25. November 2011 3

Künstlerportraits von Nina Lüth

Michael Joo (l.) – Künstler; Damien Hirst – Künstler, Kurator und Mitbegründer der Künstlerbewegung Young British Artists – März 2010 © Nina Lüth/laif

Die laif-Fotografin Nina Lüth wurde 1971 in Bonn geboren. Im Jahr 1999 machte sie ihr Diplom an der FH-Bielefeld im Bereich Foto/Film Design.

Seit 1997 lebt und arbeitet Nina Lüth in Berlin.

2006 übernahm Lüth eine Lehrtätigkeit im Bereich Fotografie an der Schule für Fotografie am Schiffbauerdamm und 2008 eine Lehrtätigkeit im Bereich Fotografie an der Hochschule Dessau.

Fotografin Nina Lüth

Nina Lüth ist Mitglied bei laif – agentur für photos & reportagen

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11. Oktober 2011 0

Dieser Weg hat wunderbar funktioniert. Zehn Fragen an den Fotografen Malte Jäger

couchsurfin' the world © Malte Jaeger

couchsurfin' the world © Malte Jaeger

Worin besteht der Wert einer guten Ausbildung zum Fotografen? Welche Ausbildung haben Sie absolviert?

Ich habe mich zunächst mit Assistenzen bei verschiedenen, klassischen Werbefotografen in die technische Seite der Fotografie eingearbeitet. Ich habe eine Zeit lang fest in einem Gemeinschaftsstudio mit 5 Fotografen gearbeitet, in dem ich mich nach Feierabend nach Herzenslust mit allen vorhandenen Materialien austoben konnte. Dieser Weg hat wunderbar funktioniert.

Danach wusste ich, dass ich mich weder als Stillifer, noch als Modefotograf, oder überhaupt studiogebunden wohlfühlen würde. Mir wurde klar, dass ich mich im weitesten Sinne mit dokumentarischer Fotografie auseinandersetzen wollte und ich entschloss mich, eine Ausbildung beim Lette-Verein-Berlin zu absolvieren.

Ausschlaggebend für die Entscheidung zu studieren, war für mich die Möglichkeit, mich in diesem Rahmen frei und intensiv mit meinen eigenen fotografischen Inhalten auseinandersetzen zu können. Im Nachhinein erkenne ich, dass der Austausch mit Menschen, bei denen ich damals das Gefühl hatte, dass sie meine Art zu denken und zu sehen teilen, und von denen ich obendrein noch lernen konnte meine Ideen umzusetzen, sehr wichtig für meine weitere fotografische Entwicklung war.

Was erwarten Sie von Ihren Assistenten? Was erwarten Ihre Assistenten von Ihnen?

Was meine Assistenten von mir erwarten kann ich nicht wirklich beantworten. Ich denke, aber, dass ein guter Umgang miteinander, die Anerkennung der Leistung des anderen und eine faire Bezahlung das wichtigste sind.

Ich habe bisher nicht das Gefühl, dass meine Assistenten viel von mir lernen wollen. Das liegt aber sicher auch daran, dass ich am liebsten mit Freunden arbeite, die selbst Fotografen sind, auch wenn sie im Falle der Zusammenarbeit mal die Rolle des Assistenten übernehmen.

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25. März 2011 1

Gemeinsam in Berlin: Jean-Louis Wolff und Jeong-Hyun Lee

Ich werde ab heute in einer kleinen Reihe die Fotografen von Favorite Picture vorstellen – einer kleinen aber sehr feinen Fotografenagentur aus Berlin.

Favorite Picture hat talentierte Fotografen auf der ganzen Welt verpflichtet und bietet seinen Kunden – zusätzlich zum Angebot Auftragsproduktionen abzuwickeln – einen umfangreichen Rechercheservice.

© Jean-Louis Wolff and Jeong-Hyun Lee /Favorite Picture

© Jean-Louis Wolff and Jeong-Hyun Lee /Favorite Picture

Das Fotografenpaar Jean-Louis Wolff und Jeong-Hyun Lee

Jean-Louis Wolff und Jeong-Hyun Lee lernten sich bei einem gemeinsamen Projekt in Seoul kennen und arbeiten nun seitdem Jahren erfolgreich zusammen. Ihr Spezialgebiet liegt in der Mode- und editoriellen Fotografie.

Ihr Portfolio enthält viele große Firmennamen wie zum Beispiel Nike, Coca-Cola und Gore-Tex sowie regelmäßige Shootings für die China Vogue, Modern Weekly und Elle.

Jean-Louis Wolff und Jeong-Hyun Lee arbeiten in Berlin. Fotografenwebsite

10. November 2010 12

Nie mehr analog fotografieren

Der Fotograf Joachim Baldauf ist ein Meister der sinnlichen Andeutung. Seine Bilder spielen mit den Facetten erotischer Anziehung – und sind dabei niemals direkt; sie scheinen etwas anderes zu sein und meinen doch das Eine. Prima Beispiele subtiler Stilbildung!

Der in Berlin lebende Fotograf ist Herausgeber des Magazins vorn und zählt zu den wichtigen Akteuren der Fotoszene in Deutschland.

© Joachim Baldauf

© Joachim Baldauf

Marko Radloff/Bildwerk3: Worin besteht der Wert einer guten Ausbildung zum Fotografen? Welche Ausbildung haben Sie absolviert?
Joachim Baldauf: Sie hilft beim Start, soll eine gute Basis sein und Sicherheit geben.

Ich habe Design studiert und bin in Sachen Fotografie Autodidakt.

Was erwarten Sie von Ihren Assistenten? Was erwarten Ihre Assistenten von Ihnen?
Eine Assistentin/ein Assistent soll mich entlasten, aber auch inspirieren. Mitdenken, mitfühlen und nicht nur ausführen.

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22. September 2010 3

Einmalig und nicht retuschiert: 100 Girls auf Polaroid. Fotograf Alexander Gnädinger

Polaroids bringen Authentizität. Fotografie aus ihren Anfängen: Es gibt eine Stelle in Walther Benjamins Kleinen Geschichte der Photographie, in der er die natürliche Skepsis, den natürlichen Trotz beschreibt, die auf den ersten Fotografien von Menschen in ihren Gesichtern, in ihrer Haltung zu erkennen gewesen sei. Soweit zurück gehen Gnädigers Fotografien natürlich nicht; Gnädigers Modelle – allesamt Profis – haben die Pose nicht verlernt.

Später habe sich der Mensch an seine Wirkung auf Fotografien angepasst – und die Fotografie ihre Unschuld verloren, schreibt Benjamin. (ich liebe diesen schwer durchdringbaren Aufsatz und deshalb dieser etwas umständliche Beginn)

© Alexander Gnädinger

© Alexander Gnädinger

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2. September 2010 2

Artefakte in der Landschaft. Fotografien Friederike Brandenburg

Mit Talents bietet C/O in Berlin Nachwuchsfotografen die Möglichkeit ihre Arbeiten zu zeigen. In der 20.Auflage von Talents ist gegenwärtig die Arbeit Zurückgelassen von Friederike Brandenburg im Postfuhramt in der Oranienburger Straße 35/36 zu sehen – noch bis zum 28. September 2010.

Zurückgelassen © Friederike Brandenburg

Zurückgelassen © Friederike Brandenburg

Friederike Brandenburg spürt auf ihren Wanderungen zurückgelassene Zivilisations-Bruchstücke auf. Liebevoll oder bizarr die Landschaften gestaltend wirken diese Fremdkörper unwirklich und durch ihre Unwirklichkeit anziehend. Sie sind ein prima Sujet für Fotografen.

Im Interview mit Sophia Greiff berichtet Friederike Brandenburg über die Bedeutung einer ganz bestimmten Lichtsituation, über die Rolle von Zeit und Vergänglichkeit, über die Schwierigkeiten beim Suchen und Finden und von der Furcht der Fotografin vor dem Entdecktwerden. Vielen Dank an Mirko Nowak von C/O in Berlin, dass wir das Interview hier bei Bildwerk3 veröffentlichen dürfen und natürlich vielen Dank an Sophia Greif.

Sophia Greiff im Gespräch mit Friederike Brandenburg

Friederike, da Du Dich sowohl in der Serie „Zurückgelassen“ als auch in Deinen anderen Arbeiten mit dem Motiv Landschaft beschäftigst, zunächst der Klassiker unter den Einstiegsfragen: Wie entstand Dein Interesse am Thema?
Das war schon immer da. Ich bin auf dem Land aufgewachsen – an unseren Garten grenzten Wiesen und Wald, wo ich mich in meiner Kindheit oft aufgehalten habe. Während meine Freundinnen bereits ihren ersten festen Freund hatten, war ich mit einem alten Herrn am See in der Natur beim Angeln. Dazu sind meine Eltern mit meiner Schwester und mir viel verreist, oft in wunderschöne Gegenden zum Wandern. Ich denke, die vielen Eindrücke, die ich unterwegs sammeln konnte, haben meine Begeisterung für die Natur noch gesteigert.

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16. August 2010 0

Der mit den Steinen tanzt. Fotografien André Wagner

André Wagner ist in die Bretagne gereist, um Steine zu fotografieren. Wagner hat die Steine durch künstliches Licht in Skulpturen verwandelt – die, so das Ziel des Fotografen, nach dieser Modulation an etwas Lebendiges erinnern.

© André Wagner aus 'Stones & Mountains'

© André Wagner aus 'Stones & Mountains'

Vorbild sind Skulpturen im öffentlichen Raum. Durch das zusätzliche Licht werden nicht nur Figuren erzeugt sondern die Steine werden gleichsam aus der Landschaft herausgehoben und als seltsam deplatzierte Objekte wahrgenommen.

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