21. April 2010 3

Schauen, ausprobieren, machen …

Von Marko Radloff

Der Fotograf Jürgen Altmann fotografiert People, Portrait und Fashion für internationale Werbekunden und für Magazine. Zu seinen Kunden zählen unter anderem Bayer, Daimler Chrysler, Hugo Boss, Kodak, das Lufthansa Magazin oder auch Vogue, das bekannte Modemagazin.

Für ihn ist es der größte Erfolg, seinen Traumberuf ausüben zu dürfen und er tut dies von Stuttgart aus.

© Jürgen Altmann

© Jürgen Altmann

Worin besteht der Wert einer guten Ausbildung zum Fotografen? Welche Ausbildung haben Sie absolviert?
Aus meiner Sicht die beste Schule: Machen! Schauen, was einen interessiert. Hingehen, ausprobieren. Lernen, wie weit man selbst bereit ist, zu gehen. Das hilft, einen eigenen Weg zu finden.

Was erwarten Sie von Ihren Assistenten? Was erwarten Ihre Assistenten von Ihnen?
Da wir in häufig wechselnden Settings arbeiten, erwarte ich von Assistenten vor allem Verständnis für die Erfordernisse einer Situation, Konzentrationsfähigkeit und Humor.

Eine hervorragende Fotografie entsteht eher zufällig oder muss sorgfältig geplant sein?
Sorgfältige Planung schafft den Raum, in dem man Zufälle geschehen lassen kann.

Welches wird Ihr nächster großer (Selbst-)Auftrag, Ihr nächstes, wichtiges Projekt sein?
Zur Zeit arbeite ich an einem Konzept zum Thema Märchen. Das Ganze soll ein Kalender werden in Form eines Kinderbuches, wie wir es alle einmal in der Hand hatten.

Wen möchten Sie gern einmal fotografieren? Für welche Marke haben Sie sofort eine zündende Idee – in Form eines Bildes?
Auf meiner Porträt-Wunschliste steht seit langem die Ikone der 1980er Jahre – Grace Jones.

Was möchten Sie niemals machen – als Fotograf?
Kriegs- und Katastrophenberichterstattung.

Seit wann können Sie als Fotograf von Ihren Einkünften gut leben?
Seit ich verstanden habe, wie sich kreative Fotografie nützlich machen kann.

In welcher Stadt auf der Welt lebt es sich als Fotograf am besten und warum gerade dort? Und natürlich: wo leben Sie heute?
Als Mode- und Peoplefotograf empfehle ich meinen Assistenten natürlich New York , Paris und London, weil dort die Leute sind, mit denen man arbeitet.

Ich selbst habe mich für Stuttgart entschieden. Hier gibt es ja immerhin einen internationalen Flughafen.

Zeit für Kinder und Familie?
Seit wir Wohnen und Büro räumlich verbinden konnten, sehe ich meine Frau und die beiden Kinder wenigstens dann, wenn ich nicht unterwegs bin. Ohne meine Familie
würde mir das Nachhausekommen keinen Spass machen.

Ihr größter Erfolg bisher?
Meinen Traumberuf ausüben zu dürfen.

Im Moment 3 Kommentare zu diesem Beitrag:

  1. Tolles Interview! Zeigt mir, dass hinter dem Beruf eines Fotografen sehr viel an Wissen und auch Erfahrung steckt.
    Die Aufnahmen von Herrn Altmann sind auch wirklich beeindruckend!

  2. Hier gibt es ja immerhin einen internationalen Flughafen ist gut!!!

    Ich habe neulich in der Photopresse ein Interview mit Christopher Rausch gelesen.
    Den empfehle ich dir auch mal zu Interviewen er macht eine klassische Meister Ausbildung und ist echt gut dabei. Macht ziemlich gute Bilder.

    Grüße

  3. Grün Weiss sagt:

    das sagt mir doch das nicht nur der besitz einer kamera jeden gleich zum fotografen macht

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