International keine Anerkennung der deutschen Fotografie
Das ist einer der Gründe, weswegen es eine ‘Deutsche Stiftung für Fotografie’ geben muss und geben soll. Die Ansicht jedenfalls vertritt der Sammler F.C. Gundlach und ficht seit einigen Jahren gemeinsam mit Agentur-Chefin Margot Klingspor für die Einrichtung einer solchen Institution – in Hamburg. Es geht dabei im Kern um nichts Geringeres als die dauerhafte Bewahrung und die Sicherung der Nachlässe bedeutender deutscher Fotografen – und natürlich um die Verfügbarkeit für Forschung und Öffentlichkeit.
Der Zeitpunkt zu dieser Initiative ist richtig gewählt. Die Zeit, in der Fotografen ausschließlich analog fotografiert haben ist vorbei. Die Hinterlassenschaften eben jener Fotografen, die nun langsam ins Rentenalter kommen, gilt es vor dem Verfall zu sichern und in die Stiftung zu überführen.
Mit einer zentralen Einrichtung könnte man überdies Fotografie aus Deutschland international zu der Geltung verhelfen, die sie verdient hätte. „Es geht auch um die Anerkennung der deutschen Fotografie überhaupt, denn die findet im internationalen Kontext nicht statt“, sagt F. C. Gundlach. „Das liegt daran, dass sie zu wenig präsent und zu wenig aufgearbeitet ist.“
Katja Engler hat in einem ausführlichen Beitrag für Weltonline die Initiatoren vorgestellt und die Hintergründe entschlüsselt. Dort ist auch zu lesen, das F.C.Gundlach vorsorglich bereits Räum angemietet hat – in der Hamburger Speicherstadt.


Mit der Kamera sehen Konzeptionelle Fotografie im digitalen Zeitalter
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