Theorie und Praxis

Für Fotografen in Entwicklungsländern: FREELENS Foundation gegründet

von am 23. Mai 2012

Auf Initiative des größten deutschen Berufsverbandes für Fotojournalisten und Fotografen, FREELENS e.V., wurde der gemeinnützige Verein FREELENS Foundation Germany e.V. gegründet.

Viele Fotografen stoßen auf ihren Reisen in Entwicklungsländern immer wieder auf Kollegen, die aus finanziellen Gründen nur sehr geringe Chancen haben, sich als Fotograf eine Existenz zu sichern und die unter einfachsten und gleichzeitig schwierigsten Arbeitsbedingungen arbeiten und leben müssen. Oft fehlt es nur an Kleinigkeiten und bereits mit überschaubaren Geldbeträgen oder Sachleistungen können große Veränderungen bewirkt werden.

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Leica M9 mit Noctilux vs. Canon 5D mit 50mm f1.4

von am 14. November 2011

Dies ist ein Kurzbericht über die Leica M9-P in Kombination mit dem 50mm Noctilux f/0.95. Ich habe bis vor einiger Zeit mit einer Canon 5D in Kombination mit dem EF 50mm f/1.4 oder dem EF 24mm f/1.4 fotografiert.

Daher ist dies in Teilen auch ein subjektiver Vergleich der beiden Kameras.

Im Wesentlichen kann ich zusammenfassen, dass sich für mich vor allem Art der Fotografie änderte: Die Canon Bilder werden sehr professionell, die Leica Bilder werden poetisch. Im folgenden Text meine wichtigsten Eindrücke und ein paar Bildbeispiele, die das Ergebnis untermauern helfen:

Die Lichtstärke

Die Canon 5D kann mit ISO 1.600 in Kombination mit einem lichtstarken Objektiv in ebenso schwierigen Lichtverhältnissen operieren wie die Leica M9-P in Kombination mit dem Noctilux. Die Leica ist bis ISO 800 noch recht gnädig, darüber hinaus sind insbesondere Farbfotos verrauschter als es bei Canon bei dieser ISO Zahl der Fall wäre. Insofern gleichen das lichtstärkere Objektiv an der Leica und die besseren Sensoreigenschaften der Canon 5D einander aus.

Nur für Available-Light-Fotografie ein Noctilux kaufen ergibt daher keinen Sinn. Im Dunkeln bei der Canon 5D die ISO-Zahl hochdrehen ist vielleicht nicht die eleganteste Methode zum Fotografieren – die Ergebnisse überzeugen aber. So ist die teure, optische Lösung Noctilux der elektronischen Lösung bei Canon gleichwertig.

Es ist mehr der Charakter der bei Blende 0.95 entstehenden Bilder und die Abbildungsleistung des Objektivs die einmalig sind.

Leica-Fotografie

Leica M9-P mit Noctilux 0.95

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Intuos4 und Adobe Lightroom – Teil 3: Belegung der Intuos4 ExpressKeys für Bildsichtung

von am 2. August 2011

Die wichtigen Lightroom-Funktionen Bildsortierung und Bildbearbeitung werden von den Wacom Intuos4 Grafiktabletts unterstützt. Damit ermöglichen sie Profi-Fotografen und Enthusiasten ein neues Handling im digitalen Workflow.

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Intuos4 und Adobe Lightroom – Teil 2: Scrollen durch den Katalog mit dem Touch Ring

von am 27. Juli 2011

Die wichtigen Lightroom-Funktionen Bildsortierung und Bildbearbeitung werden von den Wacom Intuos4 Grafiktabletts unterstützt. Damit ermöglichen sie Profi-Fotografen und Enthusiasten ein neues Handling im digitalen Workflow.

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Intuos4 und Adobe Lightroom – Teil 1: Pinselgröße mit dem Touch Ring

von am 20. Juli 2011

Die wichtigen Lightroom-Funktionen Bildsortierung und Bildbearbeitung werden von den Wacom Intuos4 Grafiktabletts unterstützt. Damit ermöglichen sie Profi-Fotografen und Enthusiasten ein neues Handling im digitalen Workflow.

In der Praxisreihe – Intuos4 und Adobe Lightroom – werden in den nächsten Tagen Tipps auf Bw3 erscheinen, die zwar nicht den gesamten Funktionsumfang abdecken, aber auf jeden Fall Anregung liefern, wie man Lightroom und so ein Tablett optimal zusammenbringt.

Unter allen Fotografen die bis zum 31. Juli August 2011 – 24:00 Uhr – auf The floating image ein floating Image veröffentlichen verlose ich ein Wacom Intuos 4 S A6 wide Grafiktablett – M.R.

Die 2.048 Druckstufen des Intuos4 sorgen zusammen mit dem Retuschierpinsel für eine präzise Bildbearbeitung und ein einfaches Handling mit Resultaten, die natürlich aussehen. Das Sortieren der Bilder mit dem Grip Pen fühlt sich für den Anwender fast genauso an wie das manuelle Sortieren an einem traditionellen Leuchttisch.

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Die schiere Anzahl der Bilder explodiert. Interview mit STERN-Bildchef Andreas Trampe

von am 11. April 2011

Interview 2. Teil: Fotografieren im digitalen Zeitalter kann jeder. Wie sehen Sie die Zukunft der Profifotografen im Vergleich zu den Amateuren?
Andreas Trampe: Die Frage führt auf falsches Terrain. Ja, es kann jeder fotografieren und es kann auch jeder ganz gut fotografieren, denn er kann ja immer hinterher leicht checken, wie das digitale Foto geworden ist. Und er kann es einfach wiederholen.

Der Profifotograf wird aber deshalb nicht aussterben, er wird nach wie vor gebraucht: Wenn ich einen Profifotografen und den Amateur für eine Geschichte vier Tage nach Rajasthan schicke, dann wird der Profifotograf eine durchkomponierte Bildstrecke mitbringen, die eine Geschichte erzählt, die einen Anfang und ein Ende hat, die abwechslungsreich ist, umfassend, journalistisch und spannend.

Auch der gute Amateur wird in Teilbereichen gute Ergebnisse erzielen, aber nicht all diese Funktionalitäten erfüllen können, weil er einfach nicht gelernt hat, so zu arbeiten.

Ein Problem für den Profifotografen ist, dass es nicht genug Kunden gibt, die diese Art von hochwertiger Fotografie nutzen. Der Profifotograf hat das Problem, dass er mit hundert anderen um einen Job kämpft und das es zu wenig Abnehmer für diese hochwertige Fotografie gibt. Zu wenige drucken diese Sachen. Und darüber beklagen sich natürlich zu Recht die Fotografen.

Welchen Stellenwert haben für Sie Street Photography und Story Telling?
Story Telling ist sehr wichtig. Der Fotograf überlegt vorher, was für eine Geschichte er erzählen will. Er entwickelt dafür ein Konzept, das er im Kopf hat. Er klopft als allererstes theoretisch ab, ob es überhaupt möglich ist, diese Bilder vor Ort machen zu können und überlässt wenig dem Zufall.

Er braucht Erfahrung für die Umsetzung – das ist solides Handwerk, konzentrierte Arbeit.

Street Photography ist normalerweise nicht journalistisch, weil der Fotograf die Ergebnisse dem Zufall überlässt. Das kann ganz wunderbar sein, er kann aber auch ganz falsch liegen. Im Journalismus werden nicht nur schöne Bilder produziert sondern auch richtige Geschichten erzählt. Das ist bei Street Photography oft nicht der Fall.
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Ein gutes Foto reduziert komplexe Realitäten. Interview mit STERN-Bildchef Andreas Trampe

von am 7. April 2011

Andreas Trampe ist Ressortleiter Bildredaktion beim STERN und verantwortlich für die Auswahl der Fotografien, die als Bildstrecken oder Einzelmotive ins Blatt kommen.

Im ersten Interview-Teil geht es um den Wert journalistischer Bilder, um die Merkmale herausragender Fotografie und um das Thema Authentizität im Bildjournalismus.

Außerdem erfahren wir etwas über den Unterschied bei der Verwendung und Wahrnehmung von Bildern Online und Print und auch, wie viele Bilder tatsächlich täglich die Bildredaktion erreichen.

Das Interview mit Andreas Trampe hat Bernd Wohlert von DOK5 geführt. DOK5 ist eine Firma aus Hamburg, deren Spezialgebiet die Verschlagwortung, das sogenannte Keywording von Bildern ist.

Wozu brauchen wir Fotos?
Andreas Trampe: Es ist eigentlich simpel. Fotos transportieren Informationen in Sekundenschnelle. Sie sind global, das heißt es ist die einzige Sprache, die um den ganzen Erdball herum gesprochen und verstanden wird. Man kann Sachzusammenhänge extrem schnell erfassen. In bestimmten Bereichen sind Bilder auch ein Beweis für eine Schilderung und sie transportieren diese Informationen und Emotionen innerhalb von Sekunden. Nichts ist so emotional wie ein gutes Bild. Ein Bild ist einfach schneller als Texte. In unserer Häppchengesellschaft ist das natürlich erwünscht.

Die französische Illustrierte „Paris Match“ startete 1949 mit der Devise: „Das Gewicht der Wörter und der Schock der Fotos“. Eine zutreffende Charakterisierung des Verhältnisses von Text und Bild?

Es ist natürlich marketingmäßig sehr zugespitzt. Im Fotojournalismus ist es so, dass man Geschichten schnell erzählen, Sachverhalte auf den Punkt bringen, Emotionen vermitteln will.

Wenn man dann global aufgestellt ist wie der STERN, und z.B. mit einem Fotografen aus Thailand oder Brasilien produziert, der nicht im STERN sozialisiert wurde, dann ist es natürlich sehr schön, wenn der seine Inhalte veröffentlichen kann in einem Medium, das universell funktioniert.

Ein gutes Foto schafft im Gegensatz zum Film auch noch etwas Bleibendes, weil es die Zeit anhält.

Gute Bilder fressen sich ins Hirn. Gute Fotos sind in der Lage, Geschichte einzufrieren.

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