Richard von Weizsäcker. Fotograf Quirin Leppert

© Quirin Leppert
Für viele Deutsche ist er nach wie vor der Bundespräsident obwohl er das Amt nur bis 1994 bekleidete. Richard von Weizsäcker, geboren am 15. April 1920, war von 1981 bis 1984 regierender Bürgermeister von Berlin bevor er danach für zehn Jahre das Amt des Bundespräsidenten bekleidete.
imagetrust-Fotograf Quirin Leppert portraitierte den Mann an dem sich andere messen lassen müssen 2009 während eines Gesprächstermins.
Portraits des Menschen gehören zu den ältesten fotografischen Sujets. Portraits beziehen ihre Spannung nicht zuletzt aus der Tatsache, das jedes Portrait nicht nur den Abgebildeten zeigt und über sein Aussehen informiert sondern darüber hinaus seine Persönlichkeit durch den Portraitierenden interpretiert wird und das Foto so gleichzeitig immer Portrait und Selbstportrait ist. Auch deshalb hat sich das Interesse am Portrait in der Fotografie bis heute erhalten.
In Zeitungen und Zeitschriften ist ein regelrechter Boom im Einsatz von Portraits zu verzeichnen. Immer öfter werden Themen und Inhalte in Zeitungen und Zeitschriften personifiziert, um zu einer optischen Übersetzung zu kommen, wo sich auf Grund der Abstraktheit eines Themas kein anderes Bild machen lässt. Portraits von Menschen bestimmen das Erscheinungsbild der meisten Publikationen.
In Abhängigkeit vom jeweiligen Gestaltungskonzept, kommen in den Zeitungen und Zeitschriften ganz unterschiedliche Bildsprachen zum Einsatz.


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Sind Porträts nicht auch deshalb so interessant für den Porträtierenden, weil ein Mensch – und damit auch sein Abbild – unendlich vielschichtig ist, weil man ihm mit jedem Porträt neue Facetten abgewinnen kann? Weil man ihn immer wieder in einem neuen Licht erscheinen lassen kann? Umgekehrt ist es für den Betrachter immer wieder spannend, an einer vermeintlich vertrauten Person/Persönlichkeit neue Seiten zu entdecken…
Und wir alle lieben doch Emotionen. Ist nicht jedes Porträt mit starken Emotionen verbunden? Weit mehr als jede Landschafts-, Architektur- oder Makroaufnahme?
Klug gesprochen – nur glaube ich, das nicht jedes sondern lediglich das besondere Portrait auf diese Weise wirkt. Es gibt Bilder von Menschen, die hinterlassen lediglich Leere: wie mein aktuelles Passbild beispielsweise
Ja, das stimmt natürlich… Aber ein durchschnittliches Porträt löst stärkere Emotionen aus als ein durchschnittliches Landschaftsbild. In mir zumindest.