6. September 2009 1

Jenseits fotografischer Wirklichkeit – Ausstellungsempfehlung

Standbild, aus contre-jour, Deutschland 2009, 11 Min., Format 35 mm, 1:1.85 © Girardet/Müller

Standbild, aus contre-jour, Deutschland 2009, 11 Min., Format 35 mm, 1:1.85 © Girardet/Müller

VETO – Zeitgenössische Positionen in der deutschen Fotografie
Ausstellende Fotografen: Dörte Eißfeldt, Andreas Gefeller, Christoph Girardet & Matthias Müller, Beate Gütschow, Natalie Ital, Jenny Rosemeyer, Hans-Christian Schink, Andrea Sunder-Plassmann
Eröffnung: Donnerstag, 03. September 2009, 19.00 Uhr
Laufzeit: 4. September – 15. November 2009
Öffnungszeiten: Di-So 11-18 Uhr
Kurator: Ingo Taubhorn
Ausstellungsort: Haus der Photographie / Deichtorhallen Hamburg
Link: www.deichtorhallen.de/veto

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4. September 2009 2

Ausblick und kleine Bildfrage

Gestern ist der letzte Beitrag aus der Reihe mit Blickfang-Fotografen erschienen. Herausgekommen ist unter anderem, das professionelle Fotografen nicht unbedingt ausschweifende Redner sind oder Selbstdarsteller im Wort. Vielleicht hütet jeder erfolgreiche Fotograf das Geheimnis seines Erfolges, wird sich vielleicht mancher beim Lesen gedacht haben? Ich denke auch zwischen den Zeilen ist erkennbar, mit was für Menschen wir es zu tun haben: in erster Linie hart arbeitende, auf das Ergebnis orientierte, gestaltungswillige und am Ende erfolgreiche Fotografen.

Apropos Geheimnis & Erfolg: Viel hängt natürlich vom Können, von der Erfahrung und von der Beherrschung der Technik ab. Und da mittlerweile vom Umgang mit Photoshop. Und Photoshop ist ein komplexes Programm, das für eine Lösung mehrere Wege kennt und manchmal Lösungen bietet, an die man noch nicht gedacht hat. In der nächsten Woche kann ich das Addison-Wesley Videotutorial Photoshop Secrets vorstellen; es trägt den Untertitel ‘Was Photoshop-Professionals’ gerne für sich behalten würden’. Zu diesem Beitrag werden dann auch 2 Tutorial unter allen Kommentatoren verlost.

Was noch passieren wird: ein interessantes Interview mit der Fotografin Anna Mutter, die in Hannover studiert hat und als Freiberuflerin mit einigem Erfolg in Hamburg arbeitet. Als wir das letzte Mal telefoniert haben, war sie gerade auf dem Weg nach Stralsund ins Ozeaneum um eine Bilderserie für die FAZ zu machen. Außerdem treffe ich heute Klaus Plaumann bei G+J in Hamburg und wir werden eine Serie mit ehemaligen und noch aktiven Sternfotografen vorbereiten. Und dann ist da noch ein Gastbeitrag von Beate Hanitzsch, der von den Möglichkeiten für Fotografen handelt, ihre Bilder auf der eigenen Homepage zu präsentieren – Stichwort Flash, contra Flash.

Bild und Wirkung

Gestern bekam ich noch eine Anfrage – wie in letzter Zeit häufiger aus dieser Ecke – ein Fotobuch zu testen. Die Anfrage war ein bißchen fordernd: Bitte sag bis morgen Bescheid, bitte gleich melden … und “Du kannst einen Link auf Deinem Blog posten und erhältst dafür von uns einen 2 GB USB-Stick” – naja … Bei einem Blick auf die Seite des Internet-Marketing-Anbieters ist folgendes Bild zu sehen. Kleine Frage in die Runde: Sind das wirklich DIE Onlinebotschafter? Wer kennt die Antwort?

Die Site heißt Onlinebotschafter, auf dem Foto schauen fröhliche junge Leute in die Kamera, als wären sie die Onlinebotschafter ...

Die Site heißt Onlinebotschafter, auf dem Foto schauen fröhliche, junge Leute in die Kamera, als wären sie die Onlinebotschafter ...

3. September 2009 10

Analog ist tot – Fotograf Mert Dürümoglu

Mert Dürümoglu, geboren 1973 in Essen, ist seit 1998 selbstständiger Fotograf. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Transportation, CGI, People, Landscape und Stills. Zu seinen Kunden zählen u. a. Bayer, Ford, Mazda, Nestlé, Nokia, Panasonic, Sony, Thyssen Krupp, Toyota, Unicef und Volkswagen, sowie Publikationen wie ID, Lodown, The Face, Vice oder das Volkswagen Magazin.

Mert hat mit seinen Arbeiten diverse nationale und internationale Preise gewonnen. Repräsentiert wird er in Deutschland von BANRAP, in der Schweiz von WORKS, in Österreich von SEE´YA und in der Türkei von RPRESENTER. Seit 2008 ist er Mitglied im BFF.

Interview übernommen aus BLICKFANG – Deutschlands beste Fotografen

© Mert Dürümoglu

© Mert Dürümoglu

Wie sind Sie zur Fotografie gekommen?
Ich wollte zum Film, als Regisseur oder Director of Photography.

Auf welche Schwerpunkte haben Sie sich spezialisiert und weshalb?
Meine Schwerpunkte sind geile Bilder und Herausforderungen.

Entsteht ein besonders gutes Bild eher zufällig oder muss es sorgfältig geplant sein?
Ein besonders gutes Bild entsteht durch harte Arbeit und penible Vorbereitung. Der kleine Rest sind Zufall und Glück.

Welche Ihrer Fähigkeiten ist Ihnen bei Ihrer Arbeit am meisten behilflich?
Meine Geduld… ;-) Ich bin verdammt verbissen …

Gibt es eine Arbeit auf die Sie besonders stolz sind oder an die sie besonders gute Erinnerungen haben?
Grundsätzlich bin ich auf die letzte Arbeit stolz, weil dort alle meine bisherigen Erfahrungen einfließen.

Welche Zukunft räumen Sie der analogen Fotografie im Zeitalter der digitalen Medien noch ein?
Analog ist tot.

Was wäre ein absoluter Traumjob oder ein Traumprojekt für Sie?
Träume sind Schäume, der Rest ist eine Frage der Zeit, des Willens und des Glücks.

Welchen Stellenwert haben freie Arbeiten für Sie?
Einen hohen Stellenwert, da sie zu einem Fotografen dazugehören und man frei experimentieren kann.

© Mert Dürümoglu

© Mert Dürümoglu

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