Nachwuchsfotografen
Martin Scott hat sich als Autodidakt selbständig gemacht. Seine Ausbildung hat er aus familiären Gründen beenden müssen. Scott lebt und arbeitet in Krefeld.
Martin Scott im Bw3-Nachwuchsfotografen-Interview:
Marko Radloff/Bildwerk3: Studium, Ausbildung oder Assistenz: Was hast Du selbst unternommen? Was hast Du selbst noch vor?
Martin Scott: Meine Ausbildung musste ich abbrechen da meine Tochter zur Welt kam ... eine Rückkehr in den Betrieb wäre nicht mehr möglich gewesen.
Ich habe kurzerhand beschlossen, mich selbständig zu machen!
Wie würdest Du Deine bisherigen fotografischen Arbeiten charakterisieren? Nenne fünf Adjektive.
autobiographisch, fantasievoll, witzig, politisch, krank
Vom Juristen zum Profifotografen? Nikolaus Grünwald verfolgt dieses Ziel seit vier Jahren und ist dabei ziemlich erfolgreich: ohne Assistenz, ohne Studium und ohne Ausbildung.
Grünwald lebt und arbeitet in Stuttgart. Im Moment fotografiert und plant er eine Fashion-Editorial-Strecke, die ihn künstlerisch weiterbringt ...
Marko Radloff/Bildwerk3: Studium, Ausbildung oder Assistenz: Was hast Du selbst unternommen? Was hast Du selbst noch vor?
Nikolaus Grünwald: Zum ersten Teil kann ich nur bedingt etwas sagen, da ich mein Studentenleben sinnvollerweise mit dem Erwerb von beiden juristischen Staatsexamina verbracht habe. Seitdem ich dann – ebenfalls sinnvollerweise - mit Studienende festgestellt habe, dass ich in diesem Beruf nicht arbeiten möchte, befinde ich mich in der fotografischen Selbstausbildung.
Ich habe erst zwei mal jeweils einen Tag assistiert. Das meiste lerne ich, indem ich Dinge ausprobiere, dann schaue, was mir gefällt und was nicht und mir dann Lösungen für die Dinge überlege, die mir nicht gefallen. Oder ich analysiere Bilder, die ich interessant finde und versuche zu verstehen, wie was entstanden ist.
Wie würdest Du Deine bisherigen fotografischen Arbeiten charakterisieren?
Ich versuche, mit meinen Bildern eine Geschichte zu erzählen. Grundsätzlich bin ich aber kein Freund von Selbstcharakterisierungen. Entscheidend (und auch viel spannender) ist doch, ob andere Menschen den Bildern Charakteristika abgewinnen können.
Milos Djuric hat bereits für die Berliner Zeitung, die ZEIT und Spiegel Online gearbeitet und ist Gründungsmitglied des enarro Journalistenkollektivs.
Djuric studiert Fotojournalismus an der FH in Hannover und gewann beim Canon ProfiFoto Föderpreis 2010.
Studium, Ausbildung oder Assistenz: Was hast Du selbst unternommen? Was hast Du selbst noch vor?
Derzeit studiere ich Fotojournalismus an der FH in Hannover. Ich habe das Studium vor drei Jahren begonnen und hoffe es in den nächsten zwei Jahren abschließen zu können.
Assistiert habe ich bisher nicht, ich habe mich nie darum gekümmert und es hat mich nie jemand gefragt. Tendenziell nehmen sich Fotojournalisten auch eher selten Assistenten mit auf einen Job.
Wie würdest Du Deine bisherigen fotografischen Arbeiten charakterisieren? Nenne fünf Adjektive.
unerfahren, spontan, nah, subjektiv, klar
Steffen Roth hat in seiner kurzen Zeit als Fotograf bereits Franz Müntefering, Karl-Theodor zu Guttenberg, Daniel Barenboim, Udo Lindenberg und Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller porträtiert – unter anderem als Auftragsarbeiten für ZEIT und STERN.
Der 1978 geborene Fotograf Steffen Roth hat seine Ausbildung beim Lette-Verein gemacht und lebt und arbeitet heute in Berlin. Roth ist Gewinner des Canon-Profifoto-Förderpreises und des G+J Photo Awards.
Studium, Ausbildung oder Assistenz: Was hast Du selbst unternommen? Was hast Du selbst noch vor?
Hinter mir liegt eine Ausbildung am Berliner Lette-Verein, die ich 2005 beendet habe. That´s it.
Wie würdest Du Deine bisherigen fotografischen Arbeiten charakterisieren? Nenne fünf Adjektive.
dokumentarisch, zuweilen hintersinnig, die Portraits würde ich vielleicht unter klassisch einsortieren, aber im Grunde ist es mir lieber wenn andere Leute meine Arbeit charakterisieren.
Gibt es etwas, das Du als Dein fotografisches Thema bezeichnen würdest?
Sehnsucht ist ein Thema dass sich durch mehrere meiner Arbeiten zieht.
Christian Frumolt findet seine Inspiration bei Reisen rund um den Globus. Frumolt ist Gewinner des Canon-Profifoto Förderpreises, in seinem Portfolio befinden sich Arbeiten, die bei Reisen mit dem Extremsportler Norman Bücher entstanden sind.
Marko Radloff/Bildwerk3: Studium, Ausbildung oder Assistenz: Was hast Du selbst unternommen? Was hast Du selbst noch vor?
Ich habe an der Freien Fotoschule Stuttgart studiert. Ich versuche viel zu reisen. Den Extremsportler Norman Bücher habe ich im Himalaya in Indien und Nepal, sowie in der Wüste Atacama in Chile mit meiner Kamera begleitet.
Für die Zukunft sind weitere Reisen geplant.
Wie würdest Du Deine bisherigen fotografischen Arbeiten charakterisieren? Nenne fünf Adjektive.
Ich möchte meine Arbeiten nicht selber beurteilen. Das sollen andere tun.
Gibt es etwas, das Du als Dein fotografisches Thema bezeichnen würdest?
Ganz klar "People".
Ist Fotografie Deine Hauptsache? Oder gibt es für Dich noch andere Kreativtechniken?
Momentan dreht sich alles um Fotografie. Aber Menschen ändern sich ja vielleicht ...
Die Fotografin Jennifer Odumade hat an der Fachhochschule Dortmund Fotodesign studiert und möchte als Fotografin international tätig werden. Die Canon Profifoto-Förderpreisträgerin lebt und arbeitet heute als Freiberuflerin in Dortmund.
Marko Radloff/Bildwerk3: Studium, Ausbildung oder Assistenz: Was hast Du selbst unternommen? Was hast Du selbst noch vor?
Jennifer Odumade: Ich habe an der Fachhochschule Dortmund Fotodesign studiert. Das ist eine gute Basis, wichtiger ist aber das praktische Arbeiten an eigenen Projekten und Ideen.
Mein Ziel ist es international zu arbeiten, um dort mithalten zu können, muss man sich ständig weiterentwickeln und Neues lernen. Ein abgeschlossenes Studium ist da sicher erst der Anfang.
Wie würdest Du Deine bisherigen fotografischen Arbeiten charakterisieren? Nenne fünf Adjektive.
Es fällt schwer die eigene Arbeit zu charakterisieren, da fehlt ein bisschen der Abstand, außerdem habe ich an zum Teil sehr unterschiedlichen Projekten gearbeitet.
Allen Arbeiten gemeinsam ist sicherlich, dass sie eher still und beschreibend sind. Meine Fotografie ist zurückhaltend und sensibel, manchmal auch ein wenig poetisch.
Selina Pfrüner hat 2010 ihr Diplom an FH in Dortmund gemacht – Kommunikatiosdesign mit Fachrichtung Fotodesign. Pfrüner gewann bereits 2008 den Canon-Profifoto-Förderpreis mit ihrer Serie «Einbettzimmer», die hier bei Bildwerk3 zu sehen ist ...
Marko Radloff/Bildwerk3: Studium, Ausbildung oder Assistenz: Was hast Du selbst unternommen? Was hast Du selbst noch vor?
Selina Pfrüner: Meiner Meinung nach führen viele Wege zum Ziel. Für mich war es der Diplomstudiengang Kommunikationsdesign mit der Fachrichtung Fotodesign an der FH Dortmund kombiniert mit Praktika, einem Praxissemester in Neuseeland und jahrelangen freien Assistenzen deutschlandweit.
Im Studium steht vor allem die Auseinandersetzung mit dem Bild, seiner Wahrnehmung und dem medialen Zusammenhang im Vordergrund; die Technik wird vorausgesetzt. Die Fotoassistenz verbindet die technische mit der praktisch-angewandten Seite und stellt so die noch fehlende Verbindung zum Branchenalltag her.
Auf diese Weise konnte ich konzeptuell und kreativ arbeiten, da ich mir die technischen Voraussetzungen parallel aneignete. Glücklicherweise hatte ich die Chance, vielen unterschiedlichen Fotografen zu assistieren und somit verschiedene Herangehensweisen sowie Kamera- und Lichtequipment kennenzulernen. Bereits während des Studiums konnte ich erste Auftragsarbeiten ausführen und mich somit in der Branche auszuprobieren.
Wie würdest Du Deine bisherigen fotografischen Arbeiten charakterisieren? Nenne fünf Adjektive.
respektvoll, reduziert, leise, direkt, kontemplativ


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