Deutschlands beste Fotografen – BLICKFANG Nummer 2

Man ahnt die dicken Budgets © Sven Glage – vertreten durch www.karinabednorz.de
Direkt aus der Druckerei auf meinen Tisch: das 688 Seiten starke Kompendium Nummer 2 – fünf Euro teurer und 230 Seiten umfangreicher als Ausgabe Nummer 1. Im Inneren Kurzinfos und vor allem Beispielbilder von mehr als 200 der angesagtesten Fashion-, Lifestyle, People- und vor allem Transportation-Fotografen. (BLICKFANG – Deutschlands beste Fotografen)
Gedacht ist dieses Branchenhandbuch als jährlich erscheinendes Standardnachschlagewerk für Art Buyer und Redakteure, alle Werbeentscheider und sicher auch für Fotografen und diejenigen, die es werden möchten und die Anregungen für eigene fotografische Positionen suchen. Auch für Unternehmen auf der Suche nach einem neuen Image kann dieser Wälzer erste Anhaltspunkte bringen.

© Willie von Recklinghausen
Die überwiegende Mehrheit der Fotografen wird durch Repräsentanten vertreten. Und so gibt dieser Band nebenbei auch einen guten Überblick über die Szene der Fotografen-Repräsentanzen in Deutschland. Alles sehr handlich mit den dazu gehörigen Kontaktdaten sowohl von den Fotografen als auch von Repräsentanzen – Adressen, Telefonnummern, E-Mail, URL etc.
Bildsprache und Vorlieben
Nicht alle Fotografien finde ich auf Anhieb gewinnend. Überhaupt scheinen viele Arbeiten aus einer anderen, maßloseren Zeit zu stammen; und hier in erster Linie jene, die im Auftrag von Porsche, Prada, Gucci & Co. gemacht sind. Man sieht sie nicht direkt, aber man ahnt die dicken Budgets.
Einmal angenommen, ich soll als Art Buyer eine Kampagne der Allgemeinen Ortskrankenkasse zum Thema Familienversicherung bebildern und will etwas Besonderes abliefern, was zeitgemäßes mit etwas weniger Hochglanz und dafür liebenswert und originell? Unter diesem Gesichtspunkt sind mir vor allem die folgenden Fotografen aufgefallen (direkt verlinkt):
Ute Mans, Sven Heinrich, Anatol Kotte, Kai Muellenhoff, Kipling Phillips, Hans Starck, Andreas Chudowski, Ali Kepenek

© Kristian Schuller

© Darius Ramazani
Zum Buch
BLICKFANG – Deutschland beste Fotografen (Teil 2)
NBVD Norman Beckmann Verlag & Design
Rutschbahn 11a
D-20146 Hamburg
Vorwortautoren:
Dietmar Henneka (Fotograf / Mitglied ADC)
Kristian Schuller (Fotograf)
Susanne Nagel (Head of Art Buying / Jung von Matt)


Mit der Kamera sehen Konzeptionelle Fotografie im digitalen Zeitalter
Ein Tag Deutschland:
Das Wesen der Fotografie: Ein Elementarbuch Stephen Shore erklärt, wie man Fotografien richtig beurteilt und versteht.
Erfolg als Fotograf: Wie man sein Können optimal präsentiert Autorin: Dr. Martina Mettner
Na ja, mit Fotografie haben die Bilder aber nicht viel zu tun.
Eher sind das Photoshop Basteleien.
Nun ja, so wird Fotografie wohl heute in erster Linie verstanden. Aber es gibt auch andere Beispiele: einfach mal den Links zu den Fotografen folgen!
danke! Auch wenn das mit der Familienversicherung jetzt fast gemein war.
da hat Meister leider recht und wenn oder ob Fotografie heute so verstanden werden mag, macht das die Sache nicht besser. Das sind nun meisten (wertfrei) Art-Designer.
@A.D.: Aber nein, nicht wirklich. ‘Familienversicherung’ stand in diesem Zusammenhang nur für alles Mögliche, was nicht mit den überstrapazierten Botschaften von jünger, cleaner & erfolgreicher zu tun hat.
@JMK: Auch hinter diesen Bildern steht zunächst eine Idee mit fotografischen Mitteln umgesetzt – und diese Mittel sind nun einmal so. Man ist heute in der Lage mit den neuen Möglichkeiten ganz andere Ideen zu verwirklichen und tut dies auch ganz selbstverständlich. Hat natürlich nichts mit Authentizität zu tun … Hatte Fotografie aber glaube ich noch nie.
@Marko: schon klar
P.S. Schönes Blog! Ohne Deinen Link auf mich hätte ich es nie entdeckt. Werde definitiv hier mitlesen.
Vielen Dank für das Kompliment! Bitte weitersagen …