Zehn Fragen an Fotografen: Silke Paustian
Die in Schwerin geborene junge Fotografin lebt heute in Rostock. Sie hat eine Fotografenlehre gemacht und 2006 das Studium für Kommunikationsdesign Schwerpunkt Fotografie in Dortmund abgeschlossen. Während des Studiums hat Silke Paustian als freie Bildjournalistin (Westfälischen Rundschau) gearbeitet und ein Recherchestipendium der Ruhr Gas AG erhalten.
Die bei uns gezeigten Fotografien gehören zu ‘Mirjam’, einer fotografischen Inszenierung mit Gender zum Thema. (die ganze Serie ist bei ‘Junge Fotografie‘, einer GEO-Initiative veröffentlicht – zum Kurzkonzept: bitte am Schluss lesen)

aus “Mirjam” © Silke Paustian 2006
Frage 01: Erinnern Sie sich, wann Sie Ihr erstes Foto gemacht haben?
Nein.
Frage 02: Welche Ihrer Fähigkeiten ist Ihnen bei Ihrer Arbeit am meisten behilflich?
Meine Neugier und die ungezwungene Art mit Menschen zu kommunizieren.
Frage 03: Was muss man unbedingt können, um Fotograf zu sein?
Das ist schwierig zu beantworten, weil man in Hobby und Berufsfotografen unterscheiden muss. Um von der Fotografie leben zu können, bedarf es zusätzlicher Qualifikation im ökonomischen Bereich. Im Allgemeinen finde ich ein Foto gelungen, wenn es technisch, gestalterisch und inhaltlich spannend abbildet. Das sollte ein Fotograf eben können.
Frage 04: Wann haben sie angefangen ausschließlich digital zu fotografieren?
Das war im Jahr 2003. Ich habe in dieser Zeit für eine Tageszeitung gearbeitet und im Zuge der digitalen Revolution, die dann auch die Presse erreichte, musste ich mich umstellen.
Frage 05: Ein besonders gutes Bild entsteht eher zufällig oder muss sorgfältig geplant sein?
Beides. Früher beeindruckten mich Reportagen sehr (z.B. Henry Cartier Bresson), heute favorisiere ich Inszenierungen (z.B. Cindy Sherman, Erwin Wurm), weil man die Botschaften konkreter steuern kann.


Fotos aus “Mirjam” © Silke Paustian 2006
Frage 06: Haben Sie schon einmal einen Auftrag abgelehnt? Wenn ja, was für einen?
Das war für die BILD Zeitung, ich sollte Frauen in der Stadt mit dem Inhalt ihrer Handtasche fotografieren. Ich habe den Sinn dieser Aktion bis heute nicht verstanden…
Frage 07: Fluch oder Segen: Microstocks?
Ich denke beides. Positiv finde ich, dass man mit archivierten Fotos immer noch Geld verdienen kann.
Frage 08: Wo möchten Sie als Fotografin einmal ausstellen?
Im Helmut Newton Museum in Berlin.
Frage 09: Wen möchten Sie gern einmal fotografieren?
Alle, die meinen Fotostil mögen. Vielleicht die Queen.
Frage 10: Bleiben Sie Fotografin?
Ich würde es mir wünschen!



Fotos aus “Mirjam” © Silke Paustian 2006
Kurzkonzept zur fotografischen Inszenierung ‘Mirjam’
“Mirjam, die Widerspenstige, will sich nicht vereinnahmen lassen von einer Welt in der ihr ein Platz zugewiesen wird. Sie weiß aber auch, dass es einen anderen Platz ohne diese Welt nicht gibt. Das betrübt sie. Manchmal. Mirjam, die Widerspenstige, begreift sich als Frau. Doch sie weiß auch, jenseits der Begriffe „männlich“ und „weiblich“ könnte sie wirklicher sein.”


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Willkommen auf bildwerk3,liebe Silke!Schön,das Du mitgemacht hast.Auf ein baldiges Wiedersehen:-),vielleicht auch mal bei einem gemeinsamen Fotoprojekt!
[...] unbedingt den folgerichtig nächsten Beitrag posten. Absurde Ideen bringen sowieso keine Klicks, nackte Weiber schon eher. [...]