Zehn Fragen an Fotografen: Sandra Kühnapfel
Sandra Kühnapfel ist eine freie Fotografin aus Berlin. Sie ist Mitglied im Fotografenkollektiv ‘neunplus‘ seit 2006 und sie hat ebenfalls 2006 ihr Diplom als Kommunikations-Designerin an der FH Münster absolviert.
Ihre Bilder sind traurig und schön zugleich; aus ihnen spricht eine durch und durch melancholische Grundstimmung: eine Sehnsucht nach Heimat und die Verwunderung über ihre Erscheinungen. In ihrer neuen Serie begibt sie sich darum auch ‘auf die Suche nach den verzauberten Momenten in unserem doch sehr technisierten und rationalen Alltag’. (ein Beispielbild aus der neuen Serie am Schluss dieses Beitrags)

unsere zehn Fragen an Sandra Kühnapfel
Erinnern Sie sich, wann Sie Ihr erstes Foto gemacht haben?
Nein.
Welche Ihrer Fähigkeiten ist Ihnen bei Ihrer Arbeit am meisten behilflich?
Wahrscheinlich meine Neugier. Ich finde es sehr spannend neue Orte und Menschen kennen zu lernen.
Was muss man unbedingt können, um Fotografin zu sein?
Man sollte ein Gespür für Farben und Formen haben. Cartier-Bresson hat einen Fotografen mal als Menschen beschrieben, der die Struktur der Welt entdeckt – der sich dem reinen Vergnügen der Form hingibt, der die Ordnung in all dem Chaos sichtbar macht.
Wann haben sie angefangen ausschließlich digital zu fotografieren?
Im Sommer 2005 habe ich meine erste Digitalkamera angeschafft. Seit dem fotografiere ich viel digital, jedoch nicht ausschließlich. Besonders bei freien Projekten bevorzuge ich das analoge Arbeiten mit meiner Hasselblad. Einerseits unterstützt das quadratische Bildformat meine Bildgestaltung, andererseits ist die Wirkung auf Personen, die man trifft und fotografieren möchte, eine andere. Die meisten Menschen reagieren interessiert und sind offener, als wenn ich ihnen mit einer Digitalkamera gegenüber trete.
Ein besonders gutes Bild entsteht eher zufällig oder muss sorgfältig geplant sein?
Ein gutes Bild entsteht oft zufällig. Viele Faktoren lassen sich nicht planen, da muss man einfach im richtigen Moment am richtigen Ort sein. Das gilt zumindest für „freie Arbeiten“.


Haben Sie schon einmal einen Auftrag abgelehnt? Wenn ja, was für einen?
Nein, bisher noch nicht.
Fluch oder Segen: Microstocks?
Microstockagenturen sehe ich eher als Ergänzung zu den herkömmlichen Bildagenturen. Ein qualitativ und gestalterisch gut gemachtes Bild steht nicht in direkter Konkurrenz zu Massen von Billigfotos.
Wo möchten Sie als Fotografin einmal ausstellen?
c/o Berlin
Wen möchten Sie gern einmal fotografieren?
Aung San Suu Kyi
Bleiben Sie Fotografin?
Ja. Nicht mehr fotografieren, unvorstellbar.


alle Fotos © Sandra Kühnapfel







Das Mädel auf dem Bild ganz oben kuckt aber böse ;-(
[...] Kühnapfel – Bildwerk3 Sabine Wild – conscientous/jm colberg Klaus Muenzner – sonicblog [...]
[...] Mirjam Siefert, Thorsten Kirchhoff, Sabine Wild, Christian Kielmann, Annette Assmy, Tom Doherty, Sandra Kühnapfel, Lina [...]
Na toll, was soll das hier jetzt?
Bis auf ein, zwei Fotos sind das doch keine dollen Dinger? Meint jetzt jeder, der ein bisschen Plattenbau fotografiert, das wäre ne neue Kunstrichtung?
Das Bild mit den zwei Garagen zum beispiel, soll das jetzt diese Pseudo-Archtitektur-Symetrie sein??
Verwirrte Grüße
@Sandro
gerade das Motiv mit den Garagen finde ich persönlich am spannensten. Aber nichtsdesdotrotz ist es immer gut, Kritikfähigkeit in Sachen Fotografie an den eigenen Exponaten mit Erfolg zu proben, bevor man damit auf andere losgeht.
Und, ob man seine Arbeit für Kunst hält oder nicht bleibt letztlich jedem selbst überlassen.
…grüsse aus münster…
Das sind sehr schöne Bilder. Kenne selbst einen Fotografen und weiss wie schwierig es ist erst mal alles in Szene zu setzen, die richtige Kameraeinstellung zu finden und dann ja nicht verwackeln beim Abdrücken