ONE THIRD. Ein Projekt über Nahrungsmittelverschwendung. Fotograf Klaus Pichler

HUHN aus ONE THIRD © Klaus Pichler (2011 – 2012)
HUHN aus ONE THIRD © Klaus Pichler (2011 – 2012)

HUHN aus ONE THIRD © Klaus Pichler (2011 – 2012)

Die Bilder der Serie „One Third“ zeigen Lebensmittel, die nicht mehr genießbar sind und sich in verschiedenen Stadien des Zerfalls und der Zersetzung befinden. Dabei waren die Zutaten der Serie einst schmackhafte Nahrungsmittel, die im Supermarkt feilgeboten wurden, nachdem sie aus verschiedensten Ländern der Welt dorthin gebracht wurden.

Der Titel der Serie – „One Third“ – bezieht sich auf eben jenes Drittel an Lebensmitteln, das laut einer Studie der FAO weltweit verschwendet wird. Lebensmittel, die ihre jeweils individuelle Geschichte haben, auf unterschiedlichste Art und Weise hergestellt wurden und aus verschiedenen Teilen der Welt stammen. Gemeinsam ist ihnen nur eines: sie werden weggeworfen.

Die Auswahl der Lebensmittel der Serie reicht von Grundnahrungsmitteln, Milchprodukten, Fleisch, Getreideprodukten über Obst und Gemüse bis hin zu Süßigkeiten und exotischen Spezialitäten und deckt so das ganze Spektrum dessen ab, was auf unsere Teller kommt.

Klaus Pichler: „Die unmittelbare Idee dieser Serie war, Nahrungsmittel in verschiedenen Stadien des Zerfalls zu fotografieren, um die Problematik der Lebensmittelverschwendung zu thematisieren. Diese Verschwendung ist vor allem in den Industrienationen eng mit Lebensweisen, und damit auch mit der Kulturindustrie verbunden.“

Die Lebensmittel, die für diese Serie verwendet werden, kommen aus unterschiedlichsten Teilen der Welt: von lokal hergestellten Produkten bis zu Produkten, die zehntausende Kilometer Transportweg hinter sich haben, ist alles zu finden. Der Großteil der fotografierten Produkte sind unverarbeitete Nahrungsmittel.

Im Supermarkt gekauft

Die Zutaten für das Projekt wurden alle gekauft – der Großteil davon im Supermarkt – um aus einer Position als Kunde und Konsument heraus die Lebensmittel mit Absicht verderben zu lassen und sie schließlich (nach den Fotoaufnahmen) wegzuwerfen.

Klaus Pichler:“Dies ist durchaus als Provokation zu verstehen: auf KonsumentInnenseite geschieht Lebensmittelverschwendung nicht absichtlich, sie „passiert“ als Nebeneffekt. Im Gegensatz dazu werden hier die Nahrungsmittel ganz bewusst verschwendet.“

Klaus Pichler widmet dieses Projekt den Arbeitern und Arbeiterinnen der globalen Lebensmittelindustrie gewidmet.

Fotograf Klaus Pichler – www.kpic.at

Veröffentlicht von Marko Radloff

Marko Radloff ist Gründer und Herausgeber von Bildwerk3. Bei Bildwerk3 Fotoarbeiten zeigen? Submission! Über Marko Radloff: XING Bildwerk3 unterstützen? Über diesen Link einkaufen.

4 Kommentare

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  4. Sehe das ganze irgendwie zwiegespalten. Einerseits finde ich das Thema und die Grundaussage total gut, andererseits finde ich hätte man fotografisch etwas mehr rausholen können. Manche Bilder sind dennoch erstklassig – die Zitronen z.B!

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