Fotografen brauchen ein gutes Auge und Vorstellungsvermögen
Christian Wolf arbeitet als Fotograf in Mülheim an der Ruhr. Seiner Ansicht nach kann man als Fotograf – als guter Fotograf – von überall aus arbeiten. Man sei für die allermeisten Projekte sowieso viel unterwegs – oder arbeite eben in seinem Studio.
Seit kurzem hat Christian Wolf ein eigenes Studio. Darauf ist der 1982 geborene mächtig stolz und wir haben verabredet, diese Neuerwerbung einmal in einem besonderen Beitrag zu würdigen. Ihr habt Fragen zum Thema eigenes Studio? Nur zu …
Worin besteht der Wert einer guten Ausbildung zum Fotografen? Welche Ausbildung haben Sie absolviert?
Hier scheiden sich wohl die Geister … Ich habe an der fadbk in Essen Kunst und Fotografie studiert und habe dort sehr viel gelernt und ausprobieren können. Jedoch finde ich, dass man, um gute Fotos zu machen, nicht zwangsläufig studiert haben muss.
Es gibt viele tolle Fotografen, die es weit gebracht haben und Autodidakten sind. Was der beste Weg ist, sollte daher jeder für sich entscheiden. Wichtig ist, was am Ende „raus kommt“.
Was erwarten Sie von Ihren Assistenten? Was erwarten Ihre Assistenten von Ihnen?
Ich erwarte, dass ich mich auf mein Team verlassen kann. Wichtig ist mir auch, dass die Menschen in meinem Team langfristig und gerne mit mir zusammen arbeiten. Denn nur so lernt man sich kennen, ist ein eingespieltes Team und jeder Handgriff sitzt.
Assistenten können von mir erwarten, dass ich fair und partnerschaftlich mit ihnen umgehe, dass sie etwas lernen können, Freude bei dem haben was sie tun und dass wir als gutes Team erfolgreich zusammen arbeiten.
Eine hervorragende Fotografie entsteht eher zufällig oder muss sorgfältig geplant sein?
Sowohl, als auch. Ich denke dies kommt auf den Auftrag, den Fotografen und auch auf das Motiv an. Vieles benötigt enorme Planung und Koordination. Jedoch leben ebenso viele tolle Fotografien auch Ihrer Spontaneität und ihrer Intuition, manchmal auch vom Zufall.
Letztendlich kommt es aber immer auf das gute Auge und das Vorstellungsvermögen davon, welches Bild ich schon vor dem Druck auf den Auslöser im Kopf habe.
Welches wird Ihr nächster großer (Selbst-)Auftrag, Ihr nächstes, wichtiges Projekt sein?
Eine kleine Modestrecke; wer, wie, was… wird aber noch nicht verraten.
Wen möchten Sie gern einmal fotografieren? Für welche Marke haben Sie sofort eine zündende Idee – in Form eines Bildes?
Ideen habe ich viele die ich gerne einmal umsetzen möchte. Als Person hätte ich Dita von Teese sehr gern mal vor der Linse. Sie steht für mich für Eleganz, Stil, Luxus und Weiblichkeit.
Als Marke würde ich sehr gern einmal „Corona“ Bier inszenieren.
Was möchten Sie niemals machen – als Fotograf?
Passbilder!
Seit wann können Sie als Fotograf von Ihren Einkünften gut leben?
Nach knapp zwei Jahren, bin ich nun auf einem guten Weg, bald ausschließlich von meiner Arbeit als Fotograf leben zu können.
In welcher Stadt auf der Welt lebt es sich als Fotograf am besten und warum gerade dort? Und natürlich: wo leben Sie heute?
Ich glaube, dass ein guter Fotograf überall leben und arbeiten kann. Dort, wo ich mich wohl fühle und meine Kreativität sprudelt ist für mich der beste Platz zum Leben und arbeiten.
Für die meisten Projekte ist man ohnehin irgendwo in der Welt unterwegs. Ich lebe in Mülheim an der Ruhr, mitten im schönen Ruhrgebiet. Hier ist auch mein Studio, auf das ich mächtig stolz bin.
Zeit für Kinder und Familie?
Kinder habe ich noch keine und dies hat auch noch etwas Zeit. Für meine Familie finde ich immer Zeit, da mir das sehr wichtig und mein Beruf zwar an erster Stelle steht, aber nun mal nicht alles im Leben ist. Wenn ich mal wieder unterwegs bin um zu fotografieren, hilft das Handy.
Ihr größter Erfolg bisher?
Das ist für mich, dass ich mir den Traum von eigenen Studio erfüllen konnte.



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