Bildagenturen. Vom Handel mit den Bildern
Zum ersten Mal wird es bei bildwerk3 einen Monat mit einem Schwerpunktthema geben: im März wird das Thema Bildagenturen ganz oben stehen.
Bildagenturen sind unverzichtbarer Bestandteil unserer Medienlandschaft, sie sind der Umschlagplatz und der Aufbewahrungsort für die gewaltigen Bildmengen, die täglich, fast stündlich, gebraucht werden. Sie sind ungefähr so alt wie das Urheberrecht, mit deren Aufkommen auch die Vermarktung von Bildmaterial als Autorenware einen eigenen Sinn bekam. Und derzeit ist der Markt für Bilder in Bewegung, wie kaum ein anderer …
Bildagenturen, wie sie funktionieren und organisiert sind, Bildagenturen aus der Sicht von Fotografen und Bildagenturen aus der Sicht von Bildrechteverwertern, also von Kunden, soll das Spektrum sein, das in diesem Monat bei bildwerk3 laufen wird. Ich habe eine ganze Reihe Interviews und Beiträge zu dem Thema vorbereitet; unter anderem mit Bernd Weise, dem Geschäftsführer des Bundesverbandes der Pressebild-Agenturen und Bildarchive e.V. über einen Verband zwischen Vergangenheit und Aufbruch, mit Dr. Steffan Hartmann, den ehemaligen Chefredakteur von ‘VISUELL’ über das Kräftemessen in der Branche, mit Susanne Baumgarten von vario images über das Innenleben in einer Bildagentur und viele mehr …
Gleich morgen erscheint ein Beitrag von Fotografen-Beraterin Dr. Martina Mettner, die ein paar Punkte sehr klar benennt, die für Fotografen wichtig sind, die mit dem Gedanken spielen, für Bildagenturen zu arbeiten. Fotografen wie Robert Kneschke, die bereits erfolgreich für und mit Bildagenturen arbeiten, wissen natürlich längst worum es geht und brauchen solche Ratschläge nicht mehr; auch mit Robert Kneschke gibt es ein bildwerk3 Interview.
Und dann gibt es da noch die Verlosung: Drei Gewinner bekommen die von der Mittelstandsgemeinschaft Foto-Marketing herausgegebenen ‘Bildhonorare 2009′. Für alle im BVPA organisierten Agenturen sind diese Honorare verpflichtend und für Fotografen sind sie ein Anhaltspunkt, um den Wert ihrer Bilder zu ermitteln.
Allen Mittwirkenden schon jetzt einmal: vielen lieben Dank. Ich denke das wird eine coole Sache … UND eure Meinung ist allen wichtig, liebe bildwerk3 Leser.


Mit der Kamera sehen Konzeptionelle Fotografie im digitalen Zeitalter
Ein Tag Deutschland:
Das Wesen der Fotografie: Ein Elementarbuch Stephen Shore erklärt, wie man Fotografien richtig beurteilt und versteht.
Erfolg als Fotograf: Wie man sein Können optimal präsentiert Autorin: Dr. Martina Mettner
Eigentlich sind die Preise, für die Bilder heute verkauft werden, ein Witz im Vergleich zum Aufwand, der da teilweise für notwendig ist. Die Kosten kann man nur noch über die Masse wieder rein holen, aber ist das der Sinn der Sache?
@bulldrinker: ganz so einfach ist es glaube ich nicht – tatsächlich gibt es auch bei Microstock-Agenturen gerade die Tendenz, die Preise zu erhöhen. Ich glaube die Zeit der absoluten Kampfpreise ist vorbei und es besteht die Chance mit einem guten Portfolio auch wieder Geld zu verdienen.
Sicherlich sind die Marktanteile für reines RM (Rights Managed) Material weiter gesunken und werden auch in Zukunft weiter sinken, sodas in der Tendenz Fotos mehrfach verkauft werden müssen, um tatsächlich die Produktionskosten wieder einzuspielen.
Aber Stock-Fotografie ist ja nicht die einzige Überlebenschance für Fotografen …
Lieber Marko, es freut mich, dass Sie das Thema der “Bildagenturen” in Ihren Blog aufnehmen. Werde gerne, falls es Ihnen Recht ist, von meinem Blog über Fotografie http://www.fotostrada.at auf Ihre Diskussion hinweisen.
Wir hier in Österreich hatten einmal diesen Ansatzpunkt: http://www.fotostrada.at/files/f523600ab9255d1f4f89a7992188aeab-98.php
Beste Grüße aus Wien, Tina
Liebe Tina: vielen Dank & immer gern …
Es gibt ja nicht nur Bildagenturen die billigst anbieten, sondern auch Agenturen die auf eine besondere Bildsprache wert legen und einen enormen Qualitätsanspruch haben. Bei diesen Agenturen wird der Fotograf noch entsprechend seiner guten Arbeit bezahlt. Zu diesen hervoragenden Agenturen gehört sicherlich Sodapix (http://www.sodapix.com) aus der Schweiz.
Für mich habe ich die Arbeit für Stockagenturen ausgeblendet, auch wenn ich denke das man damit ein vernünftiges Einkommen erwirdschaften könnte, sofern man die Arbeit zielgerichtet verrichtet.
Allerdings würde mich diese Arbeit zu Tode langweilen – mein Focus und Leidenschaft gehört der Auftragsarbeit.
Beste Grüße, Jens Petersen