Als seinen größten Erfolg bezeichnet der Fotograf Dominik Pietsch, dass er sein Hobby zum Beruf machen konnte.
Mit beachtlicher Energie, einem gut gewählten Standort – eben nicht Berlin oder Hamburg sondern Köln – und innerhalb kurzer Zeit hat es Pietsch geschafft, in seinem Traumjob Fuß zu fassen – und das ohne Ausbildung und Assistenz sondern lediglich durch Selbststudium und Praktika.
Dominik Pietsch schildert in unserem Interview sehr ausführlich seinen Ausbildungsweg und wir können an dieser Stelle erneut über den richtigen Weg – den jeder für sich finden muss – diskutieren.

Für den nächsten Relaunch in meinem XING-Profil fahre ich zu Dominik Pietsch nach Köln, um mir von ihm ein individuelles Foto machen zu lassen – © Dominik Pietsch
Marko Radloff: Worin besteht der Wert einer guten Ausbildung zum Fotografen? Welche Ausbildung haben Sie absolviert?
Fotograf Dominik Pietsch: Das kann ich nicht beurteilen, denn ich selber bin so der klassische Quereinsteiger. Gelernt habe ich Bürokaufmann, war dann ein Jahr im Einkauf tätig und bin dann zum Studium nach Köln gekommen: BWL.
Das habe ich auch immerhin zwei Jahre durchgehalten! In den zwei Jahren habe ich mich nebenher intensiv mit Fotografie beschäftigt, und habe dann das Studium, sehr zum Leidwesen meiner Eltern, an den Nagel gehängt. Ich wollte Fotograf werden, nur hatte ich keine Ahnung, wie man das anstellt.
Ich hab dann zwei Monate Praktikum gemacht, bei einem Werbefotografen in Düsseldorf. Er hat mir dann später attestiert, dass ich mal ein „guter Stilllifer“ würde. Nun gut. Vielleicht war Fotografie doch nicht das richtige für mich?
Danach bot sich mir eine Praktikumsstelle in einer kleinen Kölner Werbeagentur an – das habe ich dann auch gemacht. Ich wollte ja schon in der glitzernden Werbewelt bleiben. Da habe ich dann einiges gelernt: unter anderem auch den richtigen Umgang mit Photoshop.
In der Zeit habe ich privat immer weiter fotografiert, und habe irgendwann dann auch angefangen im Studio zu fotografieren. Das Praktikum war zu Ende, ich hatte mir einiges selber beigebracht und beschloss ganz blauäugig, Fotograf zu werden.
Gesagt, getan. Ich hatte Glück und kann mittlerweile ganz gut davon leben. Mal von den zwei Monaten Praktikum in Düsseldorf abgesehen, habe ich mir also alles selber beigebracht. Ob mir was fehlt, weil ich beispielsweise nicht assistiert habe, kann ich nicht sagen.
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