Sex sells

Gerald Förster ist Fotograf und er lebt und arbeitet in den Vereinigten Staaten und dort vor allem in New York. Förster hat in den achtziger Jahren in Bielefeld Fotografie studiert und 2006 den Fuji Press European Professional Photo Award gewonnen. Fotografien von Gerald Förster gab es vor allem jenseits des Atlantiks in New York und in San Francisco zu sehen.

Für seine Serie ‘nocturnal’ ist Förster aktuell auf der Suche nach einer passenden Galerie in Deutschland. Die Serie besticht auf den ersten Blick durch ihren konzeptionellen Charakter und – ich gestehe es offen – die Pikantheit des Themas.

© Gerald Förster
Aus der Serie ‘nocturnal’ © Gerald Förster

Marko Radloff/bildwerk3: Bei photography-now.de steht, Sie leben und arbeiten in New York. Die meiste Zeit?
Gerald Förster: Ja.

Verstehen Sie sich in erster Linie als Fotograf oder als Künstler?
Das überlasse ich den Kritikern.

Wie verleben Sie als Fotograf und Künstler in New York Ihre Freizeit?
Jeden Tag mit offenen Augen durch das Leben gehen.

Ihre Serie ‚Nocturnal’ war von April bis Juni bei ‚hous projects‘ in New York zu sehen. War das Ihre erste Ausstellung in den Vereinigten Staaten?
Nein, das war die zweite solo Ausstellung. Die Erste war im Oktober 2006 in NY mit dem ‘Lightyears’ Projekt.

© Gerald Förster
Aus der Serie ‘nocturnal’ © Gerald Förster

Wie unterscheidet sich die Wahrnehmung von Fotografie in den USA von der Aufmerksamkeit für Fotografie in Deutschland?
Durch die Bernd und Hiller Becher Schule in Düsseldorf haben sich die deutschen Fotokünstler weltweit einen guten Namen in der konzeptionellen Kunstwelt gesichert. Fotografie ist in den USA so wohl als auch in Deutschland eine wachsende Ausdrucksform in der Kunstszene – wird allerdings in NY und in London mit den höchsten Auktionspreisen gehandelt.

Kümmern Sie sich um das Finish Ihrer Aufnahmen selbst?
Bis auf das Aufziehen, das Kaschieren und Mounting, mache ich zum größten Teil alles allein.

Wie haben Sie ‚hous projects’ für Ihre Arbeit ‚Nocturnal’– die ja nicht ganz undelikat ist – gewinnen können?
Sex sells! Just Kidding der Direktor der Galerie von Jenkins Johnson Gallery – in der das ‘Lightyears’ Project gezeigt wurde – hat sich mit ‘Hous Project’ selbst einen Traum erfüllt.

© Gerald Förster
Aus der Serie ‘nocturnal’ © Gerald Förster

‘Nocturnal Animals’ sind nachtaktive Tiere. Tatsächlich sind auf Ihren Fotos aus der Serie ‚Nocturnal’ nachtaktive Menschen zu sehen?
Jedes Bild wurde inszeniert auf Schauplätzen in Los Angeles, Miami und in New York und durch Langzeitbelichtung wurde so der Effekt von geisterhaften Gestalten geschaffen.

Weiterlesen

Der Gewinner …

ADF e.V.… unserer Verlosaktion zur ADF-Sommerakademie steht fest! Die ADF-Sommerakademie findet vom 11. bis 13. August in der Nähe von Düsseldorf und bietet für Fotografen und ambitionierte Hobbyisten ein dickes Programm zu einem vergleichsweise angenehmen Preis. Also, an alle die heute nicht gewonnen haben, aber dennoch etwas dazulernen möchten: bis einschließlich 30.07. läuft die Bewerbungsfrist! Zur Onlinebewerbung.

Weiterlesen

Willkommen in der Hellkammer – Interview mit Heike Jasper

Die farbgetreue Wiedergabe bzw. Aufnahme einschließlich des dazughörigen Workflow ist das Grundthema in den Workshops von Heike Jasper. Die studierte Diplomingenieurin hat eine Ausbildung zur Fotolaborantin bei der AGFA GEVAERT AG absolviert und dort ihr Diplom für Foto- und Medientechnik gemacht.

Heike Jasper gibt europaweite Kurse, Seminare und Produktschulungen sowohl für Keyaccounts als auch für Profifotografen und Händler bis hin zum Endanwender. Die nächste Gelegenheit, um Heike Jasper zu erleben ist die ADF-Sommerakademie vom 11. – 13. August. (jetzt hier bewerben – bis 30. Juli 2008)

Ich habe Heike Jasper nach den Schwerpunkten ihrer Referentätigkeit gefragt und werde mir auf jeden Fall die ‘Hellkammer’ merken … Wieder habe ich die Frage nach den Verdienstmöglichkeiten für freie Trainer nicht gestellt!  Da sich doch Bilder allein immer schwerer verkaufen – schreibt jedenfalls Peter Bialobrzeski in der Doppel-Sommerausgabe der Zeitschrift PHOTONEWS. Doch daraus später …

Heike Jasper
Heike Jasper

Marko Radloff/bildwerk3: Sie werden bei der ADF-Sommerakademie für Nikon School dabei sein. Was ist die Nikon School?
Heike Jasper: Die Nikon School bietet eine Vielfalt an Fotoworkshops, Seminaren und Fotoreisen für jeden Geschmack und jedes Erfahrungs‐Level. Ob Themen‐ und Kameraworkshops oder Technik‐ und Grundlagenseminare: Auch die beste Kamera oder Software der Welt ist nur so gut, wie die Frau oder der Mann dahinter.

Wir von der Nikon School helfen das fotografische Wissen weiter zu entwickeln und zu vertiefen. Erfahrene Spezialisten referieren über neueste Entwicklungen in der analogen und digitalen Fotografie und geben hilfreiche Anregungen wie aus guten Bildern bessere Bilder werden.

Wie sind Sie zur Nikon School gekommen und seit wann sind Sie dabei?
Nikon School, das „Haus“ in dem viele Arten fotografischer Weiterbildung untergebracht sind, gibt es seit ca. 1,5 Jahren. Da ich auch schon vor dieser Zeit verschiedene Schulungen für Nikon durchgeführt habe, bin ich somit auch in den Trainerbestand aufgenommen worden.

Als Trainer sind wir freie Mitarbeiter. Damit schöpft Nikon aus einem Topf von freien und hoch qualifizierten Trainern und Fotografen, die aus der Praxis kommen. Manchmal treten wir auch als Team auf: bei der ADF-Sommerakademie bin ich zusammen mit dem Fotografen Benedikt Frings-Ness unterwegs.

Ihr Thema bei der ADF-Sommerakademie ist die High-End-Bildoptimierung mit Nikons Capture NX2. Üblicherweise verbindet man die Marke Nikon nicht mit der Entwicklung von Bildbearbeitungssoftware. Was macht Capture NX2 anders als andere?
Hört man „Nikon“ denkt man zuerst an Kameras und Objektive. Nikon bietet neben Service und Support auch einen digitalen Workflow an. Das beinhaltet eben auch die nachträgliche Bildoptimierung. Anders ist nun, dass es eine so gute Software ist, dass es nicht nur für den Einsteiger gedacht ist, sondern auch dem Profifotograf seine Arbeit erleichtern soll.

Und wer kennt die Sensoreigenschaften und Bildaufnahmealgorithmen besser als der Hersteller?! Capture NX(2) ist die qualitativ beste Farbumsetzung (RAW Entwicklung) von Nikon Daten. Desweiteren kann es auch TIFF-Dateien bis zu 16 Bit und JPEG-Daten in unterschiedlichen Qualitätsstufen bearbeiten, ist prooftauglich, kann Farbprofile zuweisen und das alles auch per Stapelverarbeitung.

Was ist unter High-End-Bildoptimierung zu verstehen?
Puh, das ist schwierig! Und eigentlich nur zu beantworten, wenn man weiß, wer für welchen Zweck danach fragt.

In der Ausschreibung für den ADF-Workshop stehen Begriffe, mit denen nicht jeder Fotograf gleich etwas anfangen kann. Darum: Was sind U-Point-Technologie und D-Lighting?
Lacht. Kommen Sie in meine Schulung, dann erfahren Sie es. Im Ernst: U-Point-Technologie ist ein Verfahren, mit dem man durch Setzen eines Punktes gezielt Bilddaten farblich verrändern kann.

Bei NX2 geht das sogar noch mit Unscharfmaskieren, Schwarzweißkonvertierung und anderen Anpassungen. Und das ohne sich mit Masken, Auswahlwerkzeugen und Ebenen beschäftigen zu müssen. Der Besondere dabei ist allerdings, dass Sie das direkt am RAW anwenden können. Das kann derzeit keine andere Software auf dem Markt. Entwickelt wurde die Technologie von der Firma NIK Software. Das Hauptargument ist aber, es ist so einfach anzuwenden und macht unheimlich Spass. Diese Technologie findet seit CNX seinen Einsatz.

Das D-Lighting hingegen gibt es schon seit Capture 4. Es ist eine Funktion die Lichter und Schatten verarbeitet, ohne die Mitteltöne zu verändern. In den neueren Kameras gibt es jetzt sogar ein Aktives D-Lighting, das erzeugt eine Kontrastumfangerhöhung schon direkt bei der Aufnahme.

Weiterlesen

RAW! Alles andere macht für Fotografen keinen Sinn …

Hubertus Küppers ist Fotograf und Coacher in Sachen Fotografie, einer, der sich das Leben ohne digitale Fotografie nicht mehr vorstellen kann – analoge Fotografie ist für Küppers ein Nischenprodukt, das seine Zukunft lediglich im privaten oder im künstlerischen Bereich finden wird.

Wer von Hubertus Küppers lernen möchte, hat demnächst Gelegenheit auf der ADF-Sommerakademie. Im – wirklich günstigen – Pauschalpreis ist u.a. ein Workshop mit Hubertus Küppers dabei. Wir verlosen als Medienpartner der ADF-Sommerakademie hier einen Teilnehmer, der ohne Bewerbung und ohne Teilnahmegebühr teilnehmen darf!

Ich habe mit Hubertus Küppers über Workflow, Dateiformate und auch über digitale Mittelformatkameras gesprochen und u.a. auch erfahren, dass bei guter Planung am Set lediglich 2-3 Aufnahmen pro Einstellung genügen können …

© Hubertus Küppers
© Hubertus Küppers

Ist Hubertus Küppers in erster Linie Fotograf oder zuerst Trainer in Sachen Fotografie?
Ich bin und bleibe in erster Linie Fotograf, mit Leib und Seele. Die Trainertätigkeit ist in diesem Sinne eigentlich eine Begleiterscheinung.

Gute Trainings kann man nur dann machen, wenn man auch am Ball ist, also wenn man weiß was auf dem Markt passiert, wenn man Tendenzen, Trends und Strömungen zeitnah sieht und erfasst, nur dann kann man auch Trainings geben die Aktuell und zeitnah am Markt passieren.

Wie und wann haben Sie in Ihrem eigenen Studio den Übergang zur digitalen Fotografie vollzogen?
1998 begann ich mit digitaler Bildbearbeitung. 1999 folgte die erste Digitalkamera. Deren Einsatz blieb auf Passbilder beschränkt. 2003 kam dann die erste Kamera mit der ich auch im Studio arbeitete.

Nach relativ kurzer Zeit aber war klar, das auf Grund archivarischer Probleme, also analog und digital, es binnen kurzer Zeit zu einem dramatisches Verwaltungschaos gekommen wäre. Da lag die Entscheidung nahe sich zu entscheiden. Also stellte ich den Betrieb von heute auf morgen, eigentlich von vor der Mittagspause bis danach um.

© Hubertus Küppers
© Hubertus Küppers

In welcher Form können Sie sich eine Zukunft für die analoge Fotografie vorstellen?
Ich denke, analoge Fotografie wird sich in Zukunft auf einen kleinen engen Markt für Amateure zurückziehen und im künstlerischen Bereich einen Platz finden.

Was erwartet die Teilnehmer der ADF-Sommerakademie?
Drei spannende Tage mit viel Input. Speziell in meinen Workshops wird es um Fotografische Techniken gehen: Wahrnehmung von Licht, Modellführung und Teamarbeit.

Zusätzlich werden wir natürlich auch „Laborarbeit“ also Bildbearbeitung nicht aussen vor lassen. Ich werde vermitteln, das der gesamte Produtionsprozess vom entwickeln der Idee bis hin zum fertigen Bild ineinander verkettet ist.

© Hubertus Küppers
© Hubertus Küppers

Gilt im digitalen Zeitalter noch die alte Fotografen-Maxime: das meiste passiert bei der Aufnahme? Oder haben die faszinierenden Möglichkeiten der Bildbearbeitung die Kreativität am Set abgelöst?
Nein, die gilt nach wie vor, auch wenn der eine odere andere Kunde momentan den Fotografen mehr als notwändiges Übel denn als kreativen Bestandteil ein Produktion ansieht. Fotografie wird im Stellenwert wieder wachsen!

Das liegt daran, das die neuen Kameras nun in der Lage sind Bildmaterial zu liefern, das wirklich gut ist, so gut, das eine weitere Bearbeitung der Bilddaten weniger wichtig wird. Der Fotograf kann und muss sich in Zukunft wieder mehr auf die Sprache seiner Bilder konzentrieren. Der Markt, von dem wir dachten er wächst zusammen und verschmilzt – also Fotografie und DTP – dividiert sich wieder auseinander und das ist gut so.

Wie widerstehen Sie bei der täglichen Arbeit on location oder outdoor der Versuchung, zu viele Dateien zu produzieren?
Ich bin Schwabe, die Verschwendung von Resourcen liegt mir fern. Spaß beiseite: Ich plane meine Aufnahmen gut. Ich lege vorher ein Ziel fest. Das bedeutet unter dem Strich, wenn alles passt reichen 2 – 3 Aufnahmen und ich habe im „Kasten“ was ich brauche.

Weiterlesen

Adobe, Apple & Co: Kreativ-Workshop zu gewinnen

ADF e.V.Wer was lernen will, muss rausgehen und: Fotografie ist immer auch Technik! Einmal im Jahr veranstaltet der ADF e.V. – der Arbeitskreis digitale Fotografie – seine Sommerakademie. In diesem Jahr vom 11. bis 13. August auf der Raketenstation der Stiftung Insel Hombroich nahe Düsseldorf. Wer daran teilnehmen möchte, kann sich auf den Seiten des ADF bewerben und bekommt – fotografische Eignung vorausgesetzt – an drei Tagen ein fotografisches Vollprogramm inclusive klösterlicher Übernachtung.

Wir verlosen!

Als Medienpartner der Sommerakademie dürfen wir unter allen Kommentatoren zu diesem Beitrag einen Teilnehmer verlosen, der, auch ohne fotografische Eignung und ohne Teilnahmegebühr von Euro 190,00 am Kreativ-Workshop teilnehmen darf.

Also, Kommentar los! Der Gewinner wird am Dienstag den 29.07. bekannt gegeben und Kommentare sind bis zum 28.07. um 24:00 Uhr möglich. Als Anregung für eure Kommtare: Fragen zur Sommerakademie. Fragen zum ADF. Oder, vielleicht kriegt jemand raus, wo die Raketenstation genau liegt und postet einen Kartenlink …

Seite 123 von 146« Erste...102030...121122123124125...130140...Letzte »