23. April 2008 0

Tschüs Hamburg … auf Wiedersehen Triennale

4. Triennale der PhotographieDas Fest ist gelaufen, die Party ist vorbei! Am letzten Tag der Triennale in Hamburg, am Abend bei der Abschlussparty im gelben Zelt habe ich mit allen gesprochen, die in den letzten Tagen und Wochen mit einem Interview auf bildwerk3 dabei waren. Alle haben unseren Fotografie-Blog ziemlich gelobt und versprochen zur ’5. Triennale der Photographie’ wiederum Rede und Antwort zu stehen – 2011 dann.

4. Triennale der Photographie Hamburg

Ich habe den Tag genutzt und mir noch ein paar Ausstellungen angesehen. Wobei ich an dieser Stelle zwei dicke Ausstellungsbesuchsempfehlungen geben möchte:

Ein bewegendes Thema, konzeptionelle Klarheit, absolute Disziplin bei der Umsetzung: die Arbeiten Walter Schels, mit Texten von Beate Lakotta; zu sehen im Kunsthaus Hamburg. Schels hat Sterbende vor und nach ihrem Tod fotografiert. Die Begleittexte von Beate Lakotta offenbaren fast ausschließlich tragische Schicksale: Menschen die auf Grund schwerer Krankheit früh, manchmal viel zu früh gestorben sind.

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17. April 2008 6

Fragen an Viewer: Thomas Seelig. Fotomuseum Winterthur

4. Triennale der PhotographieAm Samstag und am Sonntag (19.04. und 20.04.) finden auf der 4. Triennale die Portfoliosichtungen statt. Das Viewing mit Thomas Seelig war sehr früh bereits ausgebucht und Thomas Seelig wird an den zwei Tagen in Hamburg mehr als zwanzig Portfolios zu sichten und zu bewerten haben. Ich habe im Vorfeld Thomas Seelig nach seinen Schwerpunkten und Beweggründen, aber auch nach Empfehlungen und Chancen für Fotografen befragt – mein erstes Telefoninterview, technisch eine kleine Herausforderung. Thomas Seelig ist Kurator des Fotomuseum Winterthur, eines der renommiertesten Häuser für Fotografie in Europa.

Mit welchen Erwartungen fahren Sie zur Portfoliosichtung nach Hamburg?
Die Portfoliosichtungen sind aus der Sicht des Kurators eine Möglichkeit dort hinzuschauen, wo man normalerweise nicht hinsieht. Man bekommt im Museum sehr viele Dossiers zu sehen, die in irgendeiner Weise recht abstrakt bleiben, da man die Person dahinter nicht kennenlernt. Das ist manchmal von Nachteil, wenn man davon ausgeht, das Werk und Fotograf eine Einheit bilden.

Im alltäglichen Geschäft ist man mit so vielen Dingen befasst, dass kaum Zeit und Gelegenheit bleibt, sich ausführlich mit Dossiers auseinanderzusetzen. Da sind die zwanzig formalisierten Minuten ein guter Rahmen. Vorausgesetzt, dass mich das Material und die Person die dahinter steht interessieren, ergibt sich dann zu einem späteren Zeitpunkt vielleicht die Gelegenheit, das Gespräch fortzusetzen.

Kommunizieren Sie dann auch, wenn Sie etwas nicht interessiert?
Ich sage dann, dass ich persönlich nicht so viel damit anfangen kann, mir aber vorstellen kann, dass die Bilder beispielsweise für einen Bildredakteur oder für eine Stockagentur interessant sein könnten. Mir ist es einmal beim FotoFest in Houston passiert, wo ich gemerkt habe, dass sich die Person gar nicht vorbereitet haben, wer ihm da eigentlich gegenübersitzt.

Thomas Seelig fotografiert von Johanna Bossart
Thomas Seelig fotografiert von Johanna Bossart

Wie oft im Jahr fahren Sie zu einer Portfoliosichtung?
Extern mache ich das relativ selten. Vielleicht alle zwei Jahre. Aber es gibt hier im Fotomuseum Winterthur eine eigene Veranstaltungsreihe, die heißt PLATTFORM und findet einmal im Jahr jeweils Ende Januar statt. Mit einer etwas anderen Herangehensweise. Auf die wir vielleicht später noch einmal eingehen können.

Sind Ihre Erwartungen auch die Erwartungen des Fotomuseums?
Das deckt sich, ja. Wir veranstalten unsere PLATTFORM ja mit ähnlichen Intentionen.

Wie unterscheidet sich die PLATTFORM von Portfoliosichtungen in Houston oder der Sichtung auf der 4.Triennale in Hamburg?
Wir arbeiten in erster Linie mit internationalen Experten zusammen, die uns Empfehlungen geben und wir laden dann aus diesen Nominierungen eine begrenzte Zahl von KünstlerInnen ein. Also keine freie Portfoliosichtung, bei der sich Fotografen einschreiben, sondern es findet eine Vorauswahl statt. Ich glaube wir haben dadurch eine hohe inhaltliche Dichte, weil wir von Seiten des Museums schon Interesse formuliert haben. Es ergibt sich eine andere Art des Dialogs.

Zu anderen Viewings zu gehen ist für mich aber auch die Möglichkeit, andere Struktur kennen zu lernen und zu schauen, was bei denen gut oder schlecht läuft. So ein bisschen positive Betriebsspionage, wenn man so will.

Bei der Portfoliosichtung in Hamburg hat es im Vorfeld keine Empfehlungen gegeben, sondern Fotografen haben sich frei eintragen?
Ja! Die Fotografen bezahlen dafür, dass sie zwanzig Minuten einen Viewer für sich haben. Ähnlich wie in Houston. Wir haben bei uns in Winterthur die Sache umgekehrt, weil wir gesagt haben, wir möchten nicht ungefiltert auf alles schauen. Das ist für uns nicht so sehr eine ästhetische oder gar wertende, sondern vor allem eine zeitökonomische Überlegung.

Sie sind voll ausgebucht auf der Triennale. Wie viele Portfolios werden Sie sehen?
Zwölft am Samstag und zehn am Sonntag, wenn alles so bleibt. Für jeweils zwanzig bis fünfundzwanzig Minuten.

Wie lange sollte ein Portfoliogespräch dauern?
Der Zeitraum ist ein guter Rahmen, in der die Fotografen und ich einiges sagen können. Manchmal möchte man ausführlicher werden, aber dann ist im Rahmen der Veranstaltungen oft noch Raum für Gespräche und Austausch. Auf der anderen Seite kann es aber auch den Moment geben, wo einem in wenigen Sekunden klar wird, dass die Positionen für einen selbst nicht interessant ist. Aber auch dann kann ich hoffentlich ein Feedback geben und klar machen, wie ich zu der Arbeit stehe und warum das nichts für mich ist.

Ist also schnell erkennbar, ob sich ein Fotograf in der Wahl seines Viewers geirrt hat?
Ich denke ja! Wenn man als Fotograf die Chance hat zwischen verschiedenen Viewern zu wählen, hat man auch die Pflicht – und die Möglichkeiten via Internet etc. sind ja da – sich umfassend zu informieren und man sollte dann unbedingt den Viewer wählen, der zu eigenen Position passt.

Fotografie als Inszenierung oder Fotografie als Reportage: Was wird Ihr Schwerpunkt sein?
Sagen wir mal: die zeitgenössische Fotografie im künstlerischen Bereich! Es gibt da gar nicht mehr so klare Unterschiede und das Spektrum ist weit. Es gibt Reportagen, die sehr fiktional sind oder es gibt Werbung die sich dokumentarische Prinzipien zunutze macht. Der Übergang ist oft fließend und ich hoffe, dass sich die Fotografen bei mir eingetragen haben, weil sie eine Nähe zum inhaltlichen Profil des Fotomuseum Winterthur sehen. Für das Museum habe ich eher einen weiten, facettenreichen Blick entwickelt, privat bin ich sicher eher in der Kunst zuhause.

Stichwort Mappe: Wie sollte eine Portfoliomappe gemacht sein?
In erster Linie handlich! Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Fotografen zur Sichtung nicht das Format der Veranstaltung berücksichtigen. Im Grunde genommen ist es ja ein Gespräch, das an einem Tisch stattfindet. Niemand muss mit Großabzügen kommen, um mir Details in seinen Bildern zu zeigen. Ich kann mit meiner Erfahrung schon abstrahieren, wenn mir ein Künstler sagt, sein Foto sei eigentlich für einen Meter mal einen Meter achtzig gedacht. Wer erst einmal Rollen umständlich arrangieren muss verliert aus meiner Sicht einfach wertvolle Zeit. Wenn mir jemand sein Dossier auf dem Notebook zeigen möchte, finde ich das aber auch in Ordnung. Ich bin da eigentlich offen, nur der Situation des Gesprächs angemessen sollte es sein.

Was sollte eine Mappe enthalten?
Auf keinen Fall zu viele Bilder oder zu wenige Bilder. Wer lediglich zehn Aufnahmen in seiner Mappe hat, kann ein ordentliches Votum schwer erwarten.

Zehn Fotografien sind zu wenig?
Sagen wir mal so: ich möchte gern eine wichtige Gruppe oder Serie sehen und zwei oder drei Ausschnitte von Arbeiten, die dorthin geführt haben. Die Hauptarbeit wird verständlicher, wenn ich den Weg dorthin wiederfinden kann. Außerdem möchte ich mir vorstellen können, was prospektiv die nächste Arbeit sein könnte.

Was ist mit ‚Arbeit’ gemeint?
Eine gute Frage. Künstlerische Fotografie bedeutet für mich eine Haltung zur Fotografie zu entwickeln und damit etwas in Bildern zu erzählen. Das kann dokumentarischer Natur sein oder als Inszenierung daherkommen. Die Haltung, oder auch die Bildsprache eines Fotografen, macht für mich den Kern der künstlerischen Fotografie aus, nicht unbedingt das einzelne Bild.

Fotomuseum Winterthur
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15. April 2008 0

Keiner träumt, was ihn nicht angeht

4. Triennale der PhotographieUlrike Klug habe ich auf der PICTA 2008 in Hamburg getroffen und wir haben diesen Beitrag für bildwerk3 verabredet. Es geht um Essen und um um Anschauen und um die wahrscheinlich vornehmste Aufgabe einer Galeristin: zu vermitteln. ‘kulturreich’ ist eine junge Hamburger Institution, die zwischen Wirtschaft und Kultur einen Interessenausgleich schafft: damit Räume frei werden für Künstler sich zu entwickeln und damit sich Räume gleichzeitig füllen, mit nichts weniger als Kunst.

Das Programm von ‘kulturreich’ zur Triennale kann man hier nachlesen; mein Favorit noch in dieser Woche: das Expertengespräch über „Food-Fotografie“ am Donnerstag mit Antje Elmenhorst (Bildredakteurin), Reinhard Hunger (Fotograf) und Volker Hobl (Food-Stylist).

bildwerk3 Fragen an Ulrike Klug

‚kulturreich’ steht für die Vermittlung von Wirtschafts- und Kulturinteressen. Ist eine Balance möglich, bei der niemand benachteiligt wird?
Das ist auf jeden Fall möglich, sofern im Vorwege die Zielrichtungen klar und deutlich zwischen Künstler und Unternehmen kommuniziert und vereinbart wurden. Insbesondere für Künstler, die der Betriebswirtschaft nicht so nahe stehen, ist es äußerst wichtig, sich umfassend zu informieren, um nicht vor den Karren gespannt zu werden. Andererseits müssen sich Unternehmen auch vor manchmal unverhältnismäßigen Forderungen seitens der Künstler schützen. ‘kulturreich’ baut als Schnittstelle Brücken, die beide Parteien betreten können.

© Markus Bassler / Anja Jahn
© Markus Bassler / Anja Jahn

Der Beitrag von ‘kulturreich’ zur Phototriennale ist ein kulinarischer und ein fotografischer. Viele Mäuse mit zwei Sorten Speck?
Provokant gefragt, auf die Idee könnte man natürlich kommen. Aber der Ansatz von ‘kulturreich’ beruht darauf aktuelle gesellschaftliche Phänomene zu hinterfragen und erlebbar zu machen. Wenn man so will, nehmen wir erst den Medienzirkus der Kulinarik fotografisch und anschließend praktisch auseinander.

Es sind wunderbare sezierende Arbeiten entstanden, die zeigen, was sonst in der „Lecker Teller“-Fotografie ausgeblendet wird, eine Hommage an die alten Meister ist dabei und einiges zum Schmunzeln. Beim Anblick der Fotografien läuft einem nicht unbedingt das Wasser im Mund zusammen … und das ist ganz gut so… Jagen, Töten und Zerlegen von Tieren fallen ebenso wenig unter den Tisch, wie der Blick auf den restlichen inflationären Kulinarik-Hype. Dafür gibt es im ‘kulturreich Salon’ nebenan wirklich leckere Dinge zu sehen und zu kosten.

Muss man, um Kunst zu verkaufen, das Ereignis also gleich mitliefern?
Das denke ich nicht. Ich veranstalte allerdings keine puren Verkaufsausstellungen und bin da vermutlich die falsche Ansprechpartnerin. Eines ist aber sicher: Keiner träumt, was ihn nicht angeht. Aus diesem Grund gehen wir unsere Projekte grundsätzlich ganzheitlich an. Wir wollen die Relevanz der Ausstellungen und Kunstprojekte mit unseren Veranstaltungen untermauern und lebendig machen. Wie eben auch bei unserer aktuellen Ausstellung „Aufgetischt – fotografische Inszenierungen des Genusses“.

Wie wichtig ist Fotografie für ‚kulturreich’ und welche Rolle spielt Fotografie überhaupt im allgemeinen Kunstkontext?
Fotografie ist ein wesentlicher Schwerpunkt in unserer ‘kulturreich Galerie’, wir haben aber generell zeitgenössische Kunst im Blickpunkt und laden Künstler ein, die sich mit aktuellen Phänomenen auseinandersetzen, wie etwa unsere Eröffnungsausstellung mit den „Star shots 2“ von der Berliner Künstlerin Kathrin Günter, in der sie das abgekartete Spiel zwischen Star und Paparazzi mit Selbstinszenierungen thematisiert. Aber auch in der Projektarbeit für unsere Kunden kommt das Fotografie-Know how zum tragen. Wir engagieren uns zum Beispiel mit bei der diesjährigen internationalen Portfoliosichtung für Fotografen im Rahmen der Hamburger Phototriennale oder stehen dem Verlag Gruner + Jahr bei der Realisierung des neuen G+J photo award, dem Nachwuchspreis für Profifotografen, zur Seite.

Die Frage nach der Rolle der Fotografie im Kunstkontext zu beantworten würde wahrscheinlich den hier zur Verfügung stehenden Rahmen deutlich sprengen. Selbstverständlich spielt sie aber eine große Rolle und ist unlängst als Kunstform anerkannt, bereits im Zeitalter der Reproduzierbarkeit und auch jetzt im Zeitalter der Digitalisierung.

Wer am Donnerstag (17.04. um 19.00 Uhr) zu ‚kulturreich’ in die Wexstraße 28 kommt, kann bei einem Expertengespräch zum Thema ‚Food-Fotografie’ dabei sein. Was hat klassische Werbung mit Kunst zu tun? Ist es die Lust an Farben, Formen und an großen Formaten?
Erst mal hat es nicht wirklich viel miteinander zu tun, außer, dass sich die Werbung wie ein Trüffelschwein bei der Kunst bedient – ansonsten gilt: Werbung ist keine Kunst. Was aber nicht ausschließen soll, dass Werbefotografen nicht auch Künstler sein können … davon kann man sich in der Ausstellung ein deutliches Bild machen.

© Ulrike Holsten. Männer
© Ulrike Holsten. Männer

Hat sich der Umgang der Unternehmen mit zeitgenössischer Kunst und mit Kultur in den letzten, sagen wir mal zehn Jahren maßgeblich geändert?
Kultursponsoring hat Hochkonjunktur. Es zeichnet sich ein Trend der zunehmenden Instrumentalisierung von Kunst und Kultur ab. Unternehmen, die bewusst ihrem mäzenatischen Konzept treu bleiben, also nicht nach dem Return of Investment fragen, finden wird heute hingegen prozentual gesehen seltener. Die Zahl und der Umfang von unternehmerischer Kulturförderung sind hingegen in den letzten Jahren erfreulich gewachsen. Unternehmen nutzen die Kunstförderung gern zur Imageförderung und auch zum Aufpolieren des Markenprofils. Künstler und Kulturinstitutionen profitieren davon. Auch werden die Kooperationen immer experimentierfreudiger und erlebbarer für die Zielgruppen – ein Spezialgebiet von ‘kulturreich’.

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11. April 2008 0

Hamburg und Fotografie

4. Triennale der PhotographieZur 4. Triennale der Photographie in Hamburg habe ich Aussteller und Galeristen um ein kurzes Statement zu: ‘Fotografie und Hamburg‘ gebeten. Was hat Fotografie mit Hamburg zu tun? Was bedeutet Ihnen Hamburg? … und Antworten bekommen.

Vielleicht können wir in den nächsten Tagen noch ein paar Eindrücke aus der Triennalestadt einsammeln und hier an dieser Stelle veröffentlichen: als Kommentar oder gern auch als Ergänzung zum Beitrag (bitte mailen!)

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“Hamburg hat für mich in erster Linie als „Pressestadt“ mit Fotografie zu tun. Gute Pressefotografie kann in meinen Augen mehr ausdrücken, als ein langer Filmbericht. Die Konzentration im „eingefrorenen“ Bild gibt dem Betrachter Zeit sich mit dem dargestellten Thema auseinanderzusetzen. Weiterhin ist Hamburg weltoffen und zieht internationales Publikum an, was mir mit meiner internationalen Galerie zu Gute kommt und natürlich auch den anderen kulturellen Einrichtungen.”

Marion Zimmermann
Marziart Internationale Galerie

© Christoph Damm
© Christoph Damm bei Marziart Internationale Galerie

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“Williamsburg/New York zeigt eine sehr starke Ähnlichkeit zu dem Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg. Diese auffälligen Ähnlichkeiten auszuloten war Anlass für die ‘Kent Avenue’ Serien. Wilhelmsburg litt wie Williamsburg über Jahre an dem Image des “Ghettos”.

Nun haben ‘Ghettos’ neben vielerlei Unannehmlichkeiten die Faszination des Freiraums. Gentrifizierungen dieser Stadtviertel haben weltweit gezeigt, daß wenig von jenen zarten Pflänzchen übrig bleibt, welche aus dem ‘Ghetto’ selbst erwachsen waren. ‘Kent Avenue revisited’ sind Photographien, die eine eben wegbrechende Stimmung im Viertel festzuhalten versuchen. Der Verlust dieser Atmosphäre scheint für die neu Zuziehenden leicht zu verschmerzen – bis eines Tages dann ein weiterer uniformer Stadtteil entstanden ist . Worauf sich die Suche nach einem neuen Freiraum wiederholt.”

Werner Schaarmann
Produzentengalerie im Atelier Werner Schaarmann

© Werner Schaarmann
© Werner Schaarmann. Kent Avenue – Photographien entlang einer Strasse in Williamsburg/Brooklyn/NY

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“Hamburg gehört sicherlich zu den Städten Deutschlands, die die schönsten und fotogensten Motive zu bieten hat: Der Hafen, die innovativen Architekturensembles, aber auch die zahlreichen Grünanlagen inmitten einer pulsierenden Metropole.

Die internationale gartenschau hamburg 2013 gmbh präsentiert in ihrer Kapelle auf dem zukünftigen Gartenschaugelände in Wilhelmsburg zur 4. Triennale der Photographie überraschende Ansichten junger Hamburger Künstler. Allen gemeinsam ist, dass sie das Medium Fotografie zur Befragung des Verhältnisses Mensch – Umwelt bzw. Kultur – Natur einsetzen. Die Ausstellung illustriert noch bis 27. April die Vielfalt heutiger Positionen innerhalb der Fotokunst, auch in Hamburg.”

Ina Heidemann
Projektkoordination Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

10. April 2008 2

Tickets gewonnen!

4. Triennale der PhotographieDie Gewinner unserer kleinen Aktion mit den Triennale-Tickets stehen fest. Die Glücklichen dürfen im Rahmen der Laufzeit der Ausstellungen – ich hab noch einmal genau nachgelesen: alle Ausstellungen in den Museen gehen länger als die Triennale dauert – die Museen beziehungsweise Ausstellungsorte besuchen. Wir wünschen fotografische Seherlebnisse!

© Candida Höfer
© Candida Höfer – Ausstellungsort: Freie Akademie der Künste

Die Gewinner:
marco – qnibert@xyz.net
joni brandy – jonibrandy@xyz.de
karen – info@xyz.de

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4. Triennale der Photographie – Programm

4. Triennale der PhotographieDas aktuelle (Rahmen-)Programm der Triennale, die morgen in Hamburg beginnt und bis zum 20. April gehen wird, haben wir hier auf einer Sonderseite zusammengefaßt. Wer das ganze Programm einschließlich aller Ausstellungsorte sucht, findet auf den Seiten der Triennale umfangreiches Text und Bildmaterial. Handlicher, übersichtlicher und zum Ausdrucken am Büro-PC auch der Triennale-Guide. Meine Empfehlung zum Mitnehmen!

© Dörte Eißfeldt. Cumulus
© Dörte Eißfeldt. Cumulus – Palais für aktuelle Kunst /Kunstverein Glückstadt

BLITZLICHT

im Zelt auf dem Deichtorplatz
Deichtorplatz 1-2 / 20095 Hamburg

Freitag, 11. April 2008, 21 Uhr
Es muß ein Bild entstehen. Fotografie Hamburg Ein Gespräch mit dem Regisseur Tom Krausz und dem Produzenten Oliver Lähndorf

Sonntag, 13. April 2008, 21 Uhr
Hans-Michael Koetzle, München präsentiert junge internationale Fotografen.

Montag, 14. April 2008, 21 Uhr
Andrea Holzherr, Paris stellt Fotografen aus Schweden, Norwegen und Finnland vor.

Dienstag, 15. April 2008, 21 Uhr
Josefine Raab, Stuttgart, Inititatorin des jährlichen Fotowettbewerbs „Was ist wichtig?“, stellt vor: Tamara Lorenz – so oder so oder so; Margret Hoppe – Vergangenheit im Gegenwärtigen

Mittwoch, 16. April 2008, 21 Uhr
Ruth Eichhorn, Geschäftsführende Redakeurin Fotografie der Zeitschrift GEO stellt Arbeiten chinesischer Fotografen vor.

Donnerstag, 17. April 2008, 21 Uhr
Jim Casper, ein Amerikaner, der in Paris lebt und arbeitet,stellt unbekannte, junge Fotografen vor.

Freitag, 18. April 2008, 21 Uhr
Alessandra Capodacqua, Florenz stellt Arbeiten italienischer Fotografen vor.

Samstag, 19. April 2008, 21 Uhr
PhotoFestivalUnion präsentiert. Sieben Mitglieder von PhotoFestivalUnion stellen die Europäischen Fotofestivals vor.

© Benjamin Katz
© Benjamin Katz. Baselitz – bei Elke Dröscher Kunstraum Falkenstein

SONDERVERANSTALTUNGEN

im Zelt auf dem Deichtorplatz
Deichtorplatz 1-2 / 20095 Hamburg

Samstag, 12. April 2008, 10 – 17 Uhr
FreeLens Vollversammlung (nicht öffentlich)

Samstag, 12. April 2008, 12 – 18 Uhr
3 geführte Galerientouren durch jeweils 4-6 Ausstellungen Anfragen und Anmeldungen ab 1. April 2008 unter: info@galerien-in-hambung.de
Kosten pro Teilnehmer zu Fuß/mit HVV 10.- Euro (erm. 5.- Euro) mit Bustransfer 12.- Euro (erm. 6.- Euro)

Samstag, 12. April 2008, 21 Uhr
Pilsner Urquell präsentiert: „Best of Show“Ausstellung der International Photography Awards 2007

© Eric Lusito - Vestiges militaires und Installation
© Eric Lusito, Frankreich – Vestiges militaires und Installation – Sternwarte Hamburg Bergedorf

SYMPOSIUM

im Zelt auf dem Deichtorplatz
Deichtorplatz 1-2 / 20095 Hamburg

Sonntag, 13. April 2008, 11 – 17 Uhr
Eintritt: 5.- Euro oder mit Triennale-Ticket
Say cheese – Über das Lächeln in der Fotografie
Referenten: Prof. Dr. Jonathan Cole, Prof. Dr. Martin Schuster,Walter Schels, Anke Heelemann, Angus Trumble und Hartmut Pohling

GESPRÄCHE AM RUNDEN TISCH
im Zelt auf dem Deichtorplatz
Deichtorplatz 1-2 / 20095 Hamburg

Dienstag, 15. April 2008, 19 Uhr
In Between. Fotografie zwischen Kunst und Report. Eine Standortbestimmung.
Michael Diers im Gespräch mit Thomas Weski, Tom Holert, Peter Bialobrzeski und Thomas Hoepker

Montag, 14. April 2008, 18 – 20 Uhr
Über die Haltbarkeit von Fotografien und Ink-Jet Drucken
Chancen, Risiken und Möglichkeiten digitaler Ink-Jet Systeme im Vergleich zu klassischen Silbergelatine-Prints. Martin Jürgens im Gespräch mit Klaus Pollmeier, Jürgen Müller, Dietmar Wueller und Andreas Stephan.

Samstag, 19. April 2008, 20 Uhr
Zukunft Fotofestival
Henriette Väth-Hinz im Gespräch mit Krzysztof Candrowicz, Mindaugas Kavaliauskas, Enrica Viganò, Aristeidis Kontogeorgis und Paul Wombell.


© Sharon Lockhart. Lunch Break Installation
© Sharon Lockhart. Lunch Break Installation – Kunstverein Hamburg

WORKSHOPS

16. und 17. April 2008, 15 – 17 Uhr
Bilder und Fine-Art Drucke einfach und professionell mit Epson Ink-Jet Druckern erstellen
Anmeldung unter: www.printacademy.de / phototriennale
Veranstaltungsort: Zelt auf dem Deichtorplatz

19. und 20. April 2008, 9.30 – 18 Uhr
Vom Licht gezeichnet: Erlernen des Salzpapierverfahrens
Martin Jürgens, Fotorestaurator, Hamburg bietet einen Workshop an zur Herstellung von Kalotypien (Negativ- und Positiv-Fotografien nach dem Salzpapierverfahren)
Anmeldung unter: www.phototriennale.de / Workshops
Veranstaltungsort: Dunkelkammer: Haus der Photographie

18. – 20. April 2008
Ausstellungskonzeption
Projektmanagement für FotografInnen: Vorbereitung und Durchführung einer Ausstellung. Ein Wochenend-Workshop mit Valérie Wagner, Fotokünstlerin
Anmelden unter: info@valerie.wagner.de
Veranstaltungsort: Museum für Kunst und Gewerbe

7. April 2008 0

Triennaletouren – von Galerie zu Galerie

4. Triennale der PhotographieVeranstaltet werden die Galerientouren – per Bus, per Bahn oder zu Fuß – vom ‘Verein Galerien für Hamburg e.V.’ am Samstag den 12.04.2008 von 12.00 – 18.00 Uhr im Rahmen der 4. Triennale der Photographie. Wir geben den Hinweis schon heute einmal, weil Anmeldungen erwünscht und nötig sind: Zum Programm gehört der Besuch von 17 Galerien und Ausstellungsorten auf vier geführten Touren; das Programm inklusive einer Auflistung aller möglichen ‘Mitfahrgelegenheiten’ ist auf der entsprechenden Seite des Vereins nachzulesen.

© Bertien van Manen
© Bertien van Manen ‘Retrospektive’ bei Robert Morat Galerie für Photographie – auch auf der Galerie-Bus-Tour Nr. 1, geleitet von Charlotte Brinkmann