3. September 2009 M.R. 10

Analog ist tot – Fotograf Mert Dürümoglu

Mert Dürümoglu, geboren 1973 in Essen, ist seit 1998 selbstständiger Fotograf. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Transportation, CGI, People, Landscape und Stills. Zu seinen Kunden zählen u. a. Bayer, Ford, Mazda, Nestlé, Nokia, Panasonic, Sony, Thyssen Krupp, Toyota, Unicef und Volkswagen, sowie Publikationen wie ID, Lodown, The Face, Vice oder das Volkswagen Magazin.

Mert hat mit seinen Arbeiten diverse nationale und internationale Preise gewonnen. Repräsentiert wird er in Deutschland von BANRAP, in der Schweiz von WORKS, in Österreich von SEE´YA und in der Türkei von RPRESENTER. Seit 2008 ist er Mitglied im BFF.

Interview übernommen aus BLICKFANG – Deutschlands beste Fotografen

© Mert Dürümoglu

© Mert Dürümoglu

Wie sind Sie zur Fotografie gekommen?
Ich wollte zum Film, als Regisseur oder Director of Photography.

Auf welche Schwerpunkte haben Sie sich spezialisiert und weshalb?
Meine Schwerpunkte sind geile Bilder und Herausforderungen.

Entsteht ein besonders gutes Bild eher zufällig oder muss es sorgfältig geplant sein?
Ein besonders gutes Bild entsteht durch harte Arbeit und penible Vorbereitung. Der kleine Rest sind Zufall und Glück.

Welche Ihrer Fähigkeiten ist Ihnen bei Ihrer Arbeit am meisten behilflich?
Meine Geduld… ;-) Ich bin verdammt verbissen …

Gibt es eine Arbeit auf die Sie besonders stolz sind oder an die sie besonders gute Erinnerungen haben?
Grundsätzlich bin ich auf die letzte Arbeit stolz, weil dort alle meine bisherigen Erfahrungen einfließen.

Welche Zukunft räumen Sie der analogen Fotografie im Zeitalter der digitalen Medien noch ein?
Analog ist tot.

Was wäre ein absoluter Traumjob oder ein Traumprojekt für Sie?
Träume sind Schäume, der Rest ist eine Frage der Zeit, des Willens und des Glücks.

Welchen Stellenwert haben freie Arbeiten für Sie?
Einen hohen Stellenwert, da sie zu einem Fotografen dazugehören und man frei experimentieren kann.

© Mert Dürümoglu

© Mert Dürümoglu

Im Moment 10 Kommentare zu diesem Beitrag:

  1. Michaela sagt:

    Analog mag vielleicht bei professionellen Fotografen tot sein, aber nicht im künstlerischen Bereich. Analog zu fotografieren macht meiner Erfahrung nach sehr viel Spaß.

    • Marko sagt:

      Ich weiß was Du meinst. Auch nach meinen Erfahrungen ist analoge Fotografie mit einer gewissen – ich sag mal: Tiefgründigkeit oder Ganzheitlichkeit – verbunden, die digitale Fotografie nicht mehr erreichen kann. Aber ich habe den Verdacht, man verwechselt bei dieser Gelegenheiten immer Prozess – in diesem Fall Entstehungsprozess – und Produkt. Am Ende entstehen Fotos …

  2. Uwe Mayer sagt:

    Knappe Antworten, wenig Aussage, vermutlich wenig nachgedacht. Ex und hopp, ebenso wie der platte Spruch der es in den Titel geschafft hat. Der stört mich (selbst als auch-Analog-Fotograf) nicht mal so arg. Aber das ist für mich das seit Langem uninteressanteste Interview – der Antworten wegen, nicht wegen der Fragen.

  3. der silpirat sagt:

    kann mich Uwe nur anschließen. Das Interview hätte man auch weglassen können. Ich gehe nicht mal mit einem fragenden Gesicht weiter…

  4. Detektiv sagt:

    Das Interview sparen? Nein, finde ich nicht. Die analoge Fotografie verträgt sich mit dem Alltagsgeschäft kaum noch, aber wie Michaela eben schon sagt: im künstlerischen Bereich ist sie nach wie vor en vogue…

  5. Stefan Rohner sagt:

    analog tod? mag sein wenn man kommerz fotografieren muss….

  6. chem sagt:

    Es gibt nach wie vor Fotografen die analog fotografieren. Und selbst wenn sie überwiegend digital unterwegs sind, haben die meistens, meines Wissens und in meinem Umfeld, immer noch analoge Ersatzkameras dabei.

    Sicherlich wird analoge Fotografie früher oder später gänzlich verschwinden, vorallem aus Werbung und Marketing, aber wie bereits erwähnt wurde, im künstlerischen Bereich, und da wo es darum geht Tiefe und Materialität in Bildern zu erschaffen, wird sie noch ein Weilchen bleiben. Solange bis etwas gänzlich Neues kommt, was dann wiederum die digitale Fotografie beginnt abzulösen.

    Der war wohl etwas gestresst bei der beantwortung der Frage, kann das sein? Schade eigentlich.

    @Stefan Rohner, selbst nicht auch Fotograf im Zeichen analoger Tugenden? Ich mein den Namen mit analoger Fotogafie in Verbindung brinen zu können?

    • Marko sagt:

      ‘Etwas gänzlich Neues’? Ich bin da skeptisch … So etwas ganz Anderes ist die digitale Fotografie gegenüber der Analogen nun auch nicht: immer noch geht es um das sprichwörtliche ‘Malen mit Licht’. Lediglich das technische Verfahren der ‘Aufzeichnung’ hat sich geändert und mit ihm ein wenig die Möglichkeiten von Fotografie.

  7. Lenn sagt:

    Ich finde man kann in den antworten auf viel schließen. Sie sind zwar
    knapp, doch fokussiert. Es gibt einen Spruch:”Entschuldigung, doch ich hatte keine Zeit mich kurz zu fassen.”
    trifft hier nicht zu!! Passend zu seiner Arbeit, seinen bildern. Sieht man sie an, sieht man die Zeit im Detail.
    Natürlich wird analog geliebt, ist in dem Bereich der Werbung jedoch viel zu teuer und deswegen tod. Seh ich da genauso wie dieser fotograf.

  8. Ante Boras sagt:

    Leider ist der Titel wahr, die analoge Fotografie ist (so gut) wie tot.
    Die produktion der Filme wird bei den Großen Herstellen in naher Zukunft eingestellt werden.
    Fuji stellt die Produktion der 135er Dia-Filme zum 28.01.2012 ein, die Nagativfilme sollen im zweiten Quartal 2012 auch nicht mehr produziert werden. Kodak will die billigspate auch Ende 2011 auflösen, es bleiben dan nur noch der Ektar im 120er sowie 135er Format.
    Ilford wird zwar noch produzieren, jedoch wie lange ist auch nicht klar.

    Die andere Seite ist das es nur noch wenige (gute) Fachlabore mehr geben wird, welche S/W sowie C41 entwickeln können. Das momentan größte Labor, Cewe Mönchengladbach wird die Produktionsstraße nicht weiter erhalten und Warten. Das bedeutet sobald die letzten Maschienen verschlissen sind, ist dort für das analoge Bild aus.

    Ich persönlich fotografiere selber auch gerne noch analog, jedoch man sollte sich bewust sein das diese art der Fotografie am Ende ist. Ich vergleiche dies gerne mit dem guten alten CRT-Fehrnseher. Es gibt viele Vorteile gegenüber LCD-Fehrnsehern, jedoch wenn keine mehr produziert werden bringt das alles nix. Wenn die letzte analoge Kamera kaput ist, stirbt auch die analoge Fotografie.

    In diesem Sinne,
    gut Blende!

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