5. März 2009 6

Fotograf Martin Kunze – 4und4

Grenzland © Martin Kunze

Grenzland © Martin Kunze

Ihr erstes Foto?
Wahrscheinlich auf der Klassenreise nach Bad Harzburg in der 5. Klasse.

Welche Einsichten über Fotografie mussten Sie letztlich gewinnen, um Fotograf sein zu können?
Verstehe die Frage nicht so richtig, “… gewinnen um Fotograf sein zu können” … Fotografie hat meiner Meinung nach viel mit einem selbst zu tun ….

Ein gutes Foto: Inspiration oder Planung?
Ganz klar: beides ! Aber bei mir wahrscheinlich mehr Inspiration (51 – 75%).

Ihr Ziel?
Fotograf zu bleiben, meine Familie damit zu ernähren und hin und wieder richtig gute Bilder zu fotografieren!

Hochsitze © Martin Kunze

Hochsitze © Martin Kunze

Grenzland © Martin Kunze

Grenzland © Martin Kunze

Sunny Side © Martin Kunze

Sunny Side © Martin Kunze

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Mehr:
Martin Kunze mit ‘Grenzland’ und ‘Vita’ (Die Zeit)

28. Februar 2009 0

Fotograf Oliver Weber – 4und4

Marrakech © Oliver Weber

Marrakech © Oliver Weber

Ihr erstes Foto?
Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern, in der ich unbedingt Detektiv werden wollte. Da war ich so um die 7 Jahre alt. Zu meinen Sherlock Holms – Utensilien gehörte natürlich auch eine kleine Kamera, eine Minolta HI Matic, mit der ich Alltagssituationen, wie unseren Hasen Floppy festgehalten habe.
Leider ist das damalige Bildmaterial verloren gegangen.

Welche Einsichten über Fotografie mussten Sie letztlich gewinnen, um Fotograf sein zu können?
In diesem Zusammenhang fällt mir spontan der Begriff Zeit ein. Seit ca. einem Jahr fotografiere ich hauptsächlich wieder analog. Allein der Prozess von der Entstehung einer analogen Fotografie bis hin zum fertigen Print ist ein deutlich längerer, als bei einem digital entstandenen Foto.

Diese Zeit verschafft mir mehr Objektivität zu meinen eigenen Bildern, erleichtert mir das Editieren derselben. All die Euphorie zum eigenen Werk hat sich gelegt. Mal ganz abgesehen von dem doch unglaublichen Gefühl, das Foto zu erfühlen. Das ist der Luxus, den ich mir gönne, habe ich doch den Vorteil, dass ich von der Fotografie nicht leben muss.

Ein gutes Foto: Inspiration oder Planung?
Die Art der Fotografie, die ich liebe, lebt von Spontanität, dem Fühlen und dem Erfassen  von Situationen und Stimmungen. In der Regel lasse ich mich treiben, lasse die Dinge ganz ohne Hektik auf mich zu kommen. Das Foto an sich steht dabei weniger im Vordergrund, viel mehr so manche menschliche Begegnung, die daraus entsteht. Die Kunst ist es, vorausschauend den richtigen Augenblick des Fotografierens zu erfassen. Ist der Moment einmal vorbei, dann ist er für immer vorbei.  Das gilt zumindest für freie Arbeiten.

Ihr Ziel?
Weiter mit offenen Augen durch die Welt gehen.

Marrakech © Oliver Weber

Marrakech © Oliver Weber

Peninsula © Oliver Weber

Peninsula © Oliver Weber

Peninsula © Oliver Weber

Peninsula © Oliver Weber

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Kontakt:
Oliver Weber
www.olicito.de

26. Februar 2009 0

Fotograf Frank Bauer – 4und4

OASIS © Frank Bauer

OASIS © Frank Bauer

Ihr erstes Foto?
Ehrlich gesagt erinnere ich mich nicht mehr wirklich, aber ich denke es war im Schüleraustausch in Südengland, der Blick aus dem Fenster der Gastfamilie und die Dünen bei Brighton.

Welche Einsichten über Fotografie mussten Sie letztlich gewinnen, um Fotograf sein zu können?
Dass es ein langer und harter Weg sein wird, hoffentlich begleitet von schönen Bildern.

Ein gutes Foto: Inspiration oder Planung?
Beides wirklich, Planung schützt einen, aber manchmal kommt nun doch alles anders als gedacht, dann sollte man sich auf sein Gefühl verlassen und spontan arbeiten. Also gute Vorbereitung und Sponanität.

Ihr Ziel?
Es zu schaffen, sich treu zu bleiben und sich dabei trotzdem auch weiter zu entwickeln.

© Frank Bauer

Charlotte Roche © Frank Bauer

© Frank Bauer

Peacezeichen © Frank Bauer

© Frank Bauer

Philipp Lahm © Frank Bauer

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Kontakt:
Frank Bauer
www.frankbauer.com

20. Februar 2009 3

Fotograf Joachim Baldauf – 4und4

Die bärtige Frau aus dem Jahr 2002. Eine freie Arbeit zum Thema Hermaphroditen © Joachim Baldauf

Die bärtige Frau aus dem Jahr 2002. Eine freie Arbeit zum Thema Hermaphroditen © Joachim Baldauf

Ihr erstes Foto?
Mein erstes Foto war unser Kater Burschi. Da war ich 11.

Welche Einsichten über Fotografie mussten Sie letztlich gewinnen, um Fotograf sein zu können?
Ach, Einsichten waren da kaum welche. es war einfach das Verliebtsein in die Fotografie. Und die Liebe wurde immer stärker mit der Zeit.

Ein gutes Foto: Inspiration oder Planung?
Ein gutes Foto kann sovieles sein: Inspiration, Planung, Zufall, Glück, Konzept. Oder einfach alles zusammen.

Ihr Ziel?
Mein Ziel ist immer ein Etappenziel: von Stunde zu Stunde, von Tag zu Tag.

Männertaschen für das 'Zeit Magazin'. © Joachim Baldauf

Männertaschen für das 'Zeit Magazin'. © Joachim Baldauf

Claudia Schiffer für das Magazin “vorn”, welches ich zusammen mit Agnes Feckl herausgebe. www.vornmagazin.com © Joachim Baldauf

Claudia Schiffer für das Magazin “vorn”, welches ich zusammen mit Agnes Feckl herausgebe. www.vornmagazin.com © Joachim Baldauf

Eine freie Arbeit für mein aktuelles Buchprojekt, das dieses Jahr kommen soll. © Joachim Baldauf

Eine freie Arbeit für mein aktuelles Buchprojekt, das dieses Jahr kommen soll. © Joachim Baldauf

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Kontakt:
Joachim Baldauf
www.joachimbaldauf.com www.shotview.com

Magazin:
www.vornmagazin.com

16. Februar 2009 3

Fotograf Gulliver Theis – 4und4

© Gulliver Theis

© Gulliver Theis

Ihr erstes Foto?
Das erste Foto ist nicht so eindeutig wie der erste Sex! Ich habe gerade ein altes Fotoalbum ausgegraben und festgestellt, dass ich zwischen 10 und 15 Jahren regelmäßig Passfotos von mir im Automaten gemacht habe. Im Grunde die erste fotografische Konzeptarbeit, auch wenn ich das damals natürlich nicht so eingeordnet habe, sondern es eher um den ersten Sex ging, denn es kamen immer ein paar Mädchen aus der Klasse mit … War aber nicht erfolgreich, aber eine gute Vorbereitung – auch fürs Fotografieren.

Dann folgte ein verschwommener Besuch im Basler Zoo mit meiner ersten Sucherkamera. Ab fünfzehn ging es mit einer geerbten Kodak Retina 3 in Richtung ambitionierter Hobbyfotograf.

Welche Einsichten über Fotografie mussten Sie letztlich gewinnen, um Fotograf sein zu können?
Dass der Fotografen-Beruf kein Kindergeburtstag ist!
Dass man nie ausgelernt hat und stetig sich weiterentwickeln muss!
Dass 80% nicht Fotografie sind!
Dass Selbständigkeit erfüllend und deprimierend sein kann!
Dass man seine Eigenart kultiviert und doch auch auf den Markt gucken muss!
Dass es einer Menge Nebenfähigkeiten bedarf!

Ein gutes Foto: Inspiration oder Planung?
Im Grund natürlich beides und im Konkreten: Obwohl ich recht viele inszenierte Bilder mache, haben sie gefühlt einen hohen intuitiven Beiklang. Ich mag es eine Art Basis-Inszenierung zu bauen und dann Zufälle zu kultivieren.

Trotzdem sind bis auf meine Reisebilder eigentlich alle meine Bilder geplant und inszeniert. Inzwischen ja oft auch manipuliert.

Ihr Ziel?
Mein erstes Ziel war wirtschaftliche Selbständigkeit: Seid dem Punkt, dass ich es mir wirklich zugetraut habe, wollte ich nichts anderes nebenbei zum Geldverdienen arbeiten müssen. Der zweite Punkt war eine gewisse Anerkennung, die aber auch hilfreich für Punkt eins ist!

Und mein aktuelles Ziel ist: Den Anteil meiner Eigenart und des Geschmacks zu erhöhen, zumal er im kommerziellen verstärkt unter Druck gerät. Also mehr freie Arbeiten oder mehr Eigenart durchsetzten! Anders gesagt: Interessante Arbeiten entwickeln, die die Welt besser machen und wenn auch nur um ein ganz, ganz kleines Stück.

© Gulliver Theis

© Gulliver Theis

© Gulliver Theis

© Gulliver Theis

© Gulliver Theis

© Gulliver Theis

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Kontakt:
Gulliver Theis
www.gullivertheis.de

9. Februar 2009 0

Fotograf Peter Jacoby – 4und4

© Peter Jacoby 'ungeheuer oben'

© Peter Jacoby 'ungeheuer oben'

Ihr erstes Foto?
Elefanten im Zoo von London mit meiner ersten eigenen Kamera, einer Kodak Instamatic.

Welche Einsichten über Fotografie mussten Sie letztlich gewinnen, um Fotograf sein zu können?
Seiner eigenen Intuition folgen, ohne zu sehr auf Trends und andere Arbeiten zu schielen. Einen eigenen Stil entwickeln.

Ein gutes Foto: Inspiration oder Planung?
Je nach Arbeitsweise kann es beides sein. Am Ende zählt aber nur die Wirkung des Bildes, die Assoziationen, die es beim Betrachter auslöst. Selten, wie es entstanden ist, außer bei journalistisch, dokumentarischen Fotos.

Für mich ist es fast immer Intuition, die wenigen Momente im Leben festzuhalten, in denen die Welt kurz stehen zu bleiben scheint.

Ihr Ziel?
Inspiration wach halten.

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© Peter Jacoby 'ungeheuer oben'

© Peter Jacoby 'ungeheuer oben'

© Peter Jacoby 'ungeheuer oben'

© Peter Jacoby 'ungeheuer oben'

© Peter Jacoby 'ungeheuer oben'

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Kontakt:
Peter Jacoby
www.peterjacoby.de

nächste Austellung:
vom 13.02. bis 06.03.09 in ‘die erste reihe‘ in München
www.dieerstereihe.com

5. Februar 2009 1

Fotograf Enno Kapitza – 4und4

Porträt eines ehemaligen Kindersoldaten in Kitgum/Uganda 2007 © Enno Kapitza

Porträt eines ehemaligen Kindersoldaten in Kitgum/Uganda 2007 © Enno Kapitza

Ihr erstes Foto?
Mein erstes Foto … an das ich mich erinnern kann, war das Motiv  „Möwe über dem Meer“ in Japan. Ich war 11 Jahre alt und hatte die Instamatic meiner Eltern in die Hand bekommen. Der Abzug, den ich dann eine Woche später in der Hand hielt, war so gänzlich anders als meine Wahrnehmung im Moment, als ich auf den Auslöser drückte.

Welche Einsichten über Fotografie mussten Sie letztlich gewinnen, um Fotograf sein zu können?
Ich denke nicht, daß sich mir erst nach Erlangung bestimmter Einsichten der Weg zum Fotografen geöffnet hat.  Im Grunde ist es einzig die Leidenschaft zur Fotografie, die einen über viele Wege weitertreibt, bis man merkt, daß man sich nun Fotograf nennt.

Ein gutes Foto: Inspiration oder Planung?
Inspirierte Planung und geplante Inspiration und ab und zu etwas Glück.

Ihr Ziel?
Mindestens noch einmal zwölf Jahre als Fotograf arbeiten zu können und irgendwann ein eigenes Buchprojekt.

Der chinesische Pianist Lang Lang 2008 © Enno Kapitza

Der chinesische Pianist Lang Lang 2008 © Enno Kapitza

Bei Nomaden in der Mongolei 2006 © Enno Kapitza

Bei Nomaden in der Mongolei 2006 © Enno Kapitza

Thaipärchen in einem Lovehotel in Bangkok 2007 © Enno Kapitza

Thaipärchen in einem Lovehotel in Bangkok 2007 © Enno Kapitza

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Kontakt:
Enno Kapitza
www.ennokapitza.de