8. März 2010 3

Zehn Fragen an Fotografen: Oliver Sterk

Als Fotograf zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Von Marko Radloff

Das Credo des Fotografen Oliver Sterk ist einfach aber sprechend: Wir realisieren Bilder nach ihren Wünschen. Dieser Aufgabe verpflichtet zaubert Sterk mit der Palette der zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten – bis hin zu CGI: Computer-generated imagery.

Sterks Schwerpunkt liegt in Transportation Photography – Oliver Sterk fotografiert Autos. Er ist Mitglied im BFF – Bund Freischaffender Foto-Designer e.V. – und lebt in Ulm und in Shanghai.

© Oliver Sterk

© Oliver Sterk

Marko Radloff/Bildwerk3: Worin besteht der Wert einer guten Ausbildung zum Fotografen? Welche Ausbildung haben Sie absolviert?
Oliver Sterk: Eine gute Ausbildung ist das Fundament jedes Berufes. Dazu zähle ich weniger die Lehre im klassischen Sinn, viel mehr eine intensive Zeit als Assistent bei verschiedenen Fotografen. Ich selbst habe eine Lehre zum Fotograf gemacht und war dann über 8 Jahre als Assistent tätig.

Fotografien

Fotograf Oliver Sterk

Was erwarten Sie von Ihren Assistenten? Was erwarten Ihre Assistenten von Ihnen?
Assistenten sollten Interesse mitbringen, den Willen zur Arbeit und zum Erfolg und keine Starallüren haben. Wer auf eine 40 Stunden Woche besteht, sollte lieber Beamter werden. Im Gegenzug dürfen Sie eine abwechslungsreiche Tätigkeit erwarten, viel Reisen und Freiräume für eigene Ideen.

Eine hervorragende Fotografie entsteht eher zufällig oder muss sorgfältig geplant sein?
Es kann beides der Fall sein. Es gibt viele ausgezeichnete Bilder, die durch Zufall entstanden sind, weil der Fotograf zur richtigen Zeit am richtigen Ort war. Allerdings kann auch das geplant sein. Entscheidend ist immer das Gespür für den richtigen Moment, das richtige Licht, den richtigen Ausschnitt und da hilft planen meistens.

Welches wird Ihr nächster großer (Selbst-)Auftrag, Ihr nächstes, wichtiges Projekt sein?
Darüber darf ich jetzt noch nicht sprechen.

Wen möchten Sie gern einmal fotografieren? Für welche Marke haben Sie sofort eine zündende Idee – in Form eines Bildes?
Prominenz ungeschminkt, so wie sie wirklich ist, den Menschen hinter der Fassade. Aber nicht um jemanden blosszustellen, sondern um Verständnis zu schaffen.

Was möchten Sie niemals machen – als Fotograf?
Fashion, Mode, Glamour.

Seit wann können Sie als Fotograf von Ihren Einkünften gut leben?
Seit meiner Entscheidung zur Selbständigkeit vor 12 Jahren.

In welcher Stadt auf der Welt lebt es sich als Fotograf am besten und warum gerade dort? Und natürlich: wo leben Sie heute?
Für manche muss es New York sein, andere schwören auf Paris, Hamburg, etc, die Liste ließe sich beliebig fortführen. Es kann aber auch Butzbach oder Kirchheim / Teck sein.

Wenn mir die Nähe zu Agenturen und anderen Künstlern wichtig ist, bietet sich eine Grossstadt an, wenn ich gerne für mich ungestört arbeiten möchte und mich die Natur inspiriert und für Ausgleich sorgt, bin ich auf dem Land besser aufgehoben. In Zeiten des Internets ist es eigentlich auch irrelevant von welchem Fleck der Welt ich meine Daten auf den Agenturserver lade. Ich selbst lebe in Ulm und zeitweise in Shanghai.

Zeit für Kinder und Familie?
Bisweilen ja, wenn auch viel zu wenig.

Ihr größter Erfolg bisher?
Seit 15 Jahren in diesem Business tätig zu sein und immer noch Spass daran zu haben.

Im Moment 3 Kommentare zu diesem Beitrag:

  1. Ronny sagt:

    Sehr schöne Bilder von Herrn Sterk solch eine Assistenten klingt schon sehr aufregend. Und wer will nur 40 Stunden die Woche das tun, was einem Spaß macht.

    Weiter so.

    Ronny

  2. fotopunk sagt:

    wieder mal ein tolles interview ! danke an das bildwerkteam :)

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  • tina: halleluja, da treiben die Fotografen ja fast genauso Hochleistungssport wie die Jungs auf dem Spielfeld. Respekt! Und vielen Dank ...
  • Walter: Sehr beeindruckender und interessanter Einblick....

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