Stockfotografie. Geld verdienen mit eigenen Fotos (Praxishandbuch zu gewinnen)

Robert Kneschke: Stockfotografie - Edition ProfiFoto: Geld verdienen mit eigenen Fotos

Genau ein Jahr ist es her, dass ich hier das Handbuch von Robert Kneschke vorgestellt habe. Nun liegt die zweite Ausgabe auf meinem Schreibtisch.

Kneschkes in der Edition Profifoto erschienener Leitfaden gehört in der Zwischenzeit zu den Must-Have-Publikationen für alle, die Bilder über Stockagenturen verkaufen möchten und richtet sich an Einsteiger aber auch an jene, die schon Erfahrungen mit istock.com oder fotolia.com gemacht haben. (Buchverlosung auf der Bw3-Facebookseite)

Robert Kneschke: Stockfotografie - Edition ProfiFoto: Geld verdienen mit eigenen Fotos

Robert Kneschke: Stockfotografie - Edition ProfiFoto: Geld verdienen mit eigenen Fotos – mit 480 Seiten Glanzpapier ziemlich gewichtig

Wer gern fotografiert, für den ist Stockfotografie – besonders in ihrer noch jungen Form als Microstockfotografie – ein guter Weg, um aus Leidenschaft eine Einnahmequelle zu machen.

Fotos verkaufen kann jeder. Man braucht dazu nicht mehr als eine halbwegs vernünftige Kamera und einen Computer mit Internetanschluss, ein Konto bei einer oder mehrerer Bildagenturen und natürlich Bildideen plus der Fähigkeit, sie umzusetzen.

Robert Kneschke ist diesen Weg sehr erfolgreich gegangen und hat aus seinen Erfahrungen ein Buch gemacht. Kneschke teilt uns seine Erfahrungen sehr detailliert mit – die natürlich nur oberflächlich betrachtet so simpel sind. Es gehört eine ganze Menge dazu, auch ein dauerhaft erfolgreicher Stockfotograf zu sein!

Mehr als ein Hobby

Am häufigsten fallen Sätze die so ähnlich lauten wie: „Versetzen Sie sich in die Lage der Bildkäufer.“ Tatsächlich liegt in dieser Aufforderung viel Grundlagenverständnis: vor allem aber inhaltliche Denke und ökonomisches Herangehen. Wer immer noch hofft, mit seinen planlos geschossenen Urlaubsbildern den Markt zu erobern, hat nicht begriffen, was hier passiert.

In der erwerbsmäßigen Form der Fotografie, in die Kneschke uns einführt, geht es nicht darum, ein Bild möglichst teuer sondern viele Bilder möglichst oft zu verkaufen. Preismodelle und Gewinnmargen bestimmen die Agenturen, der Fotograf ist Herr über Themen, Motive und Anzahl in seinem Portfolio.

Auch das ist natürlich zu einfach: Agenturen lassen nicht alles zu. Sie beschäftigen in der Regel eine gut funktionierende Qualitätskontrolle, damit ihre Kunden nicht Berge von Müll durchsuchen müssen, um ein passendes Motiv zu finden.

Robert Kneschke hat die Aspekte moderner Stockfotografie in einem sehr detailreichen, gründlich gegliederten, angemessen illustrierten und umfangreichen Handbuch zusammengetragen – das obendrein unterhaltsam zu lesen ist.

Was für die erste Ausgabe galt, gilt auch für die zweite: bewundernswert ist die schlüssige Systematik und die Disziplin mit der Kneschke sein Thema angeht. Dieses Buch verdient eine 1+ und meine unbedingte Kaufempfehlung unter der Voraussetzung, man will als Fotograf Stockfotograf sein.

Ihr habt schon einmal Bilder über Stockagenturen verkauft? Natürlich interessieren mich eure Erfahrungen. Diskutiert wird auf der Bw3-Facebookseite. Mit etwas Glück könnt ihr mein Rezensionsexemplar gewinnen.

Alltag eines Fotoproduzenten – Blog von Robert Kneschke

Robert Kneschke: Stockfotografie. Geld verdienen mit eigenen Fotos
Auflage: 2. überarbeitete Auflage 2011 (18. Februar 2011)

Veröffentlicht von Marko Radloff

Marko Radloff ist Gründer und Herausgeber von Bildwerk3. Bei Bildwerk3 Fotoarbeiten zeigen? Submission! Über Marko Radloff: XING Bildwerk3 unterstützen? Über diesen Link einkaufen.

23 Kommentare

  1. Das Buch kostet 30 Euro. Wie viele Bilder müssen von einer Microstock Agency angenommen und letztlich verkauft werden um allein das Buch zu finanzieren?

    • Die Frage ist in diesem Zusammenhang unpassend: es geht nicht darum Bildrechte einmal sondern permanent zu verkaufen.

      Wenn Du erst einmal den Gegenwert des Buches rein hast, wirst Du im nächsten Monat den gleichen und wenn Dein Portfolio weiter wächst, mehr erzielen und so weiter …

    • @marko Also das „Schneeballsystem“ hat sich schon in der Finanzwelt immer wieder ad absurdum geführt.
      Schön wäre es wenn Agenturen Stockfotos nur von Profs MIT GEWERBESCHEIN und somit Steuerpflicht annehmen würden. Dann wären auf dem Markt wieder halbwegs lebensfähige Honorare zu verdienen.
      gegen das Micro-Honorar ist Harz IV ja ein richtiger Lottogewinn!!!

    • Der Gedanke – ich meine die Gewerbepflicht für (Micro-)Stockfotografen – ist nicht übel … der Vergleich mit dem Schneeballsystem hinkt meines Erachtens.

  2. Ich denke auch man verkauft seine Fotos einfach zu billig und die Firmen können sonst wie oft damit arbeiten und veröffentlichen,

  3. Was viele übersehen: Der Schein der Internetseiten trügt…

    Gebe ich „Rote Rosen“ als Suchbegriff ein sehe ich auf der ersten Seite Bilder, die sich tausend Mal verkauft haben. Wow, der Fotograf hat ja letztendlich richtig verdient.
    Was man nicht beachtet: Es gibt noch weitere 500 Seiten mit Treffern. Ruft man Seite 100 auf, haben die meisten Bilder noch nichtmal einen Betrachter gehabt, geschweige denn einen Käufer.

  4. @Hochzeitsfotograf: Es ist doch aber legitim, dass die Bestseller als erstes angezeigt werden. Die werden ja nicht umsonst öfter gekauft. Natürlich haben es neue Bilder dann schwerer, aber das ist ja überall so…

  5. Pingback: Was ist Stockfotografie? | your-foto.de

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