Fotografen

Ein ausgewogenes Famlienleben bringt Gelassenheit. Fotograf Benedikt Ernst

von am 5. Oktober 20102 Kommentare

Benedikt Ernst ist auf einem ungeraden Weg Fotograf geworden und damit ziemlich erfolgreich: vom Bankkaufmann zum Spezialisten für Fashion-, Beauty- und Editorial-Produktionen; und Antrieb und Motivation wie so oft: Leidenschaft für Fotografie.

Die Bildwerk3-Frage nach der Vereinbarkeit von Familie und Fotografenberuf hat Ernst ausdrücklich bejaht. Der Kölner Fotograf ist verheiratet und hat drei Kinder. Außerdem ist er ein Social-Network-Enthusiast: sein Facebook-Account weißt mit Stand heute 3.327(!) Freunde aus.

© Benedikt Ernst

© Benedikt Ernst

Worin besteht der Wert einer guten Ausbildung zum Fotografen? Welche Ausbildung haben Sie absolviert?
Sicherlich ist eine fundierte Ausbildung oder Studium für einen Fotografen sehr nützlich, wobei es meiner Meinung nach auch immer typabhängig ist, wie sehr diese Ausbildung dann fruchtet.

Ich selber bin Autodidakt und habe nur den einen oder anderen Workshop besucht, um mir ein paar Grundkenntnisse anzueignen beziehungsweise zu vertiefen. Fotografie hat für mich viel mit Leidenschaft zu tun.

Niemandem nutzt die beste Ausbildung, wenn man nicht mit offenen Augen durchs Leben geht und sich von vielen Einflüssen inspirieren lassen kann.

Grundsätzlich will ich aber noch anfügen, dass eine abgeschlossene Ausbildung oder ein Studium, egal in welchem Bereich, sicherlich eine Bereicherung für den eigenen Lebensweg ist. Ich habe in die verschiedensten Arbeitsbereiche reingeschnuppert, bin ausgebildeter Bankkaufmann, danach 3 Semester BWL geschnuppert, habe 7 Jahre einen Jazzclub mitbetrieben und war als angestellter und freiberuflicher Grafiker tätig.

Was erwarten Sie von Ihren Assistenten? Was erwarten Ihre Assistenten von Ihnen?
Für den Assistenten muss in der Hauptsache die Unterstützung meiner Arbeit zählen, mit wachem Blick und einem Gespür für das jeweilige Projekt.

Dazu gehört in der Hauptsache der Überblick über das Equipment. Zuverlässigkeit ist wichtig. Bei längerer Zusammenarbeit ist es sicher hilfreich, wenn er intuitiv bei der Arbeit am Set mitarbeitet.

Dafür gibt es eine Menge Spaß und Freude an der Arbeit und die Möglichkeit am Set einen Einblick in meine Arbeitsweise zu bekommen.

Eine hervorragende Fotografie entsteht eher zufällig oder muss sorgfältig geplant sein?
Das kann meiner Meinung nach beides zutreffen. Ich kann Projekte noch so sehr durchplanen wie ich will, letztendlich spielt der Zufall immer mit, mal mehr, mal weniger.

Welches wird Ihr nächster großer (Selbst-)Auftrag, Ihr nächstes, wichtiges Projekt sein?
Ich arbeite momentan an einer Kalender-Produktion. 2 oder 3 andere schöne Projekte sind in Sicht, mehr kann ich dazu aber nicht sagen …

Wen möchten Sie gern einmal fotografieren? Für welche Marke haben Sie sofort eine zündende Idee – in Form eines Bildes?
Kann ich gar nicht genau sagen. Es gibt eine Vielzahl von Menschen mit denen ich gerne einmal zusammen arbeiten würde. An Ideen mangelt es nicht.

Was möchten Sie niemals machen – als Fotograf?
Ich habe tatsächlich eine Abneigung gegen Hochzeitfotografie, wobei man da sicher viel bewegen könnte.

Seit wann können Sie als Fotograf von Ihren Einkünften leben?
Ich bin jetzt seit 3 Jahren intensiv mit der Fotografie verbandelt. Mittlerweile geht es schon ganz gut und die Aussichten sind hervorragend.

In welcher Stadt auf der Welt lebt es sich als Fotograf am besten und warum gerade dort? Und natürlich: wo leben Sie heute?
Der Wohlfühlfaktor ist für mich da ausschlaggebend. Ich lebe seit über 9 Jahren in Köln und fühle mich dort sehr gut aufgehoben!

Zeit für Kinder und Familie?
Definitiv: JA! Durch die gemeinsame Entscheidung mit meiner Frau für Kinder habe ich Verantwortung übernommen, der ich auch gerecht werden will. Ein ausgewogenes Familienleben bringt einem auch viel Gelassenheit für den Job.

Aus Ihrer Sicht Ihr größter Erfolg?
Mein eigenes Studio in Köln zu haben.


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2 KommentareKommentieren

  • Adrian - 5. Oktober 2010 Antworten

    Wow, wieder richtig tolle Fotos! Die Fotoserien sind wirklich immer eine Erfrischung!

    Danke und Gruss,
    Adrian

    • Marko - 5. Oktober 2010

      Oh, gern gemacht. Vielen Dank für das Lob.

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