Kunst contra Kommerz: PHOTONEWS Nummer elf 2009
Mir gefallen die Bilder von Stefanie Schneider und ich gehe gern zu LUMAS – in Berlin, in Hamburg oder anderswo. Beide – Stefanie Schneider und LUMAS – haben sich nun im Streit getrennt. Dazu muss man wissen, die Bilder von Stefanie Schneider waren eine der bestverkauften Kollektionen der Editionsgalerie.
Das es dabei um Geld geht und um Nutzungsrechte, um die Vereinnahmung von Künstlern durch geschäftstüchtige Galeristen und um die Pflicht derselben ein Geschäft erfolgreich zu führen, all das wird man annehmen dürfen.
Mehr zu den Hintergründen dieser sehr zeitgemäßen Geschichte: in der aktuellen Ausgabe von PHOTONEWS – zu finden in jeder gut sortierten Bahnhofsbuchhandlung. Zu Wort kommen Stefanie Schneider selbst und Marc Ullrich, Vorstand Avenso AG/ LUMAS.

Wer nach Stefanie Schneider sucht, landet zuerst bei LUMAS und dort etwas unsanft: auf einer Fehlerseite.







Keine schöne Geschichte, aber interessant. Natürlich kann man sich kein wirkliches Bild der Situation machen und man kann für beide Seiten Verständniss aufbringen. Tendenziell aber eher für die Künstlerin. Vor ein paar Monaten habe ich erstmals eine LUMAS Galerie betreten und war etwas überrascht. Da wird zu viel durcheinander geworfen. Natürlich kann ich das Konzept verstehen, aber meinen Geschmack trifft es nunmal nicht. es geht halt vorwiegend um Wandschmuck.
Der erste Artikel in der aktuellen Photonews (ein Bericht über die Demand-Ausstellung Nationalgalerie) ist übrigens einer der besten Ausstellungsberichte die ich je gelesen habe. Das muss ich hier einfach noch los werden.
Zu Wandschmuck: wenn Fotografie es an die Wand schafft, ist das doch ein Kompliment. Ich weiß, viele sehen die Sache mit Lumas skeptisch. Ich mag das einfach: riesengroße, ausdrucksstarke Motive für meine großen Wände …
Zu Photonews: Ja, ein Artikel weniger über Bilder, mehr über den Rahmen und die Begebenheiten und gut zu lesen und sehr klug und – das woll’n wir hinzufügen – von Christoph Ribbat geschrieben.