Frischer Wind
Die Szene der Bildagenturen kommt nicht zur Ruhe. Jetzt kommt ein neuer Player hinzu: die Deutsche Telekom. Mit Polylooks will man den deutschsprachigen Microstockmarkt erobern und in diesem Wachstumssegment Fuß fassen. Auf den ersten Blick wirkt Polylooks sehr aufgeräumt und wer einmal mit Mikrostock-Bildagenturen gearbeitet hat – als Käufer oder als Fotograf – findet sich gleich gut zurecht. Bilder gibt’s ab 1 Credit, was derzeit einem Euro entspricht und Fotografen bekommen 35% Honorar, zur Zeit also 35 Cent bei einem für 1 Credit verkauften Foto. Für einen Credit bekommt man allerdings nur ein Bild mit den Abmaßen 340 x 255 Pixel – was eigentlich nur für die Abbildung auf der Sidebar reicht. Robert Kneschke hat auf seinem Blog schon ein paar Fakten zusammengetragen, u.a. das Polylooks eng mit Zoonar kooperiert und das von dort zum Start 125.000 Fotografien begesteuert wurden.
Der anthrazitfarbene Look, der nur hier und da durch signalgrün punktiert wird, wirkt etwas unfreundlich – den Bildern schadet das aber nicht. ‘Bilder kaufen’, ‘Bilder verkaufen’ oder ‘Credits aufladen’ sind die Einstiegspunkte, die für versierte Microstocker kein Problem darstellen sollten. Schön auf der Startseite der Einstieg auch über eine Such-Tagcloud, über die man sehr schnell zu den Dingen findet, nach denen immer wieder gesucht wird: Kind, Himmel, Frau, Architektur und zur Zeit recht prominent Erdbeeren.
Die Beschränkung auf den deutschsprachigen Markt – es gibt keine Funktion für Sprachauswahl – und in der Pressemeldung heißt es dazu: “Polylooks ist eine Online-Bildagentur mit Standort und Betreuung in Deutschland”, ist eine unternehmerische Entscheidung die neugierig macht. Deshalb, aber auch für ein paar andere Fragen habe ich ein Interview mit Norbert Weber, den Verantwortlichen von Polylooks bei der Telekom vereinbart und das gibt’s hier bei Bildwerk3 demnächst.

Schau mal Mama, Zwieback schmeckt auch durch die Nase. (Polylooks Startseite)








Zuletzt kommentiert