10. November 2008 10

Thorsten Schäfer-Gümbel. Hauptsache vorteilhaft!

Von Marko Radloff
Foto: Website des Hessischen Landtagsabgeortneten Thorsten Schäfer-Gümbel (SPD)

Foto: Website des Hessischen Landtagsabgeortneten Thorsten Schäfer-Gümbel (SPD)

Manchmal blogt der Zufall. Ich wollte eigentlich über ganz andere Dinge schreiben und dann sah ich dieses Bild von Thorsten Schäfer-Gümbel, mit dem er als Spitzenkandidat ernsthaft um Wählerstimmen wirbt – in Hessen – und das uns als Themenblog in Sachen Fotografie nicht kalt lassen kann.

Da ist doch ganz offensichtlich dem Fotografen, dem Layouter oder wie auch immer, das Programm durchgegangen! Mit diesem Bild – Foto mag man gar nicht schreiben – ist der Mann lächerlich, bevor er ein Wort gesagt hat.

Was hat das nun in unserem ganz und gar unpolitischen Blog zu suchen? Es ist eben diese Neigung mancher Kollegen des Guten zu viel zu tun und aus Leuten, die sie bloss vorteilhaft abbilden sollen, mit viel Retusche unfreiwillig Witzfiguren zu machen. Und hier haben wir so ein – prominentes noch dazu – Beispiel. (Zum Runterladen auf der Website des Landtagsabgeordneten Thorsten Schäfer-Gümbel – in druckfähiger Größe)

Der Spiegel kolportiert, Schäfer-Gümbel, ein Name wie von Loriot. Das ist frech! Für seinen Namen kann keiner etwas! Ich würde aber an dieser Stelle hinzufügen: und einem Gesicht wie von Madame Tussauds.

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Im Moment 10 Kommentare zu diesem Beitrag:

  1. WAGII sagt:

    Frech hin oder her: als ich den in den Nachrichten das erste Mal gesehen habe, da dachte ich: “Was ist das denn für’n Vogel?!” Der Typ sieht wirklich so aus..

    Aber wir müssen uns ja scheinbar keine großen Sorgen machen, den allzu oft sehen zu müssen…

  2. Marko sagt:

    Kleiner Nachtrag, etwas sachfern: Auf netzeitung.de macht sich Jens Teschke über die Hompage des Abgeordneten Schäfer-Gümbel her. Sein Fazit: Schlicht, schlicht, schlicht …

  3. Sonja sagt:

    Hm, das ist arg glatt:)

    Ich habe (weil ich gelesen habe, da würde es untypische, ja ECHTE Bilder geben) den flickr-Account von Obama durchgeklickt. Doch von ihm selbst gab es dort auch nur die Standards. Schade, dachte, er hätte mehr Mut.

    Den das fehlt solchen Politikern, der Mut, normale Bilder zu nutzen. Und Herr schäfel-Gümbel hat dafür ein extremes Beispiel abgeliefert.

  4. Marko sagt:

    @Sonja: ich glaube mit den ‘echten’ Bildern von Obama waren jene Fotos aus der Wahlnacht gemeint, die Obama in seinem persönlichen Umfeld zeigen und die waren vielleicht auch nicht ‘echt’, aber wie ich fand ziemlich authentisch …

    Bei Spiegel Online gab’s diesen Beitrag dazu – die haben ein paar Bilder rausgesucht.

  5. Sonja sagt:

    @Marko: Ich muss gestehen, dass ich nicht alle kanpp 3.000 Bilder auf flickr durchgesehen habe.

    Die Bilder auf Spiegel Online, v.a. die Wohnzimmer-Fotos sind nett und wurden dann noch in eben dieser bedeutungsvollen Nacht gemacht….

    Wirken authentisch.

  6. Ich kann nur zustimmen. Bevor ich ein Wort von ihm gehört hatte, war mein (Vor-) Urteil schon gefällt. Nur, glaubst du wirklich, dass man ein vorteilhafteres Bild findet. Das soll nicht frech wirken. Eher besorgt.

  7. Marko sagt:

    @Host Schulte: finden bestimmt nicht, aber machen schon! Wir haben bei uns mal ein Interview mit Marco Urban geführt, der bekannt ist für seine distanzierten und wirksamen Image-Porträts.

    Wenn man Schäfer-Gümbel einen Rat geben kann, dann den, etwas Geld in die Hand zu nehmen und sich ordentlich fotografieren zu lassen. Und das geht! Und wirkt … und wird seltsamer Weiser in eben dieser Wirkung immer wieder unterschätzt.

  8. Wolf Larsen sagt:

    Ich denke das Problem dieses Bildes ist nicht die Wächsernheit oder wie ich sage, die Strumpfhose über der Haut. Wird hier die Haut bemängelt, wird sie hier http://www.bildwerk3.de/2008/11/07/fotografie-war-nie-abbild-sondern-immer-interpretation/ wieder als gut aufgefasst. Das Bild von der Frau ist furchtbar. Die Augen sehen aus wie die großen Augen des Katers aus Shrek http://cola.trnd.com/f/shrek_cat.jpg und die Haut ist ähnelt der einer Barbie-Puppe. Schäfer-Gümbel hat einen mächtigen birnenförmigen Schädel und könnte ein unehelicher Sohn von Kanzlerbirne Kohl sein. Sein Gesichtsproblem ist die Brille. Die ist wie die von Steinmeier viel zu klein. Findet man für den Mann eine gute Brille, ist er halb so lustig.

    Wolf

  9. Marko sagt:

    @Wolf: Nocheinmal, hier geht es nicht um das Aussehen des Spitzenkandidaten. Für sein Aussehen kann niemand etwas! Wo kommen wir denn da hin …

    Nein, hier geht es allein um die Unfähigkeit des Fotografen oder der Fotografin vernünftige Arbeit abzuliefern und vielleicht über das weniger glückliche Händchen der PR-Abteilung bei der Auswahl bzw. Einschätzung vernünftigen Bildmaterials.

  10. Wolf Larsen sagt:

    Klar kann man was für sein Aussehen. Wir laufen ja im Normalfall nicht nackt durch die Gegend und haben die Möglichkeit unser Aussehen zu beeinflussen. Positiv oder Negativ. Es stimmt aber auch, dass man eine Birne nicht unbedingt frontal knipsen muss. Eine bessere Perspektive ließe den Herrn bestimmt optimaler erscheinen. Trotzdem sollte er die Brille ändern. Und das Grinsen macht die Birne halt noch extremer. Ein Vergleich fällt mir zum Schluss noch ein: Family Guy. http://gumkiersi.webpark.pl/family_guy.gif

    Wolf

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  • tina: halleluja, da treiben die Fotografen ja fast genauso Hochleistungssport wie die Jungs auf dem Spielfeld. Respekt! Und vielen Dank ...
  • Walter: Sehr beeindruckender und interessanter Einblick....

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