5. August 2008 M.R. 9

Sex sells

Gerald Förster ist Fotograf und er lebt und arbeitet in den Vereinigten Staaten und dort vor allem in New York. Förster hat in den achtziger Jahren in Bielefeld Fotografie studiert und 2006 den Fuji Press European Professional Photo Award gewonnen. Fotografien von Gerald Förster gab es vor allem jenseits des Atlantiks in New York und in San Francisco zu sehen.

Für seine Serie ‘nocturnal’ ist Förster aktuell auf der Suche nach einer passenden Galerie in Deutschland. Die Serie besticht auf den ersten Blick durch ihren konzeptionellen Charakter und – ich gestehe es offen – die Pikantheit des Themas.

© Gerald Förster
Aus der Serie ‘nocturnal’ © Gerald Förster

Marko Radloff/bildwerk3: Bei photography-now.de steht, Sie leben und arbeiten in New York. Die meiste Zeit?
Gerald Förster: Ja.

Verstehen Sie sich in erster Linie als Fotograf oder als Künstler?
Das überlasse ich den Kritikern.

Wie verleben Sie als Fotograf und Künstler in New York Ihre Freizeit?
Jeden Tag mit offenen Augen durch das Leben gehen.

Ihre Serie ‚Nocturnal’ war von April bis Juni bei ‚hous projects‘ in New York zu sehen. War das Ihre erste Ausstellung in den Vereinigten Staaten?
Nein, das war die zweite solo Ausstellung. Die Erste war im Oktober 2006 in NY mit dem ‘Lightyears’ Projekt.

© Gerald Förster
Aus der Serie ‘nocturnal’ © Gerald Förster

Wie unterscheidet sich die Wahrnehmung von Fotografie in den USA von der Aufmerksamkeit für Fotografie in Deutschland?
Durch die Bernd und Hiller Becher Schule in Düsseldorf haben sich die deutschen Fotokünstler weltweit einen guten Namen in der konzeptionellen Kunstwelt gesichert. Fotografie ist in den USA so wohl als auch in Deutschland eine wachsende Ausdrucksform in der Kunstszene – wird allerdings in NY und in London mit den höchsten Auktionspreisen gehandelt.

Kümmern Sie sich um das Finish Ihrer Aufnahmen selbst?
Bis auf das Aufziehen, das Kaschieren und Mounting, mache ich zum größten Teil alles allein.

Wie haben Sie ‚hous projects’ für Ihre Arbeit ‚Nocturnal’– die ja nicht ganz undelikat ist – gewinnen können?
Sex sells! Just Kidding der Direktor der Galerie von Jenkins Johnson Gallery – in der das ‘Lightyears’ Project gezeigt wurde – hat sich mit ‘Hous Project’ selbst einen Traum erfüllt.

© Gerald Förster
Aus der Serie ‘nocturnal’ © Gerald Förster

‘Nocturnal Animals’ sind nachtaktive Tiere. Tatsächlich sind auf Ihren Fotos aus der Serie ‚Nocturnal’ nachtaktive Menschen zu sehen?
Jedes Bild wurde inszeniert auf Schauplätzen in Los Angeles, Miami und in New York und durch Langzeitbelichtung wurde so der Effekt von geisterhaften Gestalten geschaffen.

Wann werden diese Bilder in Deutschland zu sehen sein?
Sobald sich die richtige Galerie dafür gefunden hat.

Sie haben von 1983 – 1985 in Bielefeld Fotografie studiert. Welches sind ihre schönsten Erinnerungen an dieses Laborzeitalter?
Die Leichtigkeit des Seins.

Wann haben Sie das letzte Mal analog fotografiert?
‘Nocturnal’ ist mit einer Sinar-P 8×10 Inches auf Negativ fotografiert worden.

Was ist mit der digitalen Fotografie für Gerald Förster anders geworden?
Das wohl Schlimmste für mich sind die endlosen Stunden vor dem Computer.

Welches sind Ihre nächsten künstlerischen Projekte?
Seit letztem Jahr arbeite ich an einer neuen Serie mit dem Titel: ‘Todesschrei’ (Videoportraits und Fotografie)

© Gerald Förster

© Gerald Förster
Aus der Serie ‘nocturnal’ © Gerald Förster

Im Moment 9 Kommentare zu diesem Beitrag:

  1. Simone König sagt:

    Hallo,

    Ich bin begeistert und würde mich freuen, über eine Ausstellung in Deutschland informiert zu werden.

    Freundliche Grüße von

    Simone König

    • Andreas sagt:

      Hi Simone,
      warum nicht die Ausstellung in den USA besuchen? ich finde übrigens, die Bilder vermitteln grösstenteils den subjektiven Eindruck “Winter” und “Kälte”, insbesondere jenes in New York unter der Brücke. Und das, obwohl klar Laub auf den Bäumen zu erkennen ist.
      Dennoch: die Bilder finde ich ebenfalls interessant und betrachtenswert.
      LG
      Andreas

  2. Blam sagt:

    Danke :) Nice post, I mentioned it on my erotic glam-trash website.

  3. Barbara sagt:

    Geniale Idee – Aber nicht nur das, die Bilder haben einen wirklich eigenen Stil und der ist gar nicht mal so übel – Gefällt mir wirklich gut!

    Besten Gruß,
    Barbara

  4. LizO... sagt:

    Ich besitze drei Bilder die einen neuen Besitzer/in suchen würden……hat jemand Interesse ?

  5. LizO... sagt:

    @Marko
    Möchte ungerne hier einen Basar eröffnen, war ein spontaner Beitrag weil die Bilder bei mir unbeachtet rumstehen…..und viel zu schade dafür sind …

    Mail an … redaktion(at)bildwerk3(dot)de ?

  6. pandora sagt:

    Möchte ungerne hier einen Basar eröffnen, war ein spontaner Beitrag weil die Bilder bei mir unbeachtet rumstehen…..und viel zu schade dafür sind …
    Mail an … redaktion(at)bildwerk3(dot)de ?

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