Zehn Fragen an Fotografen: Jürgen Herschelmann
Jürgen Herschelmann hat nach dem Abitur eine Lehre als Fotograf gemacht und ist danach für acht Semester an die FH Dortmund gegangen um Kommunikationsdesign mit dem Schwerpunkt Fotografie zu studieren. Bereits in den letzten zwei Semestern konnte Herschelmann für Plattenfirmen wie Sony, PolyGram oder EMI fotografieren, sodass der Schritt zur Selbständigkeit gleich nach dem Abschluss des Studiums folgen konnte.
Die Schwerpunkte von Jürgen Herschelmann liegen in der Werbung und im Editorial. Er arbeitet seit nunmehr zwölf Jahren von Hamburg aus für Zeitschriften wie MAX, petra oder Men’s Health oder für Agenturen wie Heye und Partner, BBDO, OGILVY & MATHER oder für McCann Erickson. Seine Antworten spiegeln die Aufgeklärtheit und die lange Erfahrung des Profis in einer unruhigen Branche. Erst kürzlich und nicht ohne Bedauern ist Herschelmann ins digitale Fotofach gewechselt.


unsere zehn Fragen an Jürgen Herschelmann
Frage 01: Erinnern Sie sich, wann Sie Ihr erstes Foto gemacht haben?
Nicht mehr genau, irgendwann mit 13 Jahren bin ich mit der alten 6/9 Plattenkamera meines Vaters losgezogen und habe angefangen die letzten Dampfloks zu fotografieren, das war dann mein Hobby, einige der Bilder wurden veröffentlicht und nach dem Abitur kam die erste richtige Kamera, die Olympus om2 und irgendwer kam auf die Idee ich sollte eine Fotografenlehre machen, so war’s dann aus mit dem Hobby und auf einmal wurde es Ernst und Beruf …
Frage 02: Welche Ihrer Fähigkeiten ist Ihnen bei Ihrer Arbeit am meisten behilflich?
Immer wieder mich selbst zu motivieren und zu suchen und nie aufzugeben, auch nach Rückschlägen nicht.
Frage 03: Was muss man unbedingt können, um Fotograf zu sein?
Das kann man nicht beantworten. Jeder hat da so seinen Weg, einige einen leichten, andere einen schweren, was man sich aber selber nicht aussuchen kann. Aber wichtig ist es, sich selber kennenzulernen und seine Stärken anderen zu zeigen und die Schwächen zu akzeptieren und daran zu arbeiten. Die ganze Arbeit hat sehr viel mit menschlichen Faktoren zu tun, und dem Umgang miteinander – geschäftlich und privat.
Frage 04: Wann haben sie angefangen ausschließlich digital zu fotografieren?
Schweren Herzens vor einem Jahr. Ich liebe meine Negativfilme und die 6/7 pentax aber die neuen Möglichkeiten waren einfach zu interessant.

Frage 05: Ein besonders gutes Bild entsteht eher zufällig oder muss sorgfältig geplant sein?
Es gibt beides. Nicht immer sind 2 Tage Vorbereitung und 10 Stunden am Set die Garantie für ein besseres Bild als das eine in 5 min. entstandene.
Frage 06: Haben Sie schon einmal einen Auftrag abgelehnt? Wenn ja, was für einen?
Leider nein, dadurch ergaben sich viele Probleme und das würde ich mittlerweile anders machen.
Frage 07: Fluch oder Segen: Microstock?
Da habe ich noch keine Meinung zu.
Frage 08: Wo möchten Sie als Fotograf einmal ausstellen?
Ich freu mich immer wenn eines meiner Bilder möglichst perfekt gebracht wird, ohne grosse Veränderungen und reingerede diverser Beteiligter, da ist es egal ob es ein Plakat oder eine Anzeige, oder ein Zeitschriftenportfolio wird.
Frage 09: Wen möchten Sie gern einmal fotografieren?
Eigentlich nicht wen, sondern ich würde gern mal 2 Monate frei ohne Auftragsbedingungen in einer Stadt leben und diese porträtieren, Tag und Nacht und dem Leben ihrer Bewohner nachforschen.
Frage 10: Bleiben Sie Fotograf?
Tja, jetzt ist es zu spät und ich bleibe wohl dabei





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Ich liebe diese Interviews. Bitte nie aufhören damit…