Zur Geschichte der Bildagenturen - Teil 2
Erwin Fey und Anton Dentler waren zwei Ausnahmetypen in der deutschen Bildagenturbranche der 1990er Jahre; sie prägten Position und Erfolg der Agenturen ZEFA und Bavaria.
Fey übernahm 1995 die ZEFA (Zentrale Farbbild-Agentur), einen Familienbetrieb aus Düsseldorf, der in die Jahre gekommen war, aber immer noch einen Umsatz von 7 Millionen Euro generierte. Mit einer Finanzierung durch eine britische Private Equity Firma investierte Fey in die ZEFA und brachte sie innerhalb weniger Jahre an die Spitze der europäischen Bildagenturen, mit einem Umsatz von 32 Millionen Euro . Was hatte er bewegt?
Was hatte Fey bewegt?
Mit Unterstützung des Branchenprofis Tomas Speight, der die europäische Dependance von The Stock Market erfolgreich etabliert hatte, als Co-CEO, gab Fey der Agentur ein neues Gesicht. Eine neue Corporate Identity, ein neues Corporate Design, einen neuen Namen und eine neue Bildsprache, unterstützt durch ein erfolgreiches Marketing.
Die in Zefa Visual Media umbenannte Agentur überzeugte die alten und viele neue Kunden. Innovative Ideen brachten diese Bildagentur an die Spitze. Hochwertigere Stockfotografie als die der Wettbewerber wurde jetzt produziert. Die Fotografen wurden aufgefordert neue Motive zu kreieren, Fotos anders zu gestalten: Bilderwelten zu schaffen, die sich vom Mainstream unterscheiden, die überraschend sind, rätselhaft und Erstaunen hervorrufen. Es lohnt ein Blick auf die Site von Corbis, um sich ein Bild davon zu machen – Sucheingabe: Symbole Zefa.
Denn 2004 erwarb Corbis das Unternehmen für 56 Millionen Euro. Fey, der 51 % des Unternehmens besaß verdiente damit 28 Millionen Euro und konnte seinen Einsatz mehr als verdreifachen.
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