22. Juni 2010 6

Nachtrag: die Gewinner

Beim Lumix Festival für jungen Fotojournalismus in Hannover waren drei Preise zu vergeben – sieht man einmal davon ab, dass dabei sein zu dürfen auch schon ein Gewinn ist: den Freelens-Award hat der italienische Fotograf Davide Monteleone für seine Geschichte »Northern Caucasus« gewonnen und damit auch das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro, den mit 1.000 Euro dotierten Publikumspreis hat Thomas Lekfeldt für seine Geschichte »A Star in the Sky« bekommen und der Preis für die beste multimediale Produktion ging an die amerikanische Fotografin Ilana Panich-Linsman.

Bleibt mir nur noch, die Gewinner unserer Verlosaktion bekannt zu geben. Vielen Dank an alle, die mit gemacht und die Reihe zum Lumix Festival mit ihren Kommentaren bereichert haben. Gewinnen können leider nur drei und gewonnen haben: Thomas Lobenwein, Christian Ernst und Alexander Spanke

Herzlichen Glückwunsch! Die Gewinner dürfen sich in den nächsten Tagen auf Post von Bildwerk3 freuen: den Katalog zum Lumix Festival 2010. Bis zum nächsten mal …

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21. Juni 2010 3

Fotograf Heinrich Völkel: The Terrible City – Gaza 2009

Vom Krieg in Betonburgen erzählt die Arbeit des Fotografen Heinrich Völkel. Völkel hat den Gazastreifen 2009 bereist und von dort Bilder der Zerstörung mitgebracht: eine schaurige Kulisse zwischen der die Menschen umherlaufen. Wer soll das jemals wieder geraderücken, aufräumen, neu errichten? Die Bilder können darauf keine Antworten geben – sie hinterlassen aber eine Ahnung von der Größe dieser Aufgabe und irgendwie auch von ihrer Vergeblichkeit.

Heinrich Völkel arbeitet für OSTKREUZ – eine der bekannten Fotografenagenturen in Deutschland. Seine Arbeit war auf dem Lumix Festival für jungen Fotojournalismus in Hannover zu sehen – und sie setzt in der Reihe mit Arbeiten vom Festival hier bei Bildwerk3 den Schlusspunkt. Vielen Dank an Heinrich Völkel und vielen Dank an OSTKREUZ, das die Arbeit hier gezeigt werden kann.

Heinrich Völkel »The Terrible City – Gaza 2009«

aus Heinrich Völkel »The Terrible City – Gaza 2009« © Heinrich Völkel / OSTKREUZ

17. Juni 2010 2

Fotograf Florian Manz: Der letzte Bauer von Hannover

Die Fotografien von Florian Manz sind auf dem Lumix Festival für jungen Fotojournalismus in Hannover zu sehen. Mit seiner Serie über den letzten Bauern in Hannover hat Florian Manz einen echten Heimvorteil und damit gute Chancen den Publikumspreis der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung einzuheimsen ;-) Viel Glück jedenfalls von meiner Seite …

Die Serie ist sowohl Einblick als auch Rückschau: wir schauen gleichzeitig in einen Bereich, der vielen von uns fremd sein wird und gleichzeitig blicken wir zurück in eine Zeit, als das überall so war …

Florian Manz gelingt das Kunststück, genügend Abstand zwischen sich und sein Modell zu bringen, um nicht allzu platt voyeuristisch zu sein und ihm gelingt dennoch, dem Gemüt des letzten Bauern von Hannover fotografisch nachzuspüren – und es uns zu zeigen.

Fotograf Florian Manz »Der letzte Bauer von Hannover«

Fotograf Florian Manz »Der letzte Bauer von Hannover«

Florian Manz ist Mitglied im Kollektiv25.

16. Juni 2010 28

Katalogverlosung zum Festivalstart

Heute fällt der Startschuss zum 2.Lumix Festival für jungen Fotojournalismus in Hannover – mit sechzig vorausgewählten Arbeiten junger Fotojournalisten – zu sehen auf dem Expogelände – mit den Portfoliosichtungen – als Sichter unter anderem dabei Lutz Fischmann, Geschäftsführer bei FREELENS und Thomas Hoepker dem Magnumfotografen – zahlreichen Vorträgen, einer Fototechnik-Schau und natürlich den Awards: dem FreeLens Award für jungen Fotojournalismus, dem Lumix Multimedia Award und dem Publikumspreis der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung.

Puh, da ist jede Menge los und wer Zeit hat, dort hin zu fahren oder sowieso in der Gegend ist und sich für Fotojournalismus interessiert, muss hier unbedingt vorbei schauen.

Impressionen Lumix Festival © Stefanie Preuin

Impressionen Lumix Festival © Stefanie Preuin

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15. Juni 2010 2

Zuerst kommt man in den Zirkus nicht rein, aber wenn man einmal drin ist, kommt man nicht mehr raus

Die ersten Aufnahmen zu seiner Arbeit über den Circus Roncalli hat Arnold Morascher noch auf Film fotografiert. Das war 2005. Heute, viele Aufnahmen später hat Morascher seine Arbeit fast abgeschlossen. Ein wichtiger Teil der bis heute entstandenen Fotografien ist auf dem Lumix Festival in Hannover zu sehen – das gesamte Projekt wird im August dieses Jahres abgeschlossen sein und später als Buch erscheinen.

Für mich zählt Moraschers Fotoreportage zu den intensivsten und formal ausgereiftesten Bildstrecken, die ich in der letzten Zeit gesehen habe. Ich mag diese Serie sehr und freue mich, dass ich sie hier bei Bildwerk3 zeigen darf. (für das Editing der Geschichte ist Edda Fahrenhorst verantwortlich – www.silberschicht.de)

Ob bunte Bilder jemals eine Option waren, wie man an die Menschen in einem Zirkus herankommt und was Morascher als nächstes vor hat – das wollte ich von dem Fotografen auch noch wissen … (zur Webseite des Fotografen)

Fotograf Arnold Morascher »Circus Roncalli«

Fotograf Arnold Morascher aus »Circus Roncalli«

Marko Radloff/Bildwerk3: Circus Roncalli ist eine Arbeit in Schwarzweiß. Waren farbige Aufnahmen zu keinem Zeitpunkt eine Option?
Arnold Morascher: Tatsächlich war mir von Anfang an klar, dass die Geschichte in Schwarz-Weiß fotografiert werden muss. Noch bevor mir das Ausmaß des Projekts überhaupt klar wurde, wusste ich, was ich nicht wollte: Kitsch. Keine bunte Popcornwelt!

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14. Juni 2010 2

Fotografen sollten nicht allein auf klassischen Fotojournalismus setzen

Im Vorfeld des Lumix Festival (16.06.–20.06. in Hannover) habe ich mit Professor Rolf Nobel von der FH in Hannover gesprochen. Dieses Interview gibt es heute bei Bildwerk3 bevor wir in den nächsten Tagen noch einige fotojournalistische Arbeiten aus dem Umfeld des Festivals zeigen dürfen.

Professor Nobel ist Initiator und Leiter des Festivals und als Professor für den Studiengang Fotografie an der FH in Hannover einer der maßgeblichen Stimmen in der fotojournalistischen Ausbildung in Deutschland. Ich habe ihn nach den Dingen gefragt, die bei der zweiten Ausgabe des Festivals anders und besser laufen sollen aber auch nach den Perspektiven junger Fotojournalisten in Zeiten des medialen Wandels …

Bildwerk3/Marko Radloff: In diesem Jahr findet das Lumix Festival nach 2008 zum zweiten Mal statt. Was haben Sie in diesem Jahr besser gemacht?
Professor Rolf Nobel: Wir werden zum Beispiel die Fotografenvorträge simultan übersetzen lassen. Also von Englisch in Deutsch und umgekehrt. Das machen wir über einen kleinen stationären UKW-Sender. Wer ein kleines Radio mitbringt, kann dann die Stimme des Dolmetschers im Kopfhörer empfangen. Wir verkaufen auch kleine Radios für 3 Euro das Stück, die man dann für alle Übersetzungen während des Festivals nutzen kann.

Wir haben nach Hinweisen diesmal auch ein viel besseres Leitsystem auf dem Expo-Gelände installiert. Man wird sich also gut zurechtfinden können. Und wir haben in diesem Jahr einen Katalog vom Ausstellungsprogramm herausgegeben, der mit etwa 300 Seiten Umfang für unter 20 Euro zu bekommen ist.

Weiterhin haben wir die sogenannten »Begegnungen« eingeführt. Die Fotografen zahlreicher Ausstellungs-Reportagen finden sich zu einer angekündigten Zeit vor ihrer Ausstellung ein und Interessierte können dann mit dem Fotografen ins Gespräch kommen. Und wir haben einige Gesprächsrunden mit jeweils mehreren Fotografen der Ausstellungsarbeiten vorbereitet. Da kann man dann z.B. von mehreren Fotografen, die in Kriegs- oder Krisengebieten gearbeitet haben, alles Wissenswerte darüber erfahren. Weitere Themen dieser Runden werden u.a. Multimedia, Alltagsthemen und das dänische Erfolgsmodell im Fotojournalismus sein. Insgesamt wollen wir diesmal noch intensiver den Austausch und die Begegnung fördern.

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11. Juni 2010 1

Lumix Festival für jungen Fotojournalismus

Aus mehr als 1000 Bewerbungen 60 fotojournalistische Arbeiten auszuwählen ist bestimmt nicht leicht und jeder fragt sich wahrscheinlich, ob er mit seiner eigenen Arbeit dabei gewesen wäre.

Das Kuratorenteam des Lumix Festival hat diese Mammutaufgabe auf sich genommen – Rolf Nobel (Professor für Fotografie an der FHH und Leiter des Fotofestivals), Stephanie Bunk (Leiterin der FreeLens Galerie in Hamburg), Bertram Solcher (FreeLens Vorstandsvorsitzender), sowie Isabel Winarsch (Organisationsleiterin des Lumix Festivals).

Alle 60 Arbeiten sind im Rahmen des Festivals auf dem Expogelände in Hannover zu sehen und wir dürfen hier bei Bildwerk3 eine Zusammenfassung aller 60 Arbeiten zeigen – heute der zweite Teil. (hinüberwechseln zu Teil1)

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Heinrich Voelkel aus »The Terrible City - Gaza 2009«

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  • Andre: Viel Aufwand für perfekte Fotos. Das Buch enthält sehr viele interessante Geschichten, und viele spannendere Aufnahmen. Hin und wi...
  • Marcus: Die Verlosung ist zwar schon vorbei, aber ich möchte auch gerne noch meinen Senf dazu abgeben. Ich selbst habe bislang nur gute Er...
  • Micha: Mal was anderes, super Idee...
  • Holger Reich: Ich will ja nicht als Besserwisser erscheinen, doch "farbecht" ist kaum ein Monitor von Hause aus. Dazu gibt es spezielle Geräte (...

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