11. Januar 2010 0

„Der Bildbedarf ist offensichtlich so groß, dass bisher niemand seinen Umfang erschlossen hat.“

Nachfolger des APIS-Systems ist das Netzwerk i-picturemaxx. Die Apis GmbH wurde  2003 von der picturemaxx AG zu 100% übernommen – und machte aufgrund einer starken finanziellen Basis mit einem neuen System internetbasierter Technik und neuen Datenbanksystemen einen großen Schritt nach vorn.

picturemaxx ist inzwischen der Marktführer in Deutschland und erschließt sich zudem die europäischen Länder und den US-Markt für seine Produkte.

Ist der deutsche Markt schon ausgereizt?

Das Picturemaxx-Portal in Deutschland ist jedenfalls schon bis zum Platzen gefüllt. Jupiter und Corbis sind dabei und die große Microstock-Agentur Fotolia. In Deutschland sind insgesamt 189 Agenturen jeder Größe an das System angeschlossen.

Picturemaxx-Vorstand Bernd Czichon hat uns im Januar 2009 zur Weiterentwicklung der Firma Informationen zukommen lassen: seit einiger Zeit wirkt Picturemaxx auf internationalem Parkett. Man wird sich zukünftig international  „auf alle Unternehmen … und Organisationseinheiten konzentrieren, die Medien archivieren, verwalten, verteilen, vermarkten oder beschaffen – neben Bild mittelfristig auch erweitert um Video, Audio und Text“, so Bernd Czichon. Damit bedient Picturemaxx die Zukunft der Branchenentwicklung. Denn bei Bildern allein wird es nicht bleiben.

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7. Januar 2010 1

Die Macher. Herausforderung: Digitalisierung

Erwin Fey und Anton Dentler waren zwei Ausnahmetypen in der deutschen Bildagenturbranche der 1990er Jahre; sie prägten Position und Erfolg der Agenturen ZEFA und Bavaria.

Fey übernahm 1995 die ZEFA (Zentrale Farbbild-Agentur), einen Familienbetrieb aus Düsseldorf, der in die Jahre gekommen war, aber immer noch einen Umsatz von 7 Millionen Euro generierte. Mit einer Finanzierung durch eine britische Private Equity Firma investierte Fey in die ZEFA und brachte sie innerhalb weniger Jahre an die Spitze der europäischen Bildagenturen, mit einem Umsatz von 32 Millionen Euro . Was hatte er bewegt?

Was hatte Fey bewegt?

Mit Unterstützung des Branchenprofis Tomas Speight, der die europäische Dependance von The Stock Market erfolgreich etabliert hatte, als Co-CEO, gab Fey der Agentur ein neues Gesicht. Eine neue Corporate Identity, ein neues Corporate Design, einen neuen Namen und eine neue Bildsprache, unterstützt durch ein erfolgreiches Marketing.

Die in Zefa Visual Media umbenannte Agentur überzeugte die alten und viele neue Kunden. Innovative Ideen brachten diese Bildagentur an die Spitze. Hochwertigere Stockfotografie als die der Wettbewerber wurde jetzt produziert. Die Fotografen wurden aufgefordert neue Motive zu kreieren, Fotos anders zu gestalten: Bilderwelten zu schaffen, die sich vom Mainstream unterscheiden, die überraschend sind, rätselhaft und Erstaunen hervorrufen. Es lohnt ein Blick auf die Site von Corbis, um sich ein Bild davon zu machen – Sucheingabe: Symbole Zefa.

Denn 2004 erwarb Corbis das Unternehmen für 56 Millionen Euro. Fey, der 51 % des Unternehmens besaß verdiente damit 28 Millionen Euro und konnte seinen Einsatz mehr als verdreifachen.

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6. Januar 2010 0

Veer stellt Kundenschutz für preisgünstige Bilder vor

© Veer

© Veer

Veer, Hersteller und Anbieter visueller Elemente und designbezogener Produkte, gab heute die Einführung eines neuen Kundenschutzs bekannt, über den alle Kunden, die Mikrostock-Inhalte von Veer Marketplace erwerben, automatisch abgesichert sind.

Bei Käufen im Veer Marketplace sind Kunden bis zu einer Summe von 10.000 $ abgesichert. Dieser Anspruch kann beispielsweise im Falle eines Rechtsstreits hinsichtlich eines Bildes für die Prozesskosten aufgewendet werden.  Mit dieser Absicherung möchte Veer seiner Verantwortung gerecht werden, dass Bildmaterial, das bei Veer Marketplace erworben und im Rahmen der Lizenzbestimmungen von Veer Marketplace genutzt wird, nicht gegen Urheberrechts- oder Datenschutzbestimmungen verstößt.

„Wir sorgen dafür, dass alle Bilder von unseren sorgfältig ausgewählten Fotografen höchsten Qualitätsansprüchen genügen, von den Modellen und Rechteinhabern freigegeben wurden und dass keine urheberrechtlichen Probleme vorliegen“, so Aaron Booth, Senior Director Creative Content bei Veer. „Wir übernehmen die Verantwortung für unser Bildmaterial. Das ist auch der Grund, warum wir die Haftung für Ansprüche übernehmen möchten, die im Zuge der Nutzung von bei Marketplace erworbenen Inhalten gegen unsere Kunden angestrengt werden.“

Veer Marketplace ist bereits jetzt eine der sichersten Online-Quellen für lizenziertes Bildmaterial.  Veer beschäftigt Expertenteams, die Bilder aus der Community nach den höchsten Standards überprüft, um sicherzustellen, dass  umfangreiche rechtliche und ethische Vorgaben erfüllt sind.  Der neue Kundeschutz von Veer Marketplace bietet noch mehr Sicherheit bei der Lizenzierung von Bildern aus dem großen Angebot, das Hunderte von Bildern schon ab einem Dollar umfasst.

Veer-Pressetext

© Veer

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Der Bildermarkt: Vom inhabergeführten Kleinbetrieb zum Großkonzern

Noch bis Anfang der neunziger Jahre hatten wir es mit Old School zu tun. Die neue Zeit hatte noch nicht begonnen. Es gab keine Datenbanken, kein Internet, keine Websites, keine Online-Bildportale sondern lediglich Diapositive und umfangreiche Archive. Bildpakete der Fotografen und Partneragenturen stapelten sich in den Bildagenturen und warteten auf das Editing. Keine E-Mails, sondern Briefe wurden verschickt.

Benötigte ein Kunde ein bestimmtes Bild, rief er bei der Agentur seiner Wahl an und beschrieb dem Mitarbeiter seine Wünsche. Der suchte im Regal nach den passenden Motiven und verschickte das Ergebnis per Kurier oder per Post. Für diesen Service wurde dem Kunden eine Gebühr berechnet. Das war die Basiseinnahme der Bildagentur, die damit ihre Grundkosten verdiente.

Bilder kann man heute nicht mehr anfassen. Die Liebe zum virtuellen Bild scheint nicht mehr so tie zu ein, wie damals. Eine neue Generation sieht und fühlt, verständlicherweise, anders. Wer noch mit Prints aus dem Fotoladen aufgewachsen ist oder mit Dia-Shows am Samstagabend, kann sich vielleicht schlecht trennen von alten Gefühlen.

Dagegen sehen die Jungen, die Nachfolger das alte Modell vielleicht noch mit Rührung – vintage mag hip sein – doch inzwischen hat sich die Welt verändert und Fotos knipst man ohne Film, prüft die Aufnahmen auf dem kleinen Bildschirm auf der Kamerarückseite, löscht gleich, was nicht gefällt, lädt die Daten auf den Rechner und schaut sich die Bilder an. Das Ganze kann in zwei Minuten passieren. Kein Film, keine Vergrößerung, kein Abzug mehr. Was einem nicht gefällt, wird gelöscht.

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5. Januar 2010 3

Die Flut kommt

… oder besser, sie ist da. Wir stehen bis zur Hüfte in Unmengen von Bildern: eigene Bilder und fremde Bilder.

Das war nicht immer so. In den Agenturen kann man ein Lied davon singen: wie der Strom unaufhörlich angewachsen ist in den letzten Jahren, wie mit den technischen Möglichkeiten die Produktion neuer Bilder stetig zugenommen hat. Und damit die Erfordernisse sie zu sichten, in Datenbanken zu organisieren und für Kunden verfügbar zu machen.

Gleichzeitig scheint es nur zwei Wege zu geben, die Veränderungen zu meistern: durch eine konzentrierte Spezialisierung oder durch die reine Bewältigung großer Mengen. Dazwischen wird es – so sagen es die Propheten – für Bildagenturen keine Zukunft geben.

Das zum Thema 'Flut' (engl. flood) bei iStock am häufigsten gewählte Motiv (mehr als 2.500 Downloads) ist ganz offensichtlich ...

Eines der unter dem Stichwort Flut (engl. flood) bei iStock am häufigsten verkauften Motive (mehr als 2.500 Downloads) ist ganz offensichtlich ...

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28. Dezember 2009 1

Die Werbeumsätze werden zurückkehren und der Bedarf an Fotografie steigen

Die Krise der Bildbranche hat aus Sicht von Lars Bauernschmitt zwei Ursachen: eine die aus der Krise der Weltwirtschaft resultiert und die mehr oder weniger alle Branchen betrifft und eine strukturelle, unter der nur die Bildbranche leide. Der Umgang mit Bildern hat sich in den letzten zehn Jahren grundlegend gewandelt. Eine der Antworten von Lars Bauernschmitt darauf: eine neue Bildagentur unter dem Label imagetrust.

Wir bringen heute den zweiten Teil des Interviews mit dem Professor für Fotografie, Vorstandsvorsitzenden beim BVPA und Director of Photography bei imagetrust. (den ersten Teil lesen)

Bildwerk3/Marko Radloff: Einige Verlage versuchen mittels Buy-Out-Klauseln in den Verträgen mit Fotografen, sich die Verwertungsrechte über das übliche Maß hinaus zu sichern, mit dem Ergebnis, dass Fotografen das Recht zur Zweitverwertung verlieren würden. Die Verlage – insbesondere der Jahreszeiten Verlag – argumentieren, das dies lediglich Produktionen betreffen würde, welche ohne einen Auftrag durch den Verlag ohnehin nie fotografiert worden wären. Wie schlüssig ist diese Argumentation?
Lars Bauernschmitt: Wer so argumentiert glaubt vermutlich auch dass die Erde eine Scheibe sei. Im Ernst:  Der Vertrag, den der Jahreszeiten-Verlag da vorlegt, ist ein massiver Eingriff in die Rechte der Fotografen. Ein faires Miteinander sieht anders aus.

Wie dem auch sei. Wer einen Buy-Out braucht soll ihn bezahlen. Es gibt genug Fotografen, die bereit sind einem Kunden so weitgehende Rechte einzuräumen, wie sie die Ganske-Gruppe zu brauchen glaubt. Das geschieht dann aber für Honorare im vierstelligen Bereich und nicht für ein Almosen.

Angesichts allgegenwärtiger digitaler Verwertungsmöglichkeiten: wie zeitgemäß ist das angewandte Urheberrecht?
Das Urheberrecht spricht auch auf die Umstände der Verwendung von Werken in digitaler Form einen Schutz aus, nicht nur national sondern auch international und damit absolut auf der Höhe der Zeit ist.

Wie in jedem anderen Medienbereich sind die Rechte, die ein Wirtschaftsgut darstellen, zu beachten. Unkenntnis schützt vor Strafe nicht. Wegen der Herstellung von Plagiaten wird auch nicht das Patentrecht abgeschafft. Und durch ständiges Falschparken wird auch nicht die Straßenverkehrsordnung überflüssig. Problem ist nicht das Urheberrecht, sondern die (ge)wissenlosen Teilnehmer an der digitalen Medienwelt.

Als Vorstandsvorsitzender des BVPA: Wie schätzen Sie die Lage der mittelständischen Bildagenturen in Deutschland ein?
Die Lage ist für viele nicht rosig. Das liegt zum einen an der weltwirtschaftlichen Situation unter der alle Branchen zu leiden haben und zum anderen an langfristigen Entwicklungen, die nur die Bildbranche betreffen. Die Weltwirtschaft wird sich wieder erholen. Die Werbeumsätze werden zurückkehren und damit wird sich auch der Bedarf an Fotos wieder vergrößern. Die Entwicklungen aber die nur die Bildbranche betreffen, die sind unumkehrbar. weiterlesen …

11. Oktober 2009 0

Auf nach München: Effizienter Bildworkflow für Bildagenturen

Dieser BVPA-Workshop – 06. November 2009 in München  – richtet sich an Entscheider, Bildredakteure und technische Mitarbeiter von Bildagenturen. In drei Round-Table Arbeitsgruppen werden die aktuellen FotoWare Software-Lösungen anhand von praktischen Workflowszenarien aus dem Agenturalltag präsentiert und erläutert.

Unter dem Leitfaden der Effizienzsteigerung werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie durch geschickten und kosteneffektiven Technologieeinsatz tägliche Aufgaben automatisiert und vereinfacht werden können, welche vielfältigen Online-Vertriebsmöglichkeiten sich benutzerfreundlich und einfach realisieren lassen und auf welche Standards, Hilfsmittel und Mechanismen man für eine optimierte Bildarchivierung bzw. Präsentation von Bilddaten zurückgreifen kann.

Weitere Informationen und das Anmeldeformular hier.

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