14. Dezember 2009 M.R. 0

Zwei Kataloge und ein Bildband

Ich habe ein paar Bildwerk3-Interviewpartner und Fotografen gebeten, mir ihre drei Buchempfehlungen für die Leser von Bildwerk3 zu schicken. Heute: die Buch- und Sehempfehlungen von Thomas Seelig.

Thomas Seelig ist Kurator des Fotomuseum Winterthur, eines der wichtigsten Museen für Fotografie in Europa. Bereits vor einiger Zeit gab es hier auf Bildwerk3 ein viel beachtetes Interview mit Thomas Seelig zum Thema Portfoliosichtungen.

KARAOKE – Bildformen des Zitats
Nicht ganz uneigennützig der Hinweis von Thomas Seelig auf die Ausstellung im eigenen Haus (bis 07.02.2010) – kuratiert von ihm selbst. “Die Ausstellung … untersucht dieses enge Geflecht von Erlebtem und Nacherlebtem, von direkt und vermittelt Gesehenem, Erfahrenem, und zeigt auf, wie wir uns heute ganz selbstverständlich in parallelen Welten bewegen.”

Wer es bis Anfang Februar nicht nach Winterthur schafft, kann bei Schaden den Katalog zur Ausstellung bestellen.

Oliver Sieber J_Subs, Osaka/Tokyo (Keiko), 2006 © Oliver Sieber - zu sehen in der Ausstellung KARAOKE

Oliver Sieber J_Subs, Osaka/Tokyo (Keiko), 2006 © Oliver Sieber - zu sehen in der Ausstellung KARAOKE im Fotomuseum Winterthur – bis 07.02.2010

VISION – Aussicht aufs Leben
In den Ausstellungs- und Veranstaltungkatalog der Darmstädter Tag der Fotografie sollte man als ambitionierter Fotograf wenigstens einmal hineingeschaut haben: einmal, um zu wissen, ob diese Art der Fotografie einem liegt und um vielleicht im nächsten Jahr selber dabei zu sein. Alle Kataloge – auch die der anderen Veranstaltungen – lassen sich über das Onlineformular bestellen.

Taiyo Onorato / Nico Krebs: The Great Unreal
Manchmal gehen Worte an Bildern vorbei und je stärker Bilder versuchen lediglich sie selbst zu sein, desto unbeholfener wirken manchmal die Beschreibungen. Alles, was ich zu Onorato und Krebs und zu ihrem Bildband The Great Unreal gefunden habe, klingt einigermaßen gequirlt und liest sich so: Die Arbeitsweise der beiden Fotografen beruht auf einer meist dem Zufall und der Veränderung verschriebenen Intervention. Wie bitte?

Kann aber sein, das uns die beiden Jungfotografen – beide *1979 – die amerikanische Realität durch die subjektive Verfremdung anders und abenteuerlich zeigen.

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