26. Mai 2010 4

Ohne Ausbildung Fotograf: wie aus Leidenschaft Profession wird

Als Fotograf arbeitet Hüseyin Yerlikaya in Mannheim. Er hat dort ein großes Tageslicht-Studio, das man auch mieten kann. Diese Location kann einen echt neidisch machen und wer mal einen Blick darauf werfen möchte, kann dies auf der Internetseite des Fotografen tun. (Website des Fotografen besuchen)

Hüseyin Yerlikaya hat seine Karriere ohne eine klassische Ausbildung geschafft. Sein Geheimnis sei die Leidenschaft für Fotografie und diese und natürlich die Fähigkeit, sich das notwendige Wissen selbst anzueignen, haben ihn soweit gebracht. Heute fotografiert Hüseyin Yerlikaya nicht nur in Deutschland sondern ist weltweit im Auftrag seiner Kunden unterwegs.

© Hüseyin Yerlikaya

© Hüseyin Yerlikaya

Worin besteht der Wert einer guten Ausbildung zum Fotografen? Welche Ausbildung haben Sie absolviert?
Ich habe drei Ausbildungen und ein Studium abgeschlossen, aber leider hatte keine Ausbildung mit Fotografie zu tun ;-)

Als Autodidakt musste ich mir das Wissen, das ich als Fotograf benötige aneignen. Mein Schlüssel zum Erfolg heißt “Leidenschaft” und nicht Ausbildung.

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18. Mai 2010 0

Fotografen brauchen ein gutes Auge und Vorstellungsvermögen

Christian Wolf arbeitet als Fotograf in Mülheim an der Ruhr. Seiner Ansicht nach kann man als Fotograf – als guter Fotograf – von überall aus arbeiten. Man sei für die allermeisten Projekte sowieso viel unterwegs – oder arbeite eben in seinem Studio.

Seit kurzem hat Christian Wolf ein eigenes Studio. Darauf ist der 1982 geborene mächtig stolz und wir haben verabredet, diese Neuerwerbung einmal in einem besonderen Beitrag zu würdigen. Ihr habt Fragen zum Thema eigenes Studio? Nur zu …

© Christian Wolf

© Christian Wolf

Worin besteht der Wert einer guten Ausbildung zum Fotografen? Welche Ausbildung haben Sie absolviert?
Hier scheiden sich wohl die Geister … Ich habe an der fadbk in Essen Kunst und Fotografie studiert und habe dort sehr viel gelernt und ausprobieren können. Jedoch finde ich, dass man, um gute Fotos zu machen, nicht zwangsläufig studiert haben muss.

Es gibt viele tolle Fotografen, die es weit gebracht haben und Autodidakten sind. Was der beste Weg ist, sollte daher jeder für sich entscheiden. Wichtig ist, was am Ende „raus kommt“.

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7. Mai 2010 0

Im Vorfeld planen und sich beim Fotografieren auf die Situation einlassen

Die Fotografin Anne Gabriel-Jürgens kenne ich vom Dokfünf-Fotowettbewerb – gemeinsam mit Ingo Taubhorn (Deichtorhallen), Guido Schmidtke (STERN) und Klaus Plaumann (CEPIC) waren wir als Juroren für den Wettbewerb eingeladen. Die Gewinner werden demnächst in Hamburg zu sehen sein.

Anne Gabriel-Jürgens hat mir von ihrem Leben als Fotografin zwischen Hamburg, Berlin und Zürich erzählt und ich habe sie bei dieser Gelegenheit gebeten, unsere zehn Fragen an Fotografen zu beantworten:

© Anne Gabriel-Jürgens

aus der Serie swiss woman © Anne Gabriel-Jürgens

Marko Radloff/Bildwerk3: Worin besteht der Wert einer guten Ausbildung zur Fotografin? Welche Ausbildung haben Sie absolviert?
Anne Gabriel-Jürgens: Es ist hilfreicher an eine Uni zu gehen oder eine feste Zeit zu Assestieren, da dort ideale Vorraussetzungen sind um zu lernen mit Bildern umzugehen, Kontakte zu bekommen und sich gegenseitig zu kritisieren.

Ich denke es ist immer wichtig dass man sich informiert, aus Fehlern lernt und andere Menschen hat, mit denen man einen regelmäßigen und ehrlichen Austausch über seine Arbeiten hat. Ich kenne aber auch viele hervorragende Autodidakten.

Ich selber habe zuerst Illustration/freie Kunst und dann Fotografie bei Ute Mahler in Hamburg an der HAW studiert und dort mein Diplom gemacht. Danach war ich bei Arno Fischer als Meisterschülerin an der Ostkreuzschule in Berlin.

Fotografien

Anne Gabriel-Jürgens

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5. Mai 2010 1

Ich versuche mich selbst zurückzunehmen, um die anderen zu sehen

Die Bilder der Fotografin Nele Martensen haben etwas nordisch-hanseatisches … Im Interview erzählt die Hamburger Fotografin über ihre große Achtung gegenüber Menschen und über ihren Einstieg bei der Hamburger Morgenpost.

Noch bis zum 14.05.2010 sind ihre Bilder unter dem Titel: “Von kleinen und großen Menschen” in der kulturreich-Galerie in Hamburg zu sehen.

© Nele Martensen

Greta und Paul aus der Serie 'greta und paul 1' – © Nele Martensen

Nele, seit wann fotografieren Sie?
Durch mein kreatives Elternhaus – Mutter Hutmacherin, Vater Grafiker – waren viele Freunde meiner Eltern Fotografen. Als kleines Mädchen hatte ich großen Respekt vor ihnen. Ich habe immer gedacht, dass sie in einem Menschen mehr sehen können als andere. Mich hat das fasziniert und zugleich beunruhigt.

Und was sagen Sie heute? Sehen Fotografen wirklich mehr?
Nein, heute denke ich das nicht mehr. Und trotzdem versuche ich immer wieder, das zu sehen und zu erfassen, was man sonst nicht sieht. Ich bin nicht sicher, ob mir das gelingt. Es gibt Menschen, die das behaupten, weil sie sich wiederfinden in meinen Bildern.

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27. April 2010 0

Frei von ökonomischem Druck Fotografie studieren

Zu seinen größten Erfolgen zählt der Fotograf Frank Bauer sein dauerhaftes Verhältnis zu einigen seiner Kunden – das sei in Zeiten wie diesen nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit. Bauer hat bisher für nationale und internationale Magazine, einige wichtige deutsche Marken und für einige Musik-Label fotografiert.

Frank Bauer macht am liebsten Portraits – seine Aufnahmen zeugen von großem Fingerspitzengefühl im Umgang mit Menschen und von Geduld und dem Bedürfnis, etwas Besonderes zu machen.

Was meint Ihr ist die größte Herausforderung für denjenigen, der Menschen fotografiert?

© Frank Bauer

© Frank Bauer

Bildwerk3/Marko Radloff: Worin besteht der Wert einer guten Ausbildung zum Fotografen? Welche Ausbildung haben Sie absolviert?
Frank Bauer: Der Kern jeder guten Ausbildungsstätte für Fotografie ist es, den Studenten die Themenfindung und die damit einhergehende Fotosprache zu ermöglichen.

Neben der Beherrschung der Technik, was ja selbstverständlich ist und welche man ja auch immer weiterhin verfeinern sollte, ist es sehr wichtig während eines Fotografie-Studiums herauszufinden welche Themen einem liegen, was man also sagen will und wie man es sagen will. Ich denke gute Dozenten helfen einem dabei, lenken in die richtige Richtung.

Bei all dem ist es auch wichtig dies noch ohne den Druck des Marktes auszuloten, ohne die sehr spezifischen Briefings, die später die einzelnen Aufträge so sehr und genau prägen.

Ich selbst war auf der Staatlichen Fachakademie für Fotodesign (heute FH) München von 1992 bis 1995.

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21. April 2010 3

Schauen, ausprobieren, machen …

Der Fotograf Jürgen Altmann fotografiert People, Portrait und Fashion für internationale Werbekunden und für Magazine. Zu seinen Kunden zählen unter anderem Bayer, Daimler Chrysler, Hugo Boss, Kodak, das Lufthansa Magazin oder auch Vogue, das bekannte Modemagazin.

Für ihn ist es der größte Erfolg, seinen Traumberuf ausüben zu dürfen und er tut dies von Stuttgart aus.

© Jürgen Altmann

© Jürgen Altmann

Worin besteht der Wert einer guten Ausbildung zum Fotografen? Welche Ausbildung haben Sie absolviert?
Aus meiner Sicht die beste Schule: Machen! Schauen, was einen interessiert. Hingehen, ausprobieren. Lernen, wie weit man selbst bereit ist, zu gehen. Das hilft, einen eigenen Weg zu finden.

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18. April 2010 0

Eine eigene(!) Bildsprache

Verglichen mit anderen Fotografen hat Tania Reinicke früh den eigenständigen Ausdruck gesucht und früher als manche Kollegen ihre Arbeiten in Ausstellungen und Büchern präsentiert. Herausgekommen ist ein akzentuiertes und facettenreiches, in seiner Vielfalt nicht gerade homogenes Portfolio.

Höhepunkt sind aus meiner Sicht die Aufnahmen aus der Serie Lost Spaces Beijing,China – zu sehen auf den Seiten von derfreiraum.com – auf diesen Bildern wird die Wechselbeziehung von Fotografin und Metropole, Fotografin und Ballungsgebiet besonders greifbar und ist stilistisch sehr fein abgestimmt – Tania Reinicke lebt und arbeitet im Ruhrgebiet.

© Tanja Reinicke

© Tanja Reinicke

Marko Radloff/Bildwerk3: Worin besteht der Wert einer guten Ausbildung zum Fotografen? Welche Ausbildung haben Sie absolviert?
Fotografin Tania Reinicke: Die theoretische und praktische Auseinandersetzung mit dem Medium Fotografie in den unterschiedlichsten Ausdrucksformen sollte Wissen vermitteln, das in die zukünftige Arbeit des Fotografen fließt.

Im Mittelpunkt dieser Rückkopplung von theoretischer Auseinandersetzung und praktischer Anwendung sollte dabei die Konzeption einer eigenen fotografischen Sprache stehen.

Ich habe an der Fachhochschule Dortmund bei Prof. Heiner Schmitz und Prof. Gerald Koeniger studiert. Neben dem Studium habe ich assistiert, um meine praktischen Kenntnisse zu vertiefen.

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