7. Februar 2009 M.R. 0

Aus Leidenschaft für Film und Fotografie

Oliver Lähndorf ist neuer 1. Vorsitzender im Vorstand des Freundeskreises der Photographie e.V. und damit Vorsitzender einer wichtigen, vermittelnden Institution zwischen dem ‘Haus der Photographie‘ und der Öffentlichkeit.

Ich habe mit Oliver Lähndorf über sein persönliches Verhältnis zu F.C. Gundlach und die Zukunft des Freundeskreises gesprochen und ich weiß nun, was ein Freundeskreis tut. Vielen Dank an Oliver Lähndorf für die unvermittelte und umstandslose Aufklärung …

Hinweis zum Auditorium am 'Haus der Photographie'

Hinweis zum Auditorium am 'Haus der Photographie'

bildwerk3/Marko Radloff: Sie sind Kulturmanager und waren in den Vereinigten Staaten. Was haben Sie dort gemacht? Wie sind Sie zur Fotografie gekommen?
Oliver Lähndorf : In den Vereinigten Staaten war ich noch vor meiner Zeit als Kulturmanager. 1998 bin ich noch während meiner Studienzeit spontan mit einer Greencard für ein Jahr in die USA und habe bei einer Film- und Photoproduktion hospitiert.

So wurde aus einem Interesse für Film und Photographie  -  eine Leidenschaft für Film und Photographie, die bis heute anhält: Angefangen als Filmemacher und Photograph und heute als Kulturmanager.

Pflegen Sie heute noch Kontakte nach Übersee?
Aus meiner Zeit in Amerika habe ich noch zahlreiche gute Freunde und Kollegen … mittlerweile überwiegend in LA und New York.

Als neuer 1. Vorsitzender im Vorstand des Freundeskreises der Photographie e.V. stehen Sie einem Verein mit einer kurzen, aber intensiven Tradition vor. Welche Ziele haben Sie sich als Vorstand im Verein und welche persönlich gesetzt?
So kurz ist die Tradition gar nicht – immerhin hat F.C. Gundlach den Arbeitskreis der Photographie- so hieß der Freundeskreis früher- bereits 1994 gegründet.

Bereits seit 2002 setze ich mich als freier Kulturmanager in Hamburg für Photographie und Film ein und ich verfolge daher wie Herr Gundlach die Vision: Das Haus der Photographie, das ICP (International Center of Photography) in New York als Vorbild, zu einem richtigen “Zentrum” für Photographie zu entwickeln. Wir als Freundeskreis und ich als 1. Vorsitzender versuchen diese Vision so gut wie möglich zu unterstützen.

Ich persönlich möchte zukünftig verstärkt Photographie-Interessierte, Unternehmen und neue Mitglieder für den Freundeskreis gewinnen und sie überzeugen, dass es sich lohnt, Kultur zu fördern und so eine großartige Institution wie die Deichtorhallen Hamburg zu unterstützen!

Wie fühlen Sie sich als Freundeskreis von den Deichtorhallen Hamburg aufgenommen? Gibt es gelegentlich Konflikte bei der Mittelverwendung bzw. der Raumnutzung im Haus?
Wir arbeiten sehr gut mit den Deichtorhallen zusammen, da wir ja auch unser Vereinsbüro im Haus der Photographie haben. Der Freundeskreis ist ein klassischer Förderverein, aus diesem Grunde sind die Mittel strikt getrennt. Das Team der Deichtorhallen kenne ich bereits seit einigen Jahren, von daher ist es eine sehr angenehme Zusammenarbeit. Letztendlich kommt das Engagement des Freundeskreises ja auch direkt den Deichtorhallen Hamburg und im Besonderen dem Haus der Photographie zu Gute.

Wie ist Ihr persönliches Verhältnis zu F.C.Gundlach und in welcher Form beeinflußt er die Richtung, die der Verein zukünftig nehmen wird?
Wir haben uns kennengelernt, als im Jahr 2002 die damalige Hamburger Kultursenatorin am Institut für Kultur-und Medienmanagement Hamburg, an dem ich ein Aufbaustudium absolviert habe, einen Kulturberater gesucht hat, der Herrn Gundlach beim Aufbau des Hauses der Photographie mit dem Know-How eines Kulturmanagers unterstützt.  Daraus ist eine intensive Zusammenarbeit entstanden.

Letztendlich sind wir als Freundeskreis unabhängig, aber selbstverständlich sind Anregungen von Herrn Gundlach, als Ehremitglied und Gründer des Freundeskreises,  immer sehr willkommen.  Zumal Herr Gundlach nach wie vor an jeder Sitzung sehr aktiv teilnimmt.

Was wird es zukünftig für Veränderungen im Verein geben?
Mit der neuen, modernisierten Website haben wir ein Mittel der Kommunikation, dass auf dem neuesten Stand ist und regelmäßig über die Aktivitäten und Veranstaltungen des Freundeskreises informiert.

Seit 2009 haben wir erstmalig auch ein gedrucktes Jahresprogramm, dass in zahlreichen Hamburger Kultureinrichtungen und auf unseren Internetseiten verfügbar ist. Mit der neuen Website möchten wir die Kommunikation zwischen den Mitglieder erleichtern und viele neue Photographie-Interessierte für den Freundeskreis gewinnen!

Die neue Website des Freundeskreise der Photographie e.V.

Die neue Website des Freundeskreise der Photographie e.V.

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