Eine Zahl in aller Munde
Ich weiß, das tut hier nichts zur Sache und über Geld redet man nicht gern. Und dennoch! Dennoch finde ich die Vorstellung eines voraussetzungslosen Grundeinkommens elektrisierend. Und ich stehe gerade so unter Strom, dass ich das hier mal offtopic in den Ring werfen möchte.
Hintergrund: Die Idee ist nicht neu. Sie besagt, dass jeder ob Greis oder Kleinkind Anpruch auf das gleiche Grundeinkommen hat – die eine Zahl in der dann die ganze Diskussion um Hartz-IV, Kindergeld, Rente usw. zusammengefasst wäre: eben die Höhe dieses Anspruchs.
Thomas Straubhaar hat das mit einfachen Worten und klar analysiert in einem äußerst lesenswerten Beitrag für SPIEGEL ONLINE aufgeschrieben – und wie es bezahlt werden soll steht dort auch.
Es käme aus meiner Sicht viel Klarheit in die ganze Angelegenheit und, das ist für mich eines der stärksten Argumente dafür: wir könnten auf einen Teil des Ressourcen verschlingenden Apparates verzichten, der seine Legitimation lediglich aus der gegenwärtigen Unübersichtlichkeit herleiten kann.
Für Freiberufler – und viele Fotografen arbeiten als Freiberufler – bedeutete dies, dass die Miete zunächst erst einmal ohne zusätzlichen Formularkram gesichert wäre. Erst wenn es ans verdienen geht, kämen die Abgaben … Ansonsten heißt es bescheiden leben, aber leben …
Eure Meinung würde mich brennend interessieren!

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das kann ich vollumfänglich unterschreiben, nur werden “wir” das nicht mehr erleben. Nicht mit dieser und auch keiner anderen Regierung. Dafür sind die Widerstände einfach zu groß.
Na, vielleicht doch! Das Bestehende ist so offensichtlich am Ende oder sagen wir mal, es bremst sich selbst aus und es steckt in der Zwischenzeit soviel Unaufrichtigkeit darin, das schlussendlich die Dinge doch schneller gehen könnten.
Der Gedanke an das Grundeinkommen ist so überzeugend einfach …
einerseit ja. aber andererseits…
“Alle erhalten das Grundeinkommen, unabhängig, ob jung oder alt, beschäftigt oder arbeitslos, verheiratet oder Single. Das Grundeinkommen bleibt steuerfrei. Auf der anderen Seite werden alle Einkünfte aus Arbeit, Zinsen und Dividenden, Miete und Pacht vom ersten bis zum letzten Euro an der Quelle erfasst und mit einem einheitlichen und gleich bleibenden Steuersatz belastet.”!!!!
der Steuersatz wird dann etwa wohl bei 20% liegen denke ich. nun kann man sich sicherlich streiten, ob spitzenverdiener heutzutage eher mehr oder eher weniger steuern zahlen(durch diverse tricks).
sicherlich wäre das model um einiges gerechter als das derzeitige, aber wirklich zufriedenstellend ist es auch nicht.
was noch zu beachten ist, der autor des artikel ist der dierektor des hwwi, eines relativ wirtschaftsliberalen vereins.
Was ja nicht unbedingt gegen ihn spricht. Liberal oder nicht, auf jeden Fall scheint dies ein – vorerst natürlich theoretisches – Modell zu sein, welches Freiheit in der allgemeinen Unfreiheit, unter der auch Besserverdienende leiden, wieder möglich zu macht.
Wenn ich weiß, dass ein Fünftel meiner Einnahmen, die über das Grundeinkommen hinausgehen zum Finanzamt gehen und ich gleichzeitig weiß, dass es allen anderen ebenso geht, ist doch ein Stück Gerechtigkeit geschaffen.
Im Moment weiß ich gelegentlich gar nix … und das ernährt ausschließlich meinen Steuerberater
Das sehe ich auch so! Ein Stück Gerechtigkeit durch Transparenz. Dann werden auch diese unsäglichen Mißbrauchsdebatten ein Ende finden. Diese, auch ökonomisch sinnvolle, Idee des Grundeinkommens ist nicht neu aber es mangelte bisher ja immer am politischen Willen. Ich bin mal gespannt, wer sich an dieses Thema herantraut, wo doch zurzeit die “gesellschaftliche Diskussion” in eine ganz andere Richtung gelenkt wird!
Ich finde dies notwendig. Wenn ich mir alleine vorstelle, wie viel Energie, Geld, Nerven und Gesundheit drauf geht, wenn die Menschen arbeitslos werden und noch dazu eine Familie zu ernähren haben.
Oder andersherum, wie viele tolle Projekte würden realisiert werden, wenn die Leute sich keine Gedanken über Miete, Essen und Kleidung finanzieren machen müssten.
So wie die Sklaverei (fast) abgeschafft wurde, so wird auch der nächste Schritt unausweichlich kommen, die Menschen von dem Zwang zu befreien, arbeiten zu müssen um ihre lebensnotwendigen Dinge finanziert zu bekommen.
Wir werden dies nicht mehr nutzen können, aber ich hoffe dennoch erleben zu können, dass unsere nachkommende Generationen aus diesem Dilemma befreit werden.
Ja, ich bin für ein Grundeinkommen für jeden – in einer Höhe, in der es auch möglich ist nicht nur Essen und Wohnen zu finanzieren, sondern auch an dem sozialen und kulturellen Leben teilnehmen zu können.
Gruss
Ebaer
Mehr als Wohnen und Essen für alle? Unter Vorbehalt. Ganz so weit wie Du, würde ich da nicht gehen. Es werden Anreize bestehen bleiben müssen – sonst ist meiner Ansicht auch der Fortschritt hin, von dem wir alle jeden Tag profitieren und der uns diese Luxuslage eingebracht hat. Also Anzeize!
Thomas Straubhaar findet in seinem Beitrag auch die unbestechliche ökonomische Formel dazu:
“Ein hohes Grundeinkommen erfordert hohe Steuersätze, ein niedriges Grundeinkommen ermöglicht niedrige Steuersätze. Hohes Grundeinkommen und hohe Steuersätze verringern den Anreiz zu arbeiten, niedriges Grundeinkommen und niedrige Steuersätze verstärken den Anreiz zu arbeiten. Je höher der Anreiz zu arbeiten ist, desto einfacher wird das Grundeinkommen zu finanzieren sein. Je geringer die Arbeitsanreize sind, desto weniger wird das Grundeinkommen finanzierbar sein.”
Hallo,
na der Anreiz sollte darin liegen, ob man in einer Plattenbauwohnung am Stadtrand mit Blick auf den Autobahnzubringer leben will, oder im eigenen Häuschen im Grünen. Hier zählt einzig das Menschenbild – und meines ist so, dass jeder etwas tun will und sich verwirklichen möchte.
Ich denke, man darf sich nichts vor machen; in jeder freien und demokratischen Gesellschaft, wird es Leute geben, die diese ausnutzen. Da “hilft” nur eine radikale Lösung, wie wir sie hier schon hatten: Arbeitsdienst mit Zwang. Was ja nun nicht mehr demokratisch und schon gar nicht mehr freiheitlich wäre.
Das GE an sich ist die logische Folge unserer Wirtschaftsweise bzw. Erfolges der letzten Jahrzehnte. Straubhaar allerdings hat eher einen Ansatz à la FDP, also Vorsicht und sich zuvor etwas mehr über das GE informieren.
Vorsicht bei allem was nach FDP ausschaut? Ich weiß ja nicht – führt glaube ich an der Stelle nicht weiter.
Viele zusätzliche Informationen, auch einen Eindruck davon, wie präsent das Thema schon ist und wie hoch der Vernetzungsgrad läßt sich ganz gut im Netzwerk Grundeinkommen nachlesen und bestaunen …
Ich bin unbedingt und schon lange für das Grundeinkommen. Hierzulande werden Menschen noch immer über ihren Job identizifiert. Da immer weniger Menschen Arbeit haben, muss unbedingt ein Umdenken stattfinden. Werde den Artikel noch lesen, auf den du hingewiesen hast.
ich wäre voll dafür. wenn ich für meine miete nicht mehr arbeiten müsste, dann würde ich sicherlich gleich aufhören zu arbeiten und das leben geniessen. warum nicht. wenn der staat zahlt nur zu. blöd ist nur, wenn alle das denken. wer zahlt dann meine miete.
Auf diese Art das Leben genießen? Kann mir nicht vorstellen, das das auf Dauer happy macht.
So schwer das zu finanzieren wird das nicht sein .
nehmen wir an alle zuschusse die der Stadt heute Zählt … Hartz IV , Kindergeld , Arbeitslosen Geld , Rente , Pensionen , Wohnuns Zuschusse , km Pauschalle ,
es sind Millionen … Miliarden die der Stadt den Mennschen schon heute verteilt .
gerecht oder ungerecht (meisten bekommen die die ganze Leben auf der Sonnenseite gelegen haben mehr als die die es schuften müssten) . Bei Grundeinkommen hätte jeder das gleiche bekommen . Ob Versicherungs Vertreter der sich jeder Zweite Jahr ein Firmen Auto kaufte und den von Steuer absätzte und sein schmucke Häuchen 100 km von seinem Büro baute ( weil dort die Grundstückpreise Biliger sind ) der zu teil auch von Steuer Abgesetzt wurde samt den Täglichen km Pauschalen zum Büro .
Ein stink Normale Arbeiter kann sich kein Haus kaufen ( auch die zuschusse helfen nicht wen jemand 9-10euro die Stunde verdient ) er muss sich Wohnung suchen im nähe seinen arbeitsplatzes wo die Mittpreisse meisten sehr Hoch sind . Er kann sich auch kein Auto von Steuer absetzten wen er ein hatt .
Wie man sieht man ist im Arbeitsleben verarscht wie im Alter . Der verträter hat ganze Leben Gut gegessen abend nach der Büro seine schmerzende Knochen ( von langen sitzten) im einen Verein wieder in Trap gebracht – der Malocher geht nach der Arbeit nach hause , Trinkt ein Bier vieleicht ein kurze spaziergang mit der Tochter und ins Bett – nächste Tag muss man wieder um 5 Aufstehen .
Und das ganze geht bis man stirbt . Allerdings auch hier bekommt man sofort unterschiede zu spüren .
Ich bin gespant wan werden die Politiker endlich umdenken und das Zug auch richtigen ggleis zu Länken …
Ich vermutte nie sonst werden die Mänschen freier , Ihre entscheidungen werden von Zwang frei … und das ist nicht Gut . Nicht Gut für die Politik nicht Gut für die in der Sonnenliegende
Sorry für die Fehler
Die Dinge, die Du aufgezählt hast, sind alle ganz richtig. Was die Entfernungspauschale betrifft, bin ich skeptisch. Ich weiß nicht, ob sich die in das Grundgehalt einpreisen lässt.
Auch weiß ich nicht, ob der beschriebene Gegensatz von Arbeiter und Versicherungsvertreter die Sache richtig trifft: Arbeiter gibt es immer weniger und Versicherungsvertreter ist heutzutage auch kein leichter Job …
Kein Problem wegen der Fehler!