Wie war der Urlaub? Wie überzeugend ist die GX200? So und so ähnlich wurde ich in den letzten Tagen immer wieder angesprochen und ich habe mich ein-, zweimal herausreden müssen … Argumente sammeln, sortieren, formulieren.
Zusammenfassend will ich sagen, dass die GX200 eine angenehme, eine unauffällige, eine noble Begleiterin war, die nach einer kurzen Einarbeitungs- und Umgewöhnungsphase (wo ist jetzt der Knopf noch mal?) ganz prima Ergebnisse gebracht hat und die sich auf intuitive Art handhaben ließ – in den Grenzen ihrer Möglichkeiten versteht sich.

Blauer Himmel, Wasser und Sonne und jemanden, der einen roten Pilz aufstellt – mehr brauchts nicht. (technische Werte: ISO64 f/9 1/660s)
Und ganz klar: der Funktionsumfang ist beachtlich und für ambitionierte Fotografen gedacht und für Kameras dieser Größe nicht eben selbstverständlich. Ein paar Stichpunkte zur Einstimmung: Programm- oder Zeitautomatik, manuelle Belichtung oder Vollautomatik, Blitzbelichtungskorrektur, manuelle Teilleistungsstufen (7!) für das eingebaute Miniaturblitzgerät, Belichtungskorrektur und manuellen Weißabgleich, umschaltbar auf manuelle Fokussierung; die Kamera hat ein eigenes RAW-Format und eine eingebaute elektronische Wasserwaage (heißt ‘Ausrichtkorrektur’) und wer mag, kann für die Aufnahme ein quadratisches Format wählen – ausgegeben als kameraeigene RAW- oder JPEG-Datei.
Äußere Werte
Die Edelmini von RICOH überzeugt auf den ersten Blick – wie eigentlich alle Modelle aus der Professional Reihe von RICOH – durch ihre mattschwarze und edle Verarbeitung. Man nimmt diese Kameras gern in die Hand. Alle Knöpfe sind übersichtlich angebracht und man kann sofort loslegen. Trotzdem das Objektiv einige Zentimenter herausfährt, scheint die GX200 im Vergleich zur GR Digital II – das Schwestermodell mit Festbrennweite – schneller einsatzbereit zu sein, obwohl die GR Ditgital II beim Start die angenehmeren Geräusche macht: summend und nicht etwa leise ratternd wie das Zoom-Modell.

Keine leichte, aber lösbare Aufgabe: Innenaufnahmen. Technische Details: ISO200 f/2.4 1/20s
Anders als die GR Digital II braucht die GX200 einen Objektivdeckel, um die Frontlinse zu schützen. Das ist ein bißchen umständlich, liegt aber wohl konstruktionsbedingt an der vorhandenen Zoom-Optik. Man ist gut beraten, sich für die GX200 eine extra Kameratasche zu zulegen und sie nicht wie ihre etwas kleinere Schwester in die Hosentasche zu stecken. Für diejenigen, die das Abnehmen des Objektivdeckels umgehen möchten, gibt eine selbst öffnende Ausführung als Zugehör – hier.
Wenn ich das erste Mal mit digitalen Zwergen arbeite, die obendrein keinen Sucher haben, (es gibt für die GX200 und auch für die GR Digital II einen Aufstecksucher als Zubehör, den man aber nicht wirklich einsetzt) und bei denen ich die LiveView-Funktion für Bildausschnitt und die Beurteilung der Belichtung ganzs selbstverständlich verwende, suche ich immer gleich mal nach dem Knopf für die Belichtungskorrektur.

Puh, wie kitschig! Und eigentlich war es noch ziemlich finster. Aber auch solche Aufnahmen lassen sich rauschfrei realisieren: indem man die Kamera irgendwo aufsetzt. Technische Details: ISO100 f/4.8 1/3s
Die GX200 hat den ADJ. Knopf – wie viele andere Modelle von RICOH auch; oder haben ihn alle? Die Adjust-Taste lässt sich mit dem Daumen niederdrücken und wie ein kleiner Joystick in zwei Richtungen bewegen. So hat man nur mit dem Daumen schnell und einfach direkten Zugriff auf ISO-Wert, Belichtungskorrekturen, Weißabgleich, Ausgabeformat und andere Einstellungen – Funktionen, die man auch selbst festlegen kann. weiterlesen …
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