In der digitalen Dunkelkammer
Update 23.03. 11:00 Uhr: Nach Rücksprache mit dem Verlag kann es nun doch eine Verlosung(!) geben. Bedingungen s. am Schluss.
Es ist mal wieder Zeit für eine Buchvorstellung – so kurz vor Ostern vielleicht die Idee für ein passendes Geschenk
Mal ehrlich, wer liest Handbücher? Das letzte, das ich tatsächlich durchgelesen habe war ein Buch zum Zonensystem – ihr erinnert Euch: diese Belichtungs- und Entwicklungs-Methode zur Erreichung des maximalen Tonwertumfangs von Schwarz-Weiß-Negativen. Ohne sie allerdings befolgt zu haben, hat die Lektüre dennoch viel zum Verständnis von Belichtungs- und Entwicklungsprozessen beigetragen.
Die Schwäche vieler Bücher, die heute auf dem Markt sind und sich natürlich in ihrer überwiegenden Anzahl an die mittlerweile digital fotografierende Mehrheit richten, liegt darin, die Leser bei ihrem unterschiedlichen Kenntnisstand abholen zu müssen.
Schnell wird ein Buch für denjenigen, der schon in der Materie drinsteckt langweilig, wenn das Buch zunächst Grundlagen behandelt wie: Datei öffnen, Datei speichern, neuen Ordner anlegen. Ehe man dann zum dicken Ende kommt, wo die Sachen stehen die man noch nicht weiß, muss man oft viele viele Seiten nutzlos umblättern.
Außerdem gibt es zahlreiche Informationen schneller und zielgerichteter im Internet. Der Nachteil hier: man muss wissen wonach man fragt. Solange man nicht weiß, was man eigentlich wissen will, bleibt die Suchmaschine stumm.
Der vorliegende Band Handbuch Digitale Dunkelkammer von Uwe Steinmüller und Jürgen Gulbins richtet sich an Fotografinnen und Fotografen mit Vorbildung – und die Autoren nehmen diesen Anspruch sehr ernst. Im Vorwort heißt es:
“Wir gehen davon aus, dass Sie Ihren Rechner bedienen können, wissen wie man Programme aufruft und mit Programmfenstern und Dialogboxen umgeht, und dass Sie sich mit den Grundfunktionen von Photoshop vertraut gemacht haben.
Diese Erwartungen an die Leser bestimmen den Grundcharakter des Buches – und soweit ich das verfolgen kann, wird dieser Pfad auch an keiner Stelle verlassen.
Das Buch besteht aus insgesamt vierzehn Kapiteln. Wobei Schwerpunktthemen wie Workflow, Farbmanagment, RAW-Konvertierung, Bildbearbeitung und fortgeschrittene Photoshop-Techniken viel Raum gegeben wird – der Band hat rund sechshundert Seiten.
Spezialthemen ergänzen diese gelungene Themenwahl: Ebenen in Photoshop, Schwarzweißbilder aus Farbbildern oder Multishot-Techniken. An dieser Stelle hätte ich vielleicht zu Gunsten von weniger Druckmasse auf die eine oder andere digitale Foto-Trend-Sportart verzichtet und diese in einem Extrabuch behandelt oder als ergänzendes Material im Internet zur Verfügung gestellt.
Am Schluss werden die Themen Drucken und Publizieren und Bildverwaltung und Datensicherheit behandelt.
Es gibt ein umfangreiches Quellenverzeichnis und einen Stichwortindex. Überhaupt macht das Buch einen nüchternen, fast wissenschaftlichen Eindruck ohne allerdings langweilig zu wirken. Die Autoren haben eine gute Kombination aus Text und Illustration und übersichtlichem Seitenaufbau gefunden, so das sich der Inhalt gut aufnehmen lässt.
Ich empfehle dieses Buch all jenen, die weiterkommen möchten, die bereits gewisse Vorkenntnisse haben und die Materie tiefer durchdringen möchten. Die Ideen für gute Bilder muss man allerdings selbst mitbringen
Mein Rezensionsexmplar kommt dieses Mal in die Hausbibliothek – es gibt also keine Verlosung.
Wer zu diesem Beitrag einen Kommentar hinterlässt, auf ihn verlinkt oder den Artikel twittert nimmt automatisch an der Verlosung teil und hat die Chance, das eine Exemplar, das wir an dieser Stelle vergeben können, zu gewinnen. Diskutieren wir an dieser Stelle ein bisschen den Wert von Handbüchern. Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht? Sind Handbücher in Zeiten von Internet und DVD-Tutorials noch zeitgemäß? Was erwartet Ihr von guten Handbüchern über Fotografie? (dieses Buch ist diese kleine Mühe auf jeden Fall wert)
Geht bis einschließlich Dienstag, den 30.03.2010 – Viel Glück!
Handbuch Digitale Dunkelkammer (Affiliate)
Vom Kamera-File zum perfekten Print – Arbeitsschritte, Techniken, Werkzeuge in der Digitalfotografie
von Jürgen Gulbins und Uwe Steinmüller
dpunkt Verlag, 1.Auflage (Januar 2010)



Die MAGIE der Fotografie oder das GEHEIMNIS herausragender Bilder BILDANALYSE nach dem Vier-Augen-Modell
Handbuch Digitale Dunkelkammer Vom Kamera-File zum perfekten Print – Arbeitsschritte, Techniken, Werkzeuge in der Digitalfotografie
Black Passport. Journal eines Kriegsfotografen Fotografie: Stanley Greene/Noor
Das klingt wirklich sehr interessant – gerade weil die im Text genannten Schwächen vieler Fotobücher immer stärker zunehmen, wie ich finde. Einzig und allein in Bibliotheken finde ich zur Zeit noch gute Technik-Fotobücher.
… hubs, in welche Bibliothek gehst Du? Unsere ist, was Handbücher betrifft auf dem Stand von 2004. Obwohl ich da sonst viel finde, diesbezüglich eben wenig. Aber das können öffentliche Büchereien wohl auch nicht leisten.
Sehr interessant…
An der Flut von Handbüchern, Tutorials etc. gehen viele Dinge oftmals verloren und machen ein Buch nicht mehr lesenswert.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich gerne Handbücher zur Fotografie und Bildbearbeitung zur Hand habe und nicht jedes Mal ins Internet gehen zu müssen…
Handbücher sind in Zeiten von Internet und DVD-Tutorials eigentlich nicht mehr zeitgemäß. Dennoch und gerade deswegen lese ich gerne Bücher über Fotografie. Von einem Handbuch über Fotografie erwarte ich, dass es weniger auf die Bedienung von Programmen eingeht, als viel mehr auf die grundlegenden Schritte, die zum gewünschten Ziel führen.
Hört sich gut an und gewinnen wäre besser als kaufen

Ich steh auf Bücher, weil DVD-Tutorials nur sehr schwer in der Badewanne zu verfolgen sind
Was mich an der Flut von Foto/EBV Büchern stört ist, dass man sie erst teuer erstehen muss um dann festzustellen das sie einem nichts bringen. Andersrum muss ich sagen, dass ich auch schon sehr gute Bücher zu dem Thema gefunden habe….
Welche besonders guten meinst (kennst) Du?
Bin dabei.
Bücher sind für mich auf jeden Fall zeitgemäß, gerade auch solche zum Thema Fotografie. Schon allein deshalb, weil sie einem zum Innehalten, zum Nachdenken, zum Reflektieren zwingen. Und damit all das, was man mit einer Digitalkamera (und der Bearbeitungssoftware) in der Regel anstellt, konterkarieren.
Stimmt, was Du sagst: es kommt bei der Benutzung von Handbüchern auf Entschleunigung an, auf weniger Ablenkung und Konzentration. Da ist Internet manchmal scheußlich bis unbrauchbar …
handbücher sind dann gut, wenn sie verständlich geschrieben sind. das sind leider die wenigsten. aber ich denke, in zeiten der wirtschaftskrise wird man daran arbeiten.
Bücher werden in meinen Augen weiterhin ihre Daseinsberechtigung haben, auch wenn das “Haltbarkeitsdatum” bei EDV- und jetzt auch Fotohandbüchern sich immer mehr verkürzen. Eine ernsthafte Konkurrenz werden DVD und eBook erst sein, wenn ihr Preis deutlich unter dem der Bücher liegt, wobei ich es manchmal schon auch als angenehm empfinde eine Video-DVD anzusehen. Solange der finanzielle Aufwand aber ähnlich ist, beschaffe ich mir lieber ein Buch als ein PDF, da ein Buch in meinen Augen einen Mehrwert darstellt: Kann ich fast überall lesen, durchblättern, überfliegen, ohne von zu hellem Licht daran gehindert zu werden (Notebook) oder von einem Akku abhängig zu sein. Kann sein, daß dies in naher Zukunft mit besseren eBook-Readern auch nicht mehr der Fall ist, ich bleib aber mit Sicherheit noch eine Zeit beim Papier.
Du sprichst da einen wichtigen Punkt an: Bücher veralten in immer kürzeren Abständen! Hinsichtlich dieses Prozesses macht auch das vorliegende Buch natürlich keine Ausnahme – allerdings bezieht es sich weniger auf aktuelle Entwicklungsstände bei Kameras und Anwendungen als andere Bücher.
Normalerweise lese ich auch keine Standard-”Handbücher”. Aber dieses würde ich doch sehr gerne in meinem Bücherregal stehen haben und habe es auch schon auf meinen Amazonwunschzettel gepackt falls es mit der Verlosung hier nicht klappt.
Als Historikerin habe ich vor allem eines in meinem Studium gelernt: ohne Bücher geht es nicht, denn nur sie vermitteln uns stetiges, unverändertes Wissen. Alles was im Internet steht kann morgen schon wieder weg sein. Nur bei ihnen weiß man ganz genau, dass jemand, der Ahnung von der Materie hat, der Autor ist (oder kann es zumindest herausfinden, ob das der Fall ist). Viele der Millionen Tutorials, die im Web kreisen sind oft von Privatpersonen geschrieben, die gerade dieses oder jenes Entdeckt haben (natürlich gibt es da auch Ausnahmen).
Würde mich riesig über einen Gewinn hier freuen!
Handbücher sind nicht nur für mich als Historiker zum Einstieg in die Materie – und auch zum immer wieder nachschauen, wie das doch gleich war – sondern auch für mich als Hobby-Fotografin wichtig. Habe ich doch mit einem Handbuch ein stetiges Wissen, das sich nicht nach einigen Jahren verflüchtigt.
Ergo: ich liebe Bücher, immer her damit!
Ich stehe sehr häufig in den Buchläden vor der Reihe der Foto-Fachliteratur und schaue durch. Nicht nur durch die Reihen, auch durch die Bücher selbst. Das im Artikel beschriebene Problem des bei 0 anfangens macht auf einen Schlag gleich 90% der Bücher für mich unattraktiv, da ich schon enorme Vorkenntnisse besitze.
An praktisch orientierte Fachbücher zu gelangen gestaltet sich dort schwierig, denn auch wenn die Bücher die ersten Schritte mit “Stecker gehört in Steckdose, diese ist in der Wand zu finden” überspringen, springen mich dann diese Themen aus den buntesten und effektüberladenen Text”gestaltungs” Kapiteln an und disqualifizieren sich dadurch ebenfalls vom Kauf.
Dadurch verliert das (Fach)Buch in diesem Bereich für mich leider enorm an Bedeutung und wird immer häufiger durch Video-Tutorials (z.B. Galileo Design oder video2brain) oder aber durch Workshop-Teilnahmen ersetzt.
(Daher würde ich mich um so mehr über den Gewinn des Buches freuen um zu sehen, dass Papier neben der Geduldigkeit auch nützliche Informationen enthält!)
Ich denke Bücher werden noch einige Zeit Ihren Stellenwert nicht verlieren. Ich nutze zwar intensiv online-Ressourchen um mich weiterzubilden, aber ein gutes Buch in den Händen zu halten und unabhängig vom Computer Informationen aufzunehmen ist für mich trotzdem unabdingbar und eine ganz andere Art der Auseinandersetzung mit einem Thema.
Das Buch hört sich sehr interessant an und wenn man’s gleich auch noch gewinnen kann….
[...] Wegen des etwas holprigen Starts – Verlosung oder nicht Verlosung – hier noch einmal mein Hinweis auf unsere Buchverlosaktion: gewonnen werden kann das Handbuch digitale Dunkelkammer – das umfangreiche Lehrbuch zum digitalen Workflow, das sich konsequent an Fotografen mit Vorbildung richtet. Hier entlang zur Verlosung. [...]
Hey, dieses Handbuch klingt sehr interessant, wollte ich mir schon kaufen aber jetzt warte ich mal ab
Ich hatte die Moeglichkeit mir das Handbuch bei einem Kollegen mal genauer anzuschauen und bin schwer begeistert.
Klasse Aufteilung, gediegenes Layout und der Inhalt ueberzeugt natuerlich auch.
Schoenes Nachschlagewerk.
Gute Handbücher sind das Papier auf dem sie gedruckt sind auf jeden Fall wert. Ich finde die Lektüre von Büchern einfach wesentlich komfortabler als das Lesen von PDF-Dokumenten o.ä. am Bildschirm. Vielleicht wird sich das mit dem aktuellen Aufkommen von brauchbaren E-Readern ändern, aber aktuell überwiegen für mich noch die Vorteile gedruckten Materials (braucht kein Ladegerät, widersteht gröbstem Mißbrauch mit minimalem Qualitätsverlust, usw.).
Abgesehen von der ‘technischen Umsetzung’ muß ich der allgemeinen Aussage Recht geben, daß sich die meisten Handbücher inhaltlich zu viel mit Grundlagen beschäftigen, die man schon tausendmal gelesen und verinnerlicht hat. Das ist gerade dann ärgerlich, wenn sich das Buch eher als “für Fortgeschrittene” o.ä. positioniert… da fühlt man sich dann gleich mehrfach für dumm verkauft…
Wäre schön wenn sich das besprochene Buch hier positiv von der Masse abhebt!
Ich finde in Büchern wirken Bilder ganz anders, als sie dies jemals auf dem PC-Monitor könnten. Liegt einfach an den verschiedenen Medien und soll jetzt keine Wertung sein. Bücher und DVD’s haben daher beide ihre Existenzberechtigung.
Bücher: aber ja! Ist ja schon alles gesagt
Wenn ich gewinne verdunkele ich mein Büro und schraub’ mir ‘ne rote Birne in die Lampe.
Falls ich nicht gewinnen sollte, werde ich es wohl mal unserer örtlichen Bibliothek empfehlen, die sind in der Auswahl etwas.. eingeschränkt. Bisher haben meine Tipps aber leider nicht dazu geführt, dass Bücher gekauft wurden.
Na ja, kann man wohl auch nicht erwarten
Außerdem veralten Handbücher – dieses mal ausgenommen – sehr schnell und sind daher teurer … Ich glaube Handbücher sind für (Stadt-)Bibliotheken nicht zu händeln.
Ich liebe Handbücher! Viele Sachen kann ich wieder und wieder nachschlagen, andere während Zugfahrten oder sonstigen ruhigen Momenten lesen. Wahrscheinlich lesen viele im Buch entspannter als am Rechner.
Gute Handbücher gibt es nicht so sehr viele. Wobei gut natürlich subjektiv ist. Ein kleiner Stapel Handbücher liegt auf meinem Schreibtisch und ich nutze diese immer wieder zum Nachschlagen. In der Digitalen Dunkelkammer habe ich schon mal ein wenig gestöbert und würde meine kleine Bibliothek gerne mit diesem Fachbuch erweitern.
hallo zusammen,
ich lese Handbücher in der Regel nicht von A bis Z, aber zum thematischen Nachschlagen halte ich sie solange für sinnvoll, wie sie einen Mehrwert bieten können und Wissen anbieten, daß nicht veraltet.
Dahingehend würde ich auch Texte aus DVD oder Internet wieder ausdrucken um sie mit Randnotizen, Bemerkungen und Unterstreichungen im Text zu “lesen”.
Würde ich im vorliegenden Fall wohl auch mit diesem Band tun, zu mal ich mich derzeit verstärkt mit digitaler s/w-Fotografie sowie sepia-Tonungen befasse.
grüße
Thomas
Bücher online zu lesen ist mir ein Gräul. Konzentrieren kann ich mich kaum, werde andauernd abgelenkt und die Augen fangen an zu tränen. Nein, trotz Brille – der deswegen liebe ich gute Bücher, auch das Knistern des Papieres oder die Möglichkeit Randnotizen zu machen (nur bei eigenen büchern
)vermisse ich am Laptop.
LG
Ludger
Das mit der Konzentration ist ein wichtiger – vielleicht der wichtigste Aspekt, der für Bücher spricht. Computer sind Geräte, die zur Ablenkung verführen …
[...] vieler neuer Informationsquellen? So meine Frage bei unserer letzten Handbuchverlosaktion – zum Beitrag. Vielen Dank an die Leser von Bildwerk3 für die vielen tollen und klugen Antworten – das hat [...]
[...] Bildwerk3 Buchbesprechung: Handbuch digitale Dunkelkammer (23. März 2010) .plistaWidgetHead { color: !important; background-color: !important; } .plistaItem img { width: px !important; max-height: px !important; } .itemTitle { color: !important; font-size: !important } .itemText { color: !important; font-size: !important } .itemMore { color: !important; } .plistaWidgetList a:hover, .plistaWidgetList a:active, .plistaWidgetList a:focus{ background-color: !important } /* '); } /* ]]> */ [...]