Ausblick und kleine Bildfrage
Gestern ist der letzte Beitrag aus der Reihe mit Blickfang-Fotografen erschienen. Herausgekommen ist unter anderem, das professionelle Fotografen nicht unbedingt ausschweifende Redner sind oder Selbstdarsteller im Wort. Vielleicht hütet jeder erfolgreiche Fotograf das Geheimnis seines Erfolges, wird sich vielleicht mancher beim Lesen gedacht haben? Ich denke auch zwischen den Zeilen ist erkennbar, mit was für Menschen wir es zu tun haben: in erster Linie hart arbeitende, auf das Ergebnis orientierte, gestaltungswillige und am Ende erfolgreiche Fotografen.
Apropos Geheimnis & Erfolg: Viel hängt natürlich vom Können, von der Erfahrung und von der Beherrschung der Technik ab. Und da mittlerweile vom Umgang mit Photoshop. Und Photoshop ist ein komplexes Programm, das für eine Lösung mehrere Wege kennt und manchmal Lösungen bietet, an die man noch nicht gedacht hat. In der nächsten Woche kann ich das Addison-Wesley Videotutorial Photoshop Secrets vorstellen; es trägt den Untertitel ‘Was Photoshop-Professionals’ gerne für sich behalten würden’. Zu diesem Beitrag werden dann auch 2 Tutorial unter allen Kommentatoren verlost.
Was noch passieren wird: ein interessantes Interview mit der Fotografin Anna Mutter, die in Hannover studiert hat und als Freiberuflerin mit einigem Erfolg in Hamburg arbeitet. Als wir das letzte Mal telefoniert haben, war sie gerade auf dem Weg nach Stralsund ins Ozeaneum um eine Bilderserie für die FAZ zu machen. Außerdem treffe ich heute Klaus Plaumann bei G+J in Hamburg und wir werden eine Serie mit ehemaligen und noch aktiven Sternfotografen vorbereiten. Und dann ist da noch ein Gastbeitrag von Beate Hanitzsch, der von den Möglichkeiten für Fotografen handelt, ihre Bilder auf der eigenen Homepage zu präsentieren – Stichwort Flash, contra Flash.
Bild und Wirkung
Gestern bekam ich noch eine Anfrage – wie in letzter Zeit häufiger aus dieser Ecke – ein Fotobuch zu testen. Die Anfrage war ein bißchen fordernd: Bitte sag bis morgen Bescheid, bitte gleich melden … und “Du kannst einen Link auf Deinem Blog posten und erhältst dafür von uns einen 2 GB USB-Stick” – naja … Bei einem Blick auf die Seite des Internet-Marketing-Anbieters ist folgendes Bild zu sehen. Kleine Frage in die Runde: Sind das wirklich DIE Onlinebotschafter? Wer kennt die Antwort?

Die Site heißt Onlinebotschafter, auf dem Foto schauen fröhliche, junge Leute in die Kamera, als wären sie die Onlinebotschafter ...


Mit der Kamera sehen Konzeptionelle Fotografie im digitalen Zeitalter
Ein Tag Deutschland:
Das Wesen der Fotografie: Ein Elementarbuch Stephen Shore erklärt, wie man Fotografien richtig beurteilt und versteht.
Erfolg als Fotograf: Wie man sein Können optimal präsentiert Autorin: Dr. Martina Mettner
Hm, also das Bild kommt mir jetzt aber SEHR bekannt vor. Ich bin der Meinung, das Bild vor ca. 5 Jahren schon mal vorgestellt bekommen zu haben von einer der größten Agenturen, als ich noch bei einer sehr großen Cigarettenfirma gearbeitet habe. Das ist doch ein Stockbild? Getty Images? Aber sicher NICHT die Onlinebotschafter…
Nein, das sind tatsächlich nicht die Onlinebotschafter (eine kleine Bildrecherge hat ergeben das das Bild sowohl bei iStock als auch bei Shutterstock im Angebot ist) Gerade bei dieser Bildverwendung finde ich die Wirkung äußerst fatal. Zusammen mit dem Titel ‘Onlinebotschafter’ und diesem wirklich schönen Motiv will ich gar nicht aufhören zu glauben, das das die ‘Onlinbotschafter’ sind.
Fazit daraus: Vorsicht bei der Verwendung nichtspezifischer Allerweltsfotografie zur Illustrierung der eigenen Unternehmenswebsite!