25. November 2011 3

Künstlerportraits von Nina Lüth

Michael Joo (l.) – Künstler; Damien Hirst – Künstler, Kurator und Mitbegründer der Künstlerbewegung Young British Artists – März 2010 © Nina Lüth/laif

Die laif-Fotografin Nina Lüth wurde 1971 in Bonn geboren. Im Jahr 1999 machte sie ihr Diplom an der FH-Bielefeld im Bereich Foto/Film Design.

Seit 1997 lebt und arbeitet Nina Lüth in Berlin.

2006 übernahm Lüth eine Lehrtätigkeit im Bereich Fotografie an der Schule für Fotografie am Schiffbauerdamm und 2008 eine Lehrtätigkeit im Bereich Fotografie an der Hochschule Dessau.

Fotografin Nina Lüth

Nina Lüth ist Mitglied bei laif – agentur für photos & reportagen

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17. November 2011 5

Japan – Überleben in einem zerstörten Land. Fotograf Christoph Bangert

© Christoph Bangert/laif

Rettungskräfte vor einem großen Frachtschiff – Hafen von Kamaishi © Christoph Bangert/laif

Nach dem schwersten Erdbeben in der Geschichte Japans überflutete ein Tsunami weite Teile der Nordostküste. Tausende Menschen starben. Mehrere Nachbeben erschütterten die Unglücksregion.

Christoph Bangert dokumentierte für den STERN und die NZZ die unvorstellbare Zerstörung und wie die Menschen vor Ort die Katastrophe meistern.

Fotograf Christoph Bangert

Christoph Bangert wurde 1978 in Daun in der Eifel geboren und studierte Fotodesign an der Fachhochschule Dortmund. Im Jahr 2002 unterbrach er sein Studium und seine Karriere als Rallyefahrer und reiste mit einem Landrover über Land in sechs Monaten von Buenos Aires nach New York.

Anfang 2007 erschienen die Bilder dieser Reise als Buch mit dem Titel Travel Notes im New Yorker powerHouse Verlag.

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26. Oktober 2011 4

Ich mag Themen, die mir Freiraum bei der Umsetzung lassen. Fotograf Thomas Duffé

aus 'City Nord' © Thomas Duffé

aus 'City Nord' © Thomas Duffé

Worin besteht der Wert einer guten Ausbildung zum Fotografen? Welche Ausbildung haben Sie absolviert?
Auf der einen Seite kann man den Wert einer guten Ausbildung gar nicht überschätzen, auf der anderen Seite bleibt sie immer Mittel zum Zweck: Bilder die ich im Kopf habe umzusetzen.

Das ist so ähnlich wie beim Bücherschreiben. Wenn ich vor meinem Top–Rechner mit dem Monster–Textverarbeitungsprogramm sitze und mich perfekt in fünf Sprachen auszudrücken weiß, bleibt das Blatt leer, wenn ich nichts zu sagen habe.

Ich selbst habe nach dem Besuch einer privaten Fotoschule in einem großen Industrie- und Werbestudio eine Fotografenausbildung gemacht und danach lange assistiert – erst fest, später frei.

Was erwarten Sie von Ihren Assistenten? Was erwarten Ihre Assistenten von Ihnen?
Von einem Assistenten erwarte ich Konzentration. Ich denke, dass alle Assistenten eine angemessene Bezahlung erwarten und auch verdienen; außerdem Einblicke in die Arbeitsweise des Fotografen.

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13. Oktober 2011 2

New Burlesque. laif-Fotografin Katharina Bosse

aus 'New Burlesque' © Katharina Bosse (USA, New Orleans)

aus 'New Burlesque' © Katharina Bosse (USA, New Orleans)

Atemberaubender Sexappeal und pure Sünde das kommt einem bei ”New Burlesque” in den Sinn. Die Kleidung und Accessoires im Stil der 30er, 40er und 50er Jahre verhüllen wohlgeformte Körper und versprühen so einen gewissen Glamour, wie man ihn aus dem frühen Hollywood kennt.

Nachdem das Genre mit dem Ausbruch des 2. Weltkrieges schon so gut wie in der Versenkung verschwunden war, etablierte sich der Trend des New Burlesque zu Beginn der 90er erneut. Dita von Teese wurde zu seiner Ikone und hat damit einen regelrechten Boom ausgelöst.

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11. Oktober 2011 0

Dieser Weg hat wunderbar funktioniert. Zehn Fragen an den Fotografen Malte Jäger

couchsurfin' the world © Malte Jaeger

couchsurfin' the world © Malte Jaeger

Worin besteht der Wert einer guten Ausbildung zum Fotografen? Welche Ausbildung haben Sie absolviert?

Ich habe mich zunächst mit Assistenzen bei verschiedenen, klassischen Werbefotografen in die technische Seite der Fotografie eingearbeitet. Ich habe eine Zeit lang fest in einem Gemeinschaftsstudio mit 5 Fotografen gearbeitet, in dem ich mich nach Feierabend nach Herzenslust mit allen vorhandenen Materialien austoben konnte. Dieser Weg hat wunderbar funktioniert.

Danach wusste ich, dass ich mich weder als Stillifer, noch als Modefotograf, oder überhaupt studiogebunden wohlfühlen würde. Mir wurde klar, dass ich mich im weitesten Sinne mit dokumentarischer Fotografie auseinandersetzen wollte und ich entschloss mich, eine Ausbildung beim Lette-Verein-Berlin zu absolvieren.

Ausschlaggebend für die Entscheidung zu studieren, war für mich die Möglichkeit, mich in diesem Rahmen frei und intensiv mit meinen eigenen fotografischen Inhalten auseinandersetzen zu können. Im Nachhinein erkenne ich, dass der Austausch mit Menschen, bei denen ich damals das Gefühl hatte, dass sie meine Art zu denken und zu sehen teilen, und von denen ich obendrein noch lernen konnte meine Ideen umzusetzen, sehr wichtig für meine weitere fotografische Entwicklung war.

Was erwarten Sie von Ihren Assistenten? Was erwarten Ihre Assistenten von Ihnen?

Was meine Assistenten von mir erwarten kann ich nicht wirklich beantworten. Ich denke, aber, dass ein guter Umgang miteinander, die Anerkennung der Leistung des anderen und eine faire Bezahlung das wichtigste sind.

Ich habe bisher nicht das Gefühl, dass meine Assistenten viel von mir lernen wollen. Das liegt aber sicher auch daran, dass ich am liebsten mit Freunden arbeite, die selbst Fotografen sind, auch wenn sie im Falle der Zusammenarbeit mal die Rolle des Assistenten übernehmen.

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22. September 2011 4

Portraits. laif-Fotograf Anatol Kotte

Til Schweiger, Schauspieler (01.06.2006) © Anatol Kotte/laif

Til Schweiger, Schauspieler (01.06.2006) © Anatol Kotte/laif

Ein gelungenes Portrait ist weit mehr als das Abbild einer Person, es gibt Einblick in ihren Charakter, erfasst den Menschen hinter der Fassade.

Anatol Kottes Portraits von Menschen aus Politik, Unterhaltung, Wirtschaft und Medien haben ihre eigene Handschrift, sind präzise und klar – auf den ersten Blick kühl, auf den zweiten auch emotional.

Dazu regiert eine Subtilität mit der er Schauspieler wie Til Schweiger, Musiker wie Jessye Norman oder Politiker wie Kanzlerin Angela Merkel in Szene setzt.

Fotograf Anatol Kotte

Anatol Kotte wurde 1963 geboren. Seit 1988 arbeitet er als selbständiger Fotograf und bekam für seine Arbeit zahlreiche Preise im In- und Ausland. Er lebt in Hamburg.

Anatol Kotte bei laif

Fotograf Anatol Kotte

1. September 2011 0

9/11 laif-Fotograf Andreas Herzau

New York City nach dem Terroranschlag auf das World Trade Center am 11.09.2001 © Andreas Herzau/laif

New York City nach dem Terroranschlag auf das World Trade Center am 11.09.2001 © Andreas Herzau/laif

Nach dem Terroranschlag auf das World Trade Center in New York am 11. September 2001 besuchte Andreas Herzau die verwundete und verwundbare Stadt am Hudson. Er fand Spuren der Trauer, der Anteilnahme und des Verlustes buchstäblich an jeder Straßenecke.

Seit 1992 widmet sich Andreas Herzau ausschließlich der Fotografie. 1994 fotografierte er die Drogenszene in Deutschland. 1994 bis 1995 dokumentierte er mit der Kamera den Bürgerkrieg in Ruanda, Sierra Leone und Liberia. 1996 fotografierte er eine Serie über ein Abschiebegefängnis in Deutschland.

1997 bis 2001 beschäftigte er sich mit dem Projekt Me, Myself + I, einer fotografischen Auseinandersetzung mit der Selbstinszenierung junger Menschen. Vom Jahr 2000 bis 2002 arbeitete er an dem Buch Andreas Herzau – New York einem fotografischen Essay der Stadt New York – vor und nach den Anschlägen vom 11. September 2001.

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