Artbuyer wählen bzw. suchen den passenden Fotografen oder Illustratoren für die visuelle Umsetzung einer Idee. Was der Bildredakteur für die Zeitschrift ist, das ist der Artbuyer für die Werbeagentur. Über Artbuying also funktioniert die Verbindung zwischen den freien Kreativen und der Agentur. (ein informativer Beitrag zum Thema Artbuying auf den Karriere-Seiten der Süddeutschen Zeitung)

Als Artbuyer allerdings ist man ein Stubenhocker. Währenden Fotografen im Auftrag der Artbuyer um die Welt reisen verbringen Artbuyer selbst ihre Tage mit Portfoliosichtungen, mit Recherche, mit der Fotografen-/ Illustratorenauswahl und -buchung, der Bilderbestellungen, den Kalkulationen und den Verhandlungen. Und das ist in den allermeisten Fällen Büroarbeit.Trine Skraastad hat ihr erstes Artbuying-Praktikum in New York gemacht, bevor sie als feste Artbuyerin bei Heye + Partner angefangen hat. Danach folgte der Posten als Studioleiterin bei Manu Agah und dann die Arbeit als Fotografenrepräsentantin. Heute ist Trine Skraastad freie Artbuyerin u.a. für Gruner+Jahr (Woman und VIEW), Kolle Rebbe, Mutabor Design, Philipp und Keuntje, TribalDDB und Saatchi & Saatchi.

Die aktuelle T-Home Kampagne ist für die Agentur Tribal DDB mit Trine Skraastad und mit dem Fotografen Jean Yves Lemoigne umgesetzt:

Trine Skraastad
Trine Skraastad

unsere zehn Fragen an Trine Skraastad:

Frage 01: Mit welchen Erwartungen fahren Sie zu einer Portfoliosichtung?
Ich fahre mit Neugier zur Sichtung und hoffe auf einen inspirierenden Tag mit den Fotofgrafen und Viewern. Auf überraschende, berührende und bleibende Bilder.

Frage 02: Wie helfen Sie dem Fotografen oder der Fotografin, den ersten Eindruck wieder gut zu machen?
Einfach gelassen bleiben. Denn grundsätzlich ist nicht der erste Eindruck das Entscheidende, sondern der Bleibende.

Frage 03: Ist sofort erkennbar, ob sich jemand in der Wahl seines Viewers geirrt hat?
Das Gute ist ja, dass sich der Fotograf vorab informieren kann. Er bekommt nicht wahllos einen Viewer an den Tisch gesetzt. Wenn der Fotograf sich seiner Fragen und Erwartungen bewusst ist, kann er gezielt die richtige Person ansprechen.
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28. November 2007 0

Zehn Fragen an Viewer: Stephanie Bunk

Die studierte Kulturwissenschaftlerin kennt das Spannungsfeld zwischen Kunst und Fotografie aus praktischer Erfahrung als Beraterin und Kuratorin und aus der Theorie durch ihre Lehrtätigkeit an der Universität Lüneburg. In der Galerie ‘raum für photographie‘ berät sie gemeinsam mit Friedrich Heinze leidenschaftliche Fotosammler, aber auch Einsteiger in dieses Fach, wobei der Schwerpunkt von ‘raum für photographie’ einerseits in der Vermittlung junger Fotokunst und andererseits in der Präsentation von thematisch aufgearbeiteten anonymen Vintage-Photographien liegt.

Um Photographien sinnvoll zu sammeln und in dem großen Angebot die für das jeweilige Interesse passenden Bilder herauszufiltern, benötigt man Wissen oder Gefühl. Wir versuchen beides zu vermitteln: ein Wissen über die Photographie und die Leidenschaft des Entdeckens und Sammelns von Photographien.

Last but not least: Stephanie Bunk ist auch Kuratorin der FREELENS Galerie in Hamburg, in der regelmäßig fotojournalistische Ausstellungen aus dem Umfeld von FREELENS stattfinden. (Steinhöft 5 in Hamburg) FREELENS ist die größte Fotojournalistenvereinigung in Deutschland. Stephanie Bunk war eine der Viewer bei der Portfoliosichtung am Samstag im G + J Pressehaus.

Stephanie Bunk - raum für photographie

unsere zehn Fragen an Stephanie Bunk:

Frage 01: Mit welchen Erwartungen fahren Sie zu einer Portfoliosichtung?
Weniger mit konkreten Erwartungen, als mit Lust am Schauen und an der Begegnung.

Frage 02: Wie helfen Sie dem Fotografen oder der Fotografin, den ersten Eindruck wieder gut zu machen?
Die Frage geht davon aus, dass man zunächst einmal enttäuscht wird. Aber es geht bei einer Sichtung weniger darum, dem Viewer zu gefallen oder seine Erwartungen zu befriedigen, sondern darum, ehrlich mit seiner eigenen Leistung umzugehen und dafür ein Feedback zubekommen.

Frage 03: Ist sofort erkennbar, ob sich jemand in der Wahl seines Viewers geirrt hat?
Ich denke auch, dass es keinen „falschen“ Viewer gibt, sondern das jeder Rat wertvoll sein kann. Es sei denn, man erhofft sich gleich einen Job oder eine Ausstellung, aber darin sehe ich nicht in erster Linie die Funktion einer Portfoliosichtung. Ihr Reiz liegt gerade darin, dass es sich nicht um eine Bewerbungssituation handelt.

Frage 04: Was ist der häufigste Fehler den Fotografen machen, wenn Sie zu einer Portfoliosichtung fahren?
Sich und auch den Viewer in die Situation zu bringen, dass es sich um ein Bewerbungsgespräch handelt, denn das führt auf beiden Seiten zu einer gewissen Verklemmtheit. Ich schätze mehr Offenheit und Ehrlichkeit im Umgang mit der eigenen Arbeit auf der Seite des Fotografen und ein Wissen um die Subjektivität aller Ratschläge und Einschätzungen auf beiden Seiten.
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