Gesichter aus der Waschkaue: Bergwerk Ost (Fotografien Daniel Hofer)
Für seine Arbeit hat Daniel Hofer drei Monate überzeugen müssen. Dann war die Erlaubnis da, in der Eingangshalle zur Waschkaue das Studio aufzubauen. (Bergwerk Ost ist ein Steinkohlen-Bergwerk der Deutschen Steinkohle AG in Hamm, am östlichen Rand des Ruhrgebiets)
Hofer hat jeden Bergmann gefragt, ob er ein Bild von ihm machen kann. An zwei Tagen haben 185 Bergleute zugestimmt und Hofer hat sie fotografiert. Nahe ans Gesicht, mit einer “alten” 5D, dem preiswertesten Normalobjektiv und Licht gerade von oben und unten. Den Aufbau hat Hofer vorher einige Male probiert.
Die Bearbeitung der Rohdaten hat wiederum mehrere Monate gedauert. Daniel Hofer ist ein Perfektionist. “Ich habe versucht das maximale aus den Dateien herauszuholen und meine Erfahrung dabei ist, dass Digital, jedenfalls was den Bereich Porträtfotografie unter kontrollierten Lichtverhältnissen betrifft, sich hinsichtlich Kontrastumfang, Schärfe und Auflösevermögen nicht mehr verstecken braucht.”
Hofers Ziel war es, einem untergehenden Berufszweig ein Gesicht, mehrere Gesichter zu geben, die Menschen hinter einer Tätigkeit zu zeigen, die es so bald nicht mehr geben wird. “Nur keine stereotypen Bilder”, so der kurze Einwurf des Fotografen dazu.
Hofer hat bei Martin Schöller in New York assistiert und schaut man sich Schöllers Bilder an, ist der Einfluss unverkennbar. Für sein Projekt Bergwerk Ost sucht Hofer nach wie vor Verlag.
Wer hochwertige Inkjet-Prints aus der Serie bekommen möchte, kann sich direkt an Daniel Hofer wenden – und ihn bei der Realisierung seiner Diplomarbeit unterstützen. (Bergwerk Ost – Motive kaufen)



Mit der Kamera sehen Konzeptionelle Fotografie im digitalen Zeitalter
Ein Tag Deutschland:
Das Wesen der Fotografie: Ein Elementarbuch Stephen Shore erklärt, wie man Fotografien richtig beurteilt und versteht.
Erfolg als Fotograf: Wie man sein Können optimal präsentiert Autorin: Dr. Martina Mettner
Das sind mal wieder typische Fotos bzw. ein typisches Projekt wo ganz viel drumherum gequatscht werden muß, damit man was “tolles” daran finden soll. Solche Fotos gibt so oft und mit allen möglichen Typen, Berufsgruppen, Menschen… abgesehen davon, haben die Fotos alle ein Problem und da hilft das Gequatsche auch nicht, sie kommen nicht authentisch rüber und wirken sehr gestellt.
Mal abgesehen von Ton und Wortwahl lieber Jensn: um Authentizität geht es tatsächlich nicht.
Was für ein wunderbares Projekt, auch wenn “nahe ans Gesicht” nicht unbedingt mein Stilrichtung ist, finde ich es interessant und solche Fotos gibt es nun wirkich nicht oft!!!